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Konzernrechnung BKW Gruppe

Anhang zur Konzernrechnung

1 Geschäftstätigkeit

Die BKW AG, Bern (CH), zusammen mit ihren Konzerngesellschaften (nachfolgend als BKW oder BKW Gruppe bezeichnet), ist ein international tätiges Energie- und Infrastrukturunternehmen. Dank ihrem Netzwerk von Firmen und Kompetenzen bietet sie ihren Kundinnen und Kunden umfassende Gesamtlösungen an. So plant, baut und betreibt sie Energieproduktions- und Versorgungsinfrastrukturen für Unternehmen, Private sowie die öffentliche Hand und bietet digitale Geschäftsmodelle für erneuerbare Energien. Das Dienstleistungsportfolio der BKW Gruppe reicht von der Planung und Beratung im Engineering für Energie-, Infrastruktur- und Umweltprojekte über integrierte Angebote im Bereich der Gebäudetechnik bis zum Bau, Service und Unterhalt von Energie-, Telekommunikations-, Verkehrs- und Wassernetzen.

2 Grundsätze der Rechnungslegung

2.1 Allgemeine Grundsätze

Die Konzernrechnung wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting ­Standards (IFRS) erstellt. Sie vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BKW. Die Konzernrechnung erfüllt auch die Anforde­rungen des schweizerischen Aktienrechts. Der Abschlussstichtag für die Konzernrechnung ist der 31. Dezember. Die Konzernrechnung wird in Schweizer Franken (CHF) präsentiert.

Die Konzernrechnung wurde auf der Basis von historischen Anschaffungskosten erstellt; Aus­nahmen davon sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen beschrieben.

2.2 Anwendung von neuen Standards und Interpretationen im Jahr 2018

Im Geschäftsjahr 2018 wendete die BKW erstmals die folgenden neuen, für die BKW Gruppe ­relevanten Standards an:

Die Änderungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der BKW (siehe Anmerkung 3), führten jedoch zu geänderten und zusätzlichen Offenlegungen.

2.3 Zukünftige Anwendung von neuen Standards und Interpretationen

Am Bilanzstichtag waren die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die potenziell für die BKW relevant sind und erst für spätere Geschäftsjahre anzuwenden sind. Die BKW plant, die Änderungen ab dem jeweiligen Zeitpunkt der Inkraftsetzung anzuwenden (Inkrafttreten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem in Klammern angegebenen Datum beginnen):

Mögliche Auswirkungen aus der Anwendung der weiteren geänderten Standards und Interpretationen werden derzeit überprüft.

Der neue Standard IFRS 16 «Leasingverhältnisse» hat grundlegende Änderungen für deren Bilanzierung zur Folge. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor, welches dazu führt, dass künftig nahezu sämtliche Vermögenswerte (Nutzungsrecht am Leasinggegenstand) und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind. Die Unterscheidung zwischen Operating- und Finanzierungsleasingverhältnissen entfällt. Die neue Vorschrift wird bei der BKW zu einer Zunahme des Anlagevermögens mit gleichzeitiger Zunahme der Finanzverbindlichkeiten führen. Die Zahlungen aus den bisherigen operativen Leasingverhältnissen werden nicht mehr im «Sonstigen Betriebsaufwand» erfasst. Dafür werden die Abschreibungen auf den neu angesetzten Nutzungsrechten zu einer Erhöhung des Abschreibungsaufwands führen. Beide Effekte werden sich grösstenteils kompensieren, sodass auf der Stufe «Betriebs­ergebnis» kein wesentlicher Effekt erwartet wird.

Die BKW wird IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 gemäss der modifiziert retrospektiven Methode anwenden. Aus diesem Grund wird der kumulative Effekt aus der Anwendung von IFRS 16 als eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte der Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2019 erfasst, ohne eine Anpassung der Vergleichsinformationen.

IFRS 16 wird auf Verträge angewendet, die bisher als Leasingverhältnisse gemäss IAS 17 und IFRIC 4 identifiziert wurden. Daher werden Verträge, die bisher nicht als Verträge mit einem ­Leasingverhältnis gemäss IAS 17 und IFRIC 4 identifiziert wurden, nicht umqualifiziert.

Die BKW wird Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in einer Grössenordnung von rund 140 Mio. CHF erfassen. Dadurch wird sich die Bilanzsumme um rund 1.5 % erhöhen. In der Erfolgsrechung 2019 wird sich das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen um rund 25 Mio. CHF erhöhen. Gleichzeitig wird sich der Abschreibungsaufwand um den annähernd gleichen Betrag erhöhen, sodass sich auf der Stufe des Betriebsergebnisses lediglich ein geringfügiger Effekt ergeben wird.

Die bestehenden Leasingverhältnisse sind im Finanzbericht 2018 in der Anmerkung 34 dargestellt.

3 Änderungen von Rechnungslegungsgrundsätzen

Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Jahresabschluss und auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der BKW. Die Bilanz per 31. Dezember 2017 erfuhr keine rückwirkende Anpassung. Hingegen wurde die Erfolgsrechnung des Geschäftsjahres 2017 aufgrund neuer Bestimmungen von IFRS 15 hinsichtlich Prinzipal-Agent-­Beziehungen angepasst und bestimmte Geschäftsfälle werden neu netto ausgewiesen. Auf die Gewinngrössen der Vergleichsperiode hatte diese Anpassung keine Auswirkung.

Nachfolgend werden die Auswirkungen der neuen Standards detaillierter erläutert und die ab dem 1. Januar 2018 neuen, von der bisherigen Anwendung abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungs­grundsätze beschrieben.

IFRS 9 – «Finanzinstrumente»

IFRS 9 ersetzt IAS 39 und beinhaltet insbesondere neue Vorschriften betreffend die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen sowie die Ermittlung von Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte. Die Anwendung von IFRS 9 führte in der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte zu keinen wesentlichen Änderungen. Für die bestehenden Sicherungsbeziehungen ergab sich kein Anpassungsbedarf. Es sind lediglich geringfügige Auswirkungen auf die Ermittlung und Erfassung von Wertminderungen zu verzeichnen. In Übereinstimmung mit den Übergangsbestimmungen erfolgte keine rückwirkende Anpassung der Vorjahreszahlen.

Infolge der Einführung von IFRS 9 wurden die bisher als «Zur Veräusserung verfügbar» klassi­fizierten Eigenkapitalinstrumente in der Höhe von 8.6 Mio. CHF per 1. Januar 2018 neu der Kategorie «Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte» (FVOCI) zugeordnet, da diese Vermögenswerte als langfristige Beteiligungen gehalten werden. Somit ergibt sich im Vergleich zur bisherigen Bewertung keine Änderung. Jedoch werden zukünftig Gewinne und Verluste aus der Veräusserung dieser Vermögenswerte nicht mehr in der Erfolgsrechnung realisiert, sondern direkt in den Gewinnreserven.

Die Vorschriften von IFRS 9 betreffend die Ermittlung und Erfassung von Wertminderungen für finanzielle Vermögenswerte führten zu einem geringfügigen Effekt von 1.6 Mio. CHF im Eigen­kapital. Dieser Effekt wurde nicht in der Bilanz per 31. Dezember 2017, sondern in der Eröffnungsbilanz per 1. Januar 2018 erfasst.

Mio. CHF

Gewinnreserven per 31.12.2017

3 206.5

Erhöhung Wertminderungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

– 0.4

Erhöhung Wertminderungen für übrige Forderungen und Rechnungsabgrenzungen

– 0.7

Erhöhung Wertminderungen für Aufträge in Arbeit (Vertragsvermögenswerte)

– 0.3

Erhöhung Wertminderungen für Festgeldanlagen und Darlehen

– 0.6

Veränderung latente Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Erhöhung der Wertminderungen

0.4

Anpassung der Gewinnreserven aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 am 01.01.2018

– 1.6

Gewinnreserven per 01.01.2018

3 204.9

Bisher wurde zur Ermittlung der Wertminderungen auf finanziellen Vermögenswerten das «Incurred Loss Model» gemäss IAS 39 angewendet. Für die Berechnung der Wertminderungen von finan­ziellen Vermögenswerten wird neu das auf die Zukunft ausgerichtete «Expected Credit Loss»-­Modell angewendet. Dazu werden für Darlehen, Festgeldanlagen sowie für die Forderungen des Energiehandels auf Basis externer oder intern ermittelter Ratings der Gegenparteien Ausfallwahrscheinlichkeiten festgelegt und entsprechende Wertminderungen für zu erwartende Verluste mit Eintritt in den nächsten zwölf Monaten erfasst. Bei den Forderungen (ohne Forderungen des Energiehandels), den Rechnungsabgrenzungen sowie den Aufträgen in Arbeit kommt das ­vereinfachte Wertminderungsmodell zur Anwendung. Dabei werden die ­Ver­mögenswerte auf Basis ihrer Überfälligkeiten beurteilt und in verschiedenen Gruppen zusammengefasst. Diesen Gruppen werden aufgrund von Erfahrungswerten unterschiedliche ­Wertminderungssätze für die über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Verluste zugeordnet.

IFRS 15 – «Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden»

IFRS 15 ersetzt IAS 11, IAS 18 und die zugehörigen Interpretationen. Der neue Standard legt ein einheitliches Modell für die Ermittlung und Erfassung von Umsatzerlösen aus der Übertragung von zugesagten Gütern und Dienstleistungen fest.

Die Anwendung von IFRS 15 führt zu keinen wesentlichen Änderungen hinsichtlich Zeitpunkt und Betrag der Umsatzrealisierung. Hingegen werden neu bestimmte Geschäftsfälle in der Erfolgs­rechnung netto dargestellt. Die BKW hat für die Erstanwendung von IFRS 15 die «Full Retrospective Method» angewendet und die Erfolgsrechnung des Vorjahres entsprechend angepasst. BKW wendet die von IFRS 15 vorgesehene Ausnahmeregelung an und verzichtet auf den Ausweis der verbleibenden Leistungsverpflichtungen für die vor dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung dargestellten Berichtsperioden. Weiter verzichtet die BKW auf die Aktivierung von Kosten zur Erlangung von Kundenverträgen, sofern diese Kosten innerhalb eines Jahres amortisiert ­würden. Somit findet eine Aktivierung von Vertragserlangungskosten lediglich in einem sehr geringfügigen Ausmass statt.

Der von der BKW erzielte Nettoumsatz setzt sich aus Erträgen aus dem Energie-, dem Netz- und dem Dienstleistungsgeschäft zusammen.

Der Nettoumsatz wird in der Anmerkung 9 «Segmentberichterstattung» nach Geschäftssegmenten in Aussen- und Innenumsatz sowie nach geografischen Aspekten aufgeschlüsselt dargestellt.

Aufgrund neuer Bestimmungen für Prinzipal-Agent-Beziehungen ergab sich im Geschäftsfeld Netze eine Änderung für die an die Kunden weiterverrechneten Abgaben für die kostendeckende Einspeise­vergütung (KEV) und für Netznutzungsgebühren von Drittnetzbetreibern. Für diese Leistungen trägt die BKW das Ausfallrisiko, weshalb sie bisher als Prinzipal eingestuft wurde und entsprechend eine Bruttodarstellung in der Erfolgsrechnung einerseits als Nettoumsatz und andererseits als Energiebeschaffungs-/Transportaufwand erfolgte. Nach IFRS 15 ist das Ausfallrisiko neu kein relevantes Kriterium für die Beurteilung, ob ein Prinzipal- oder ein Agentenverhältnis vorliegt. Die BKW ist in diesen Fällen neu als Agent einzustufen und es erfolgt daher eine Nettodarstellung. Diese Änderung hat keinen Einfluss auf das Betriebsergebnis und den Reingewinn.

Der Einfluss dieser neuen Nettodarstellung ist in nachfolgender Tabelle dargestellt. Für die Bilanz, den Eigenkapitalspiegel und die Geldflussrechnung ergeben sich keine Änderungen.

Mio. CHF

2017

Effekt aus IFRS 15

2017 (angepasst)

Gesamtleistung

2 577.4

– 74.7

2 502.7

Betriebsaufwand

– 2 048.5

74.7

– 1 973.8

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen

528.9

0.0

528.9

Betriebsergebnis

379.0

0.0

379.0

Ergebnis vor Ertragssteuern

369.1

0.0

369.1

Reingewinn

270.6

0.0

270.6

4 Konsolidierung

4.1 Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierung basiert auf den nach einheitlichen Bewertungs- und Gliederungsgrundsätzen erstellten Abschlüssen der einzelnen Konzerngesellschaften. Konzerninterne Salden, Transaktionen, Gewinne und Aufwendungen sind in voller Höhe eliminiert.

Mit einer Ausnahme haben sämtliche Konzerngesellschaften den 31. Dezember als Abschlussstichtag. Der Abschlussstichtag einiger Assoziierter und einer gemeinschaftlichen Vereinbarung weicht von demjenigen der BKW ab, da diese Gesellschaften aufgrund des hydrologischen Jahres ihren Abschluss per 30. September erstellen. Bei diesen Gesellschaften wird für die Konsolidierung grundsätzlich auf den Abschluss per 30. September abgestellt. Für wesentliche Transaktionen zwischen dem Abschlussstichtag der Gesellschaften und dem Abschlussstichtag der BKW werden Anpassungen vorgenommen.

4.2 Konsolidierungskreis

Konzerngesellschaften

Beherrschte Gesellschaften werden nach der Methode der Vollkonsolidierung in die Konzern­rechnung einbezogen. Es bestehen keine wesentlichen Einschränkungen, Mittel von Tochter­gesellschaften an die Muttergesellschaft zu transferieren.

Gemeinschaftliche Vereinbarungen

Gesellschaften, bei welchen eine gemeinschaftliche Führung («Joint Control») vorliegt, werden als Gemeinschaftsunternehmen («Joint Ventures») oder gemeinschaftliche Tätigkeit («Joint ­Operations») behandelt. Der Einbezug in die Konzernrechnung erfolgt bei «Joint Operations» mit ihren anteiligen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und ihren anteiligen Erträgen und ­Aufwendungen, bei «Joint Ventures» mittels der Equity-Methode.

Assoziierte

Beteiligungen an Gesellschaften, auf welche die BKW einen massgeblichen Einfluss ausüben kann, die sie aber nicht beherrscht, werden als Assoziierte klassifiziert und gemäss der Equity-Methode bewertet. Ein massgeblicher Einfluss wird im Allgemeinen bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 % angenommen. Durch vertraglich festgelegte Rechte kann unter Umständen bereits bei einem Stimmrechtsanteil von weniger als 20 % ein massgeblicher Einfluss bestehen. Dies ist insbesondere bei Partnerwerken der Fall.

Als Partnerwerke werden Gesellschaften bezeichnet, die Kraftwerke bauen und betreiben oder Energiebezugsrechte verwalten und nukleare Lager planen. Die von Partnerwerken produzierte Energie wird gemäss vertraglichen Vereinbarungen zu Gestehungskosten bezogen. Die Partnerwerke sind dem Geschäftsfeld Energie zugeordnet.

4.3 Erwerb und Veräusserung von Konzerngesellschaften

Erwirbt die BKW eine neue Gesellschaft, so erfolgt zum Zeitpunkt der Kontrollübernahme der Einbezug dieser Gesellschaft in die Konzernrechnung. Die erworbenen Nettoaktiven werden zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet und nach der Akquisitionsmethode integriert. Eine allfällige Differenz zwischen dem höheren Kaufpreis und den erworbenen Nettoaktiven wird als Goodwill aktiviert. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Konzerngesellschaften werden ab dem Zeitpunkt des Kontrollverlusts dekonsolidiert. Die BKW erfasst die Differenz zwischen dem Verkaufserlös und den abgegebenen Nettoaktiven zu diesem Zeitpunkt erfolgswirksam. Zurechenbarer Goodwill sowie die im Sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen und Wertschwankungen auf Finanzinstrumenten werden als Bestandteil des Veräusserungsgewinns oder -verlusts erfolgswirksam aus­gebucht.

Im Rahmen von Akquisitionen werden nicht beherrschenden Anteilen manchmal Put-Optionen gewährt und die BKW erhält Call-Optionen zu gleichen Konditionen. Wenn die BKW dadurch das wirtschaftliche Eigentum erhält, wird die Transaktion so dargestellt, als ob die entsprechenden Aktien ebenfalls erworben worden wären. Andernfalls werden die nicht beherrschenden Anteile aufgrund der Put-Option als «Sonstige Verbindlichkeit» erfasst. Ein allfälliger Überschuss am Bilanzstichtag wird jeweils in die Gewinnreserven umgegliedert.

Im Zusammenhang mit den Akquisitionen anfallende Transaktionskosten werden im Übrigen Betriebsaufwand erfasst.

4.4 Fremdwährungsumrechnung

Die Berichtswährung ist der Schweizer Franken (CHF). Die BKW erfasst Transaktionen in Fremdwährungen zu jeweiligen Tageskursen. Kursgewinne und Kursverluste aus solchen Transaktionen sowie aus der Anpassung von Fremdwährungsbeständen am Bilanzstichtag werden im Finanz­ergebnis erfasst.

Die Jahresrechnungen der Konzerngesellschaften in Fremdwährung werden gemäss den nach­folgenden Grundsätzen in Schweizer Franken umgerechnet:

Stichtag 31.12.2017

Stichtag 31.12.2018

Durchschnitt 2017

Durchschnitt 2018

CHF/EUR

1.1702

1.1269

1.1115

1.1550

Goodwill und im Rahmen der Kaufpreisaufteilung vorgenommene Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts der identifizierten Nettoaktiven von Gesellschaften in Fremdwährung werden in der Fremdwährung geführt.

Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung der Jahresrechnungen von Konzern­gesellschaften, assoziierten Gesellschaften und gemeinschaftlichen Vereinbarungen in Fremdwährung ergeben, werden im Sonstigen Ergebnis erfasst.

5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

5.1 Umsatzdarstellung

Die BKW erzielt Erträge in ihren drei Geschäftssegmenten Energie, Netze und Dienstleistungen.

Energie

Die Umsatzerlöse im Geschäftssegment Energie umfassen im Wesentlichen Erträge aus dem ­Verkauf von Energie an Endkunden und Vertriebspartner in der Schweiz, Erträge im Energiehandel aus dem Verkauf von Strom, Zertifikaten und Rohstoffen auf dem Grosshandelsmarkt, Erträge aus der Direkteinspeisung von Energie aus Kraftwerken mit Einspeisevergütung sowie Erträge aus der Produktion von Wärme.

Im Energiebereich fallen die sogenannten «own use»-Transaktionen («own use exemption» gemäss IFRS 9) unter die Bestimmungen von IFRS 15. Die Umsatzerlöse aus diesen Geschäfts­tätigkeiten werden grundsätzlich über die Dauer der vereinbarten Leistungserbringung erfasst. Da die Energie jedoch zeitgleich zur Lieferung verbraucht wird, entsteht beim Verkauf von ­Energie unmittelbar ein Anrecht auf Entgelt, welches direkt dem Gegenwert der Kunden für die gelieferte Energie entspricht. Daher wird für diese Fälle eine Ausnahmeregelung gemäss IFRS 15 hinsichtlich der Umsatzerfassung angewendet und der Umsatz in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf, erfasst. Somit gelten die Erträge als realisiert und werden als Umsatz erfasst, wenn die Lieferung erfolgt ist.

Die Umsatzerfassung im Energiehandel orientiert sich an dem zugrunde liegenden Transaktionsmotiv. Einerseits werden Energiegeschäfte zur aktiven Bewirtschaftung des Kraftwerkparks oder zur physischen Abdeckung von Energieliefer- oder -bezugsverträgen abgeschlossen. Solche Bewirtschaftungsgeschäfte werden unterschieden in «own use»-Transaktionen und «Absicherungstransaktionen». Die Umsätze aus den «own use»-Transaktionen fallen unter die Bestimmungen von IFRS 15 und werden zum Zeitpunkt der Lieferung brutto im Umsatz ausgewiesen.

Absicherungstransaktionen ergeben sich aus erweiterten Bewirtschaftungstätigkeiten des Produktionsportfolios, welche den Abschluss von zusätzlichen Geschäften für die Absicherung der eigenen Produktion umfassen. Diese zusätzlichen Absicherungsgeschäfte qualifizieren als Finanz­instrumente gemäss IFRS 9. Zudem werden Energiegeschäfte mit der ausschliesslichen Absicht zur Erzielung einer Handelsmarge abgeschlossen. Diese Transaktionen fallen ebenfalls unter die Definition von Finanzinstrumenten gemäss IFRS 9.

Die Bewertung der als Finanzinstrumente qualifizierten Energiegeschäfte zum Stichtag erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und der realisierte und unrealisierte Erfolg dieser Geschäfte wird netto als «Erfolg aus Energieabsicherung» und als «Erfolg aus Energieeigenhandel» ausgewiesen (siehe Anmerkung 39.2). Dabei setzt sich der Erfolg aus zwei Komponenten zusammen: Einerseits werden die effektiv realisierten Gewinne oder Verluste der sich in Abwicklung befindenden Geschäfte erfasst. Andererseits fliessen die nicht realisierten Bewertungsgewinne und -verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der offenen Kontrakte ein.

Netze

Das Geschäftssegment Netze erzielt insbesondere Erträge aus der Verrechnung der Durchleitungs­entschädigung für das Verteilnetz (Netznutzungsentgelte). Die Erträge aus der Durchleitung von Energie werden grundsätzlich über die Dauer der vereinbarten Leistungserbringung erfasst. Bei der Durchleitung von Energie entsteht unmittelbar ein Anrecht auf Entgelt, welches direkt dem Gegenwert der Kunden für die erfolgte Durchleitung entspricht. Diese Leistungserbringung fällt unter die Ausnahmeregelung nach IFRS 15 hinsichtlich der Umsatzerfassung. BKW wendet diese Ausnahmeregelung an und erfasst den Umsatz in Höhe des Betrags, der in Rechnung gestellt werden darf. Somit gelten die Erträge als realisiert und werden als Umsatz erfasst, wenn die ­Lieferung erfolgt ist.

Die an die Kunden weiterverrechneten Abgaben für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) und für Netznutzungsgebühren von Drittnetzbetreibern werden aufgrund der Bestimmungen zu Prinzipal-Agent-Beziehungen nicht als Umsatz erfasst, sondern mit dem entsprechenden Energie­beschaffungs-/Transportaufwand netto dargestellt.

Dienstleistungen

Im Geschäftssegment Dienstleistungen werden die Umsatzerlöse hauptsächlich mittels Erbringung von Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Engineering für Energie-, Infrastruktur- und Umweltprojekte, mittels Planungs- und Installationsdienstleistungen in der Gebäudetechnik sowie im Bau, Service und Unterhalt von Energie-, Telekommunikations-, Verkehrs- und Wassernetzen erwirtschaftet. Dabei handelt es sich vornehmlich um kundenspezifische Fertigungsaufträge. Aufgrund der vertraglichen Regelungen bei diesen Leistungserbringungen, welche der BKW das Anrecht auf ein Entgelt für die erbrachten Leistungen gewähren, erfolgt eine zeitraumbezogene Umsatzerfassung. Die Messung des Erfüllungsgrades der erbrachten Leistungen erfolgt mittels der Cost-to-Cost-Methode. Kosten zur Erlangung von Kundenverträgen werden nicht aktiviert, sofern diese Kosten innerhalb eines Jahres amortisiert würden.

5.2 Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Rechnungsabgrenzungen

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden als Finanzinstrumente gemäss IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Für die Berechnung der Wertminderungen auf Forderungen wird das auf die Zukunft ausgerichtete «Expected Credit Loss»-­Modell angewendet.

Betragsabhängig werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einzeln auf ihre Werthaltigkeit beurteilt und gegebenenfalls entsprechende individuelle Wertberichtigungen gebildet. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Energiehandel werden auf Basis externer oder intern ermittelter Ratings der Gegenparteien Ausfallwahrscheinlichkeiten festgelegt und entsprechende Wertminderungen für zu erwartende Verluste mit Eintritt in den nächsten zwölf Monaten erfasst. Bei den restlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kommt das vereinfachte Wertminderungsmodell zur Anwendung. Dabei werden die ­Ver­mögenswerte auf Basis ihrer Überfälligkeiten beurteilt und in verschiedenen Gruppen zusammengefasst. Diesen Gruppen werden aufgrund von Erfahrungswerten unterschiedliche ­Wertminderungssätze für die über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Verluste zugeordnet.

Die Rechnungsabgrenzungen zur periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen und Erträgen werden ebenfalls zu Nominalwerten bilanziert und in finanzielle und übrige Rechnungsabgrenzungen unterteilt. Die finanziellen Abgrenzungen bestehen aus auf vertraglicher Grundlage erbrachten respektive bezogenen Leistungen, die per Bilanzstichtag jedoch noch nicht in Rechnung gestellt waren. Für die finanziellen Rechnungsabgrenzungen wird eine pauschale Wertminderung nach dem vereinfachten Wertminderungsmodell gemäss IFRS 9 berücksichtigt.

5.3 Aufträge in Arbeit/Erhaltene Anzahlungen für Aufträge in Arbeit

Aufträge in Arbeit (Vertragsvermögenswerte) bestehen im Zusammenhang mit der Erbringung von Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Engineering für Energie-, Infrastruktur- und Umweltprojekte, von Planungs- und Installationsdienstleistungen in der Gebäude­technik sowie von Bau-, Service- und Unterhaltsdienstleistungen von Energie-, Telekommunikations-, Verkehrs- und Wassernetzen. Dabei handelt es sich vornehmlich um kunden­spe­zifische Fertigungs­aufträge, bei denen ein Recht auf Gegenleistung für Waren oder Dienstleistungen, die an den Kunden übertragen werden, besteht. Werden Gegenleistungen vereinnahmt, bevor Waren oder Dienstleistungen an den Kunden übertragen werden, wird eine Vertragsverbindlichkeit «Erhaltene Anzahlungen für Aufträge in Arbeit» erfasst.

Für die Bewertung der Aufträge in Arbeit beurteilt BKW den Erfüllungsgrad der erbrachten ­Leistungen. Die Messung des Erfüllungsgrades der Leistungserbringung erfolgt mittels der Cost-to-Cost-Methode. Aufträge in Arbeit werden hinsichtlich ihres Kreditrisikos beurteilt und gemäss dem vereinfachten Wertminderungsmodell nach IFRS 9 bewertet. Voraussichtliche Verluste werden sofort vollständig erfasst.

5.4 Vorräte

5.4.1 Lagermaterial

Lagermaterial des Netzbaus und des Elektroinstallationsgeschäfts wird mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräusserungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Roh- und Hilfsmaterialien werden zum gewichteten gleitenden Durchschnitt bewertet. Halb- und Fertigfabrikate beinhalten die direkt zuordenbaren Kosten sowie Anteile an den Fertigungsgemeinkosten. Lagermaterial mit ungenügender Lager­umschlagsfähigkeit wird teil- oder vollwertberichtigt.

5.4.2 Emissionsrechte und Grünzertifikate

Für Emissionsrechte, die im Rahmen von nationalen oder internationalen Emissionsrechtssystemen zur Erfüllung der Emissionsrechtsabgaben gehalten werden, wird der Net-Liability-Ansatz ­angewendet. Die Emissionsrechte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräusserungswert angesetzt. Sobald die verursachten Emissionen den Bestand an ursprünglich zugeteilten und noch gehaltenen Emissionsrechten übersteigen, wird eine Rück­stellung gebildet. Der Wert der Emissionsrechte und Zertifikate wird realisiert, wenn diese ­verkauft oder als Kompensation für die Emission an die Behörden zurückgegeben werden.

Grünzertifikate beglaubigen den Nachweis der Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren ­Energiequellen und sind separat von der Stromlieferung veräusserbar. Die Erträge aus Grünzertifikaten aus eigener Produktion werden im Zeitpunkt der Energieproduktion zum erwarteten ­Verkaufserlös abgegrenzt. Eingekaufte Grünzertifikate werden zum Anschaffungswert bilanziert.

Für Geschäfte mit Emissionsrechten und Zertifikaten, die mit der ausschliesslichen Absicht der Erzielung einer Handelsmarge abgeschlossen werden, wendet die BKW die Ausnahmeregelung für Rohstoff- und Warenhändler (Brokerage Exemption) an. Unter der Ausnahmeregelung können diese zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt werden. Die Wert­änderungen zum Bilanzstichtag und die realisierten Käufe und Verkäufe werden über die Erfolgsrechnung verbucht und saldiert ausgewiesen. Derivate auf Emissionsrechten, die mit der Absicht der Erzielung einer Handelsmarge abgeschlossen werden, werden analog den Deri­vaten im Energiehandel behandelt (siehe Anmerkung 5.6.1).

5.5 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Beteiligungen, Wertschriften, Darlehen, Festgelder und übrige finanzielle Vermögenswerte. Ebenfalls unter den Finanzanlagen ausgewiesen werden Forderungen gegenüber staatlichen Fonds, die gemäss den Bestimmungen von IFRIC 5 bilanziert werden und daher nicht in den Anwendungsbereich von IAS 32, IFRS 7 und IFRS 9 fallen.

Die Erfassung und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Handelstag (Trade Date).

Börsenkotierte Wertschriften, die Teil eines Portfolios von Finanzinstrumenten sind, gemeinsam verwaltet und regelmässig gekauft und verkauft werden, werden der Kategorie «Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert» zugeordnet und im Umlaufvermögen ausgewiesen. Die übrigen Beteiligungen und Wertschriften sind der Kategorie «Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte» zugeordnet und werden im Anlagevermögen ausgewiesen. Festgelder, Darlehen und übrige finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gemäss IFRS 9 werden für Festgelder und ­Darlehen auf Basis externer oder intern ermittelter Ratings der Gegenparteien Ausfallwahrscheinlichkeiten festgelegt und entsprechende Wertminderungen für zu erwartende Verluste mit Eintritt in den nächsten zwölf Monaten erfasst.

Die Betreiber von Kernkraftwerken sind gesetzlich verpflichtet, jährlich Zahlungen in staatliche Fonds (Stilllegungs- und Entsorgungsfonds des Bundes) zu leisten. Die zukünftigen Kosten für die Entsorgung und die Stilllegung werden gemäss den gesetzlichen Bestimmungen den Betreibern durch diese staatlichen Fonds vergütet. Diese Zahlungen sind Erstattungen und werden gemäss IFRIC 5 als Forderungen gegenüber staatlichen Fonds aktiviert. Die Veränderungen der Fondsbewertungen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst.

5.6 Derivate

5.6.1 Energiederivate

Die BKW handelt mit Kontrakten in Form von Forwards mit fixen und flexibel einsetzbaren ­Profilen und Futures mit den Basiswerten Elektrizität, Gas, Öl, Kohle und Zertifikate. Kontrakte, die mit der ausschliesslichen Absicht zur Erzielung einer Handelsmarge abgeschlossen wurden, sowie die aus den erweiterten Bewirtschaftungstätigkeiten des Produktionsportfolios resultierenden Absicherungstransaktionen werden als Finanzinstrumente behandelt und als Energie­derivate bezeichnet.

Am Bilanzstichtag offene Geschäfte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Forderungen der BKW gegenüber ihren Gegenparteien gehen als positive Wiederbeschaffungswerte in die Aktiven (Position Derivate) der Bilanz ein, Verbindlichkeiten werden als negative Wiederbeschaffungswerte in den Passiven (Position Derivate) der Bilanz erfasst. Die positiven Wiederbeschaffungswerte entsprechen den Kosten, die der BKW für den Ersatz aller Transaktionen mit einem Wert zugunsten der BKW entstehen würden, falls alle relevanten Gegenparteien gleichzeitig ­zahlungsunfähig würden und die Transaktionen unmittelbar ersetzt werden könnten. Die negativen Wiederbeschaffungswerte entsprechen den Kosten, die den Gegenparteien für den Ersatz aller Transaktionen mit einem Wert zu ihren Gunsten entstehen würden, falls die BKW ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen könnte. Ein Saldieren (Netting) von laufenden Transaktionen mit positiven oder negativen Wiederbeschaffungswerten wird vorgenommen, wenn die entsprechenden Vertragsregelungen dies vorsehen und die Verrechnung rechtlich durchsetzbar und beabsichtigt ist.

Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste mit Energiederivaten werden als Erfolg aus Energieeigenhandel respektive Erfolg aus Energieabsicherung innerhalb des Nettoumsatzes ausgewiesen.

5.6.2 Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting)

Zur Absicherung von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts eines erfassten Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit (Fair Value Hedge), zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) sowie zur Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäfts­betrieb (Net Investment Hedge) können Finanzinstrumente eingesetzt werden. Dies erfolgt in Übereinstimmung mit bestehenden Richtlinien zur Absicherungs- und Kreditrisikopolitik.

Realisierte und nicht realisierte Wertveränderungen aus Finanzinstrumenten, die wirtschaftlich und gemäss Konzernrichtlinien der Absicherung von Wechselkurs- und Zinssatzrisiken aus lau­fender Geschäftstätigkeit dienen, jedoch nicht als Sicherungsgeschäft qualifiziert sind, werden erfolgswirksam im Finanzergebnis ausgewiesen.

5.7 Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder zu Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmässig linear über die erwartete Nutzungsdauer der Anlagen. Die Nutzungsdauer und das Vorliegen von Hinweisen auf eine Wertminderung werden jährlich überprüft. Wertminderungen von Sachanlagen werden nach den Grundsätzen von Anmerkung 5.9 ermittelt. Bei konzessionsabhängigen Sach­anlagen, die entschädigungslos heimfällig werden, erfolgen die Abschreibungen maximal über die erwartete Konzessionsdauer.

Die Barwerte der geschätzten Kosten für den Rückbau, die Stilllegung und die Entsorgung werden zusammen mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert (siehe auch Anmerkung 5.13). Die spezifisch für das Kernkraftwerk angefertigten Brennelemente werden unter den Sach­anlagen aktiviert. Die Abschreibung erfolgt aufgrund des Wertverzehrs entsprechend dem Abbrand der Brennelemente.

Bei langfristigen Investitionsvorhaben werden die während der Erstellungsphase anfallenden Fremdkapitalzinsen aktiviert. Grundstücke sind zum Anschaffungswert bilanziert. Abschreibungen werden nur bei einer allfälligen Wertminderung vorgenommen.

Nicht wertvermehrende Instandhaltungs- und Reparaturkosten werden direkt der Erfolgsrechnung belastet. Eine Aktivierung erfolgt nur dann, wenn durch diese Kosten die ursprünglich geplante Lebensdauer verlängert wird oder andere wesentliche wirtschaftliche Vorteile (Kostenreduktion, Ertragssteigerung) daraus resultieren. Kosten aufgrund gesetzlicher Auflagen, die keinen direkten künftigen Nutzen generieren, werden nur dann aktiviert, wenn damit der Nutzen anderer Vermögenswerte erst ermöglicht wird. Die geschätzten Nutzungsdauern der Sachanlagen liegen innerhalb der folgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bandbreiten:

Gebäude

50 Jahre

Kraftwerksanlagen

12 bis 80 Jahre

Verteilnetzanlagen

20 bis 60 Jahre

Infotechnische Anlagen

10 bis 30 Jahre

Betriebseinrichtungen und Fahrzeuge

3 bis 20 Jahre

Brennelemente

nach Abbrand

5.8 Immaterielle Vermögenswerte

Unter immateriellen Vermögenswerten werden Nutzungsrechte, im Rahmen von Akquisitionen erworbene vertragliche oder gesetzliche Rechte, Marken, Kundenbeziehungen, Software und Goodwill bilanziert.

Nutzungsrechte sind vertraglich vereinbarte einmalige Entschädigungen an einen Vertragspartner für die Benutzung seiner Betriebsanlagen sowie Konzessionen für den Bau und den Betrieb eigener Anlagen.

Die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten erfolgt linear über die Nutzungs- bzw. maximal über die Vertragsdauer. Goodwill wird nicht planmässig abgeschrieben, sondern den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und jährlich oder bei Vorliegen von Indikatoren auf Wertminderung überprüft.

Nutzungsrechte

Konzessionen

60 bis 80 Jahre

Energiebezugsrechte

36 bis 60 Jahre

Anlagennutzungsrechte

7 bis 50 Jahre

Transitrechte

25 bis 60 Jahre

Übrige

Software

3 bis 8 Jahre

Marken, Kundenlisten, Technologien

4 bis 10 Jahre

5.9 Wertminderung (Impairment) von nicht finanziellen langfristigen Vermögenswerten

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Hinweise auf Wertminderungen von Vermögenswerten oder auf Wertaufholungen von in Vorjahren wertberichtigten Vermögenswerten vorliegen. ­Werden Anhaltspunkte festgestellt, wird der erzielbare Wert des Vermögenswerts bestimmt. Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden unabhängig vom Vorliegen von Anhaltspunkten auf Wertminderung überprüft.

Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Wert, so erfolgt eine erfolgswirksame Wertminderung. Wenn der geschätzte Wertminderungsaufwand grösser als der Buchwert des Vermögenswerts ist, wird nur dann eine Verpflichtung angesetzt, wenn die Voraussetzungen für eine Rückstellung oder eine andere Verpflichtung erfüllt sind. Ein in den Vorjahren für einen Vermögenswert gebuchter Wertminderungsaufwand wird – mit Ausnahme von Wertminderungen von Goodwill – dann zurückgebucht, wenn die Überprüfung des erzielbaren Werts keine oder nur noch eine ­reduzierte Wertminderung ergeben hat. Bei Vermögenswerten, die einer Abschreibung unterliegen, erfolgt eine allfällige Rückbuchung bis auf den Wert, der sich aus der planmässigen Abschreibung auf dem Anschaffungswert ergeben hätte. Die Rückbuchung erfolgt ebenfalls erfolgswirksam.

Die von Partnerwerken produzierte Energie wird den Aktionären aufgrund bestehender Partnerverträge – ungeachtet der aktuellen Marktpreise – zu Produktionskosten fakturiert. Liegen diese Produktionskosten über dem zukünftig erwarteten Marktpreis, wird aufgrund der vertraglichen Pflicht zur Zahlung der Energieproduktionskosten eine Rückstellung für belastende ­Verträge Energiebeschaffung gebildet. Die Werthaltigkeit der zum anteiligen Equity-Wert bilanzierten Beteiligungen an Partnerwerken wird aufgrund der Verpflichtung zur Übernahme der ­Produktionskosten durch die Aktionäre als gegeben erachtet.

5.10 Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten umfassen verzinsliche finanzielle Verpflichtungen, namentlich Anleihen, Darlehen sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing. Die Anleihen sowie Darlehen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden nach IAS 17 bilanziert.

5.11 Abgetretene Nutzungsrechte

Abgetretene Nutzungsrechte werden unter den übrigen langfristigen Verbindlichkeiten bilanziert. Dabei handelt es sich um von Dritten bezahlte Beiträge für Transitrechte an Übertragungsanlagen, um Anlagenbenutzungsrechte und Netzkostenbeiträge (Anschlussbeiträge). Die Bilanzierung erfolgt zum Nominalwert des erhaltenen Mittelzuflusses, abzüglich erfolgswirksamer Auflösungen. Die Verbindlichkeit wird linear über die Nutzungsdauer der Anlage, maximal über die Vertragsdauer des abgetretenen Rechts aufgelöst.

5.12 Personalvorsorge

In der BKW bestehen verschiedene Personalvorsorgesysteme gemäss den gesetzlichen Vorschriften. Der überwiegende Teil der Arbeitnehmenden ist der Pensionskasse BKW angeschlossen. Dabei handelt es sich um eine rechtlich selbstständige Vorsorgeeinrichtung, welche die Merkmale eines leistungsorientierten Plans nach IAS 19 erfüllt. Daneben sind Mitarbeitende auch anderen Vorsorgeeinrichtungen angeschlossen, welche ebenfalls als leistungsorientierte Pläne beurteilt werden.

5.13 Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen vergangener Geschäftsvorfälle und Ereignisse, wobei der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zu deren Erfüllung wahrscheinlich ist und deren genaue Höhe zwar nicht bekannt ist, aber zuverlässig geschätzt werden kann. Ist der Abfluss von Ressourcen nicht wahrscheinlich oder nicht bestimmbar, erfolgt ein Ausweis unter den Eventualverbindlichkeiten. Sofern der ­Mittelabfluss mit einem wesentlichen Zinseffekt verbunden ist, wird der Rückstellungsbetrag zum Barwert des erwarteten Mittelabflusses angesetzt.

Die BKW ist als Betreiberin des Kernkraftwerks Mühleberg gemäss den gesetzlichen Bestimmungen verpflichtet, das Werk nach der Betriebsphase stillzulegen und die nuklearen Abfälle zu ­entsorgen. Die daraus entstehenden Kosten werden periodisch neu geschätzt. Der Barwert der geschätzten Kosten für die Stilllegung und für die Entsorgung wird zurückgestellt und jährlich aufgezinst. Der gleiche Betrag wird zusammen mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Werks aktiviert und linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Werks wurden die mit der Inbetriebnahme verursachten Kosten aktiviert und die entsprechende Rückstellung gebildet. Zudem werden die durch den Kraftwerksbetrieb jährlich zusätzlich verursachten Stilllegungs- und Entsorgungskosten aktiviert und linear über die durchschnittliche Nutzungsdauer der Brennelemente abgeschrieben sowie die entsprechende Rückstellung gebildet.

Für die Berechnung der Rückstellung wurden folgende, gegenüber dem Vorjahr unveränderte, wesentliche Annahmen getroffen:

Die Verwendung der Parameter für Teuerung und Zins steht im Zusammenhang mit der revidierten Stilllegungs- und Entsorgungsfondsverordnung (SEFV), die per 1. Januar 2015 in Kraft trat. Die dort durch den Bund festgelegten Parameter zur Bemessung der Beiträge für die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds wurden für die Rückstellungsberechnung übernommen.

Die BKW hat nicht beherrschende Anteile an Kraftwerksgesellschaften, bei denen sie verpflichtet ist, die produzierte Energie zu ihren Produktionskosten abzunehmen. Für Energiebezugsverpflichtungen zu Produktionskosten, die über den erwarteten, zukünftig realisierbaren Absatzpreisen liegen, werden Rückstellungen gebildet. Die Berechnungen erfolgen nach der Discounted-Cashflow-­Methode.

5.14 Ertragssteuern

Die Ertragssteuern beinhalten die laufenden Steuern auf Basis des Gewinns und die latenten Steuern auf Basis der Bewertungsdifferenzen. Die laufenden Ertragssteuern werden aufgrund der steuerlich massgebenden lokalen Vorschriften ermittelt. Die latenten Steuern berücksichtigen die ertragssteuerlichen Auswirkungen zwischen den konzerninternen und den lokalen steuerlichen Bewertungsrichtlinien der Aktiven und Verbindlichkeiten nach der Liability-Methode. Massgebend sind dabei die tatsächlichen oder die beim Ausgleich dieser Differenz erwarteten Steuersätze.

Passive latente Steuern werden stets bilanziert. Eine Aktivierung hingegen erfolgt nur dann, wenn es aufgrund zukünftig erwarteter Gewinne wahrscheinlich ist, dass diese aktiven latenten Steuern realisierbar sind.

Die Veränderung der latenten Steuern wird grundsätzlich in der Erfolgsrechnung erfasst, ausser die Ursache der temporären Differenz liegt in einer erfolgsneutralen Verbuchung. In diesem Fall erfolgt die Verbuchung der latenten Steuern über das Sonstige Ergebnis oder gegebenenfalls direkt über das Eigenkapital.

5.15 Leasing

Die Rechnungslegung von Leasingverhältnissen unterscheidet operatives Leasing und Finan­zierungsleasing.

Ein Finanzierungsleasing liegt vor, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer über­tragen werden. Vermögenswerte, welche die BKW als Leasingnehmerin in einem Finanzierungsleasing hält, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert oder zu dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen als Sachanlagen bilanziert und über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer oder kürzere Vertragsdauer abgeschrieben. Die Leasingraten werden in Zinsaufwand und Tilgungsbetrag gemäss Annuitätenmethode aufgeteilt. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden in der Bilanz unter den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Andere Leasingverhältnisse werden als operatives Leasing qualifiziert und nicht bilanziert. Die Leasingzahlungen werden linear über die Vertragsdauer als Betriebsaufwand erfasst.

5.16 Segmentberichterstattung

Die Definition von Segmenten und Segmentergebnissen erfolgt auf der Grundlage der unternehmerischen Führung. Die berichtspflichtigen Segmente entsprechen den Geschäftsfeldern der BKW: Energie, Netze und Dienstleistungen. Als Grundlage für die Ressourcenallokation und die Erfolgsmessung wird von der leitenden Entscheidungsträgerin, der CEO, das Betriebsergebnis (EBIT) herangezogen.

6 Bewertungsunsicherheiten

Die Erstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den angewandten Rechnungslegungsnormen erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Höhe der ausgewiesenen Aktiven, ­Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag sowie die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode beeinflussen. Die Schätzungen und Annahmen basieren einerseits auf Erkenntnissen der Vergangenheit und andererseits auf einer bestmöglichen Beurteilung zukünftiger Entwicklungen. Die effektiv erzielten Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und Annahmen werden laufend überprüft und Änderungen in der Periode erfasst, in der sie erkannt werden.

6.1 Werthaltigkeit von langfristigen Vermögenswerten

Der zur Überprüfung der Werthaltigkeit langfristiger Vermögenswerte berechnete erzielbare Wert ist der höhere Wert vom beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräusserungskosten und Nutzungswert (Barwert der geschätzten zukünftigen Geldflüsse). Die Bestimmung des erzielbaren Werts wird massgeblich von Einschätzungen zu erwarteten zukünftigen Geldflüssen aus der ­Nutzung, langfristigen Wachstumsraten, Nutzungsdauern von Vermögenswerten und Abzinsungssätzen beziehungsweise von Einschätzungen zum möglichen Nettoverkaufspreis des Vermögenswerts bestimmt. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen wesentlich abweichen.

6.2 Kernkraftwerk Mühleberg (KKM)/Rückstellungen nukleare Entsorgung

Die Bewertung der Rückstellung für nukleare Entsorgung und die Werthaltigkeit der Sachanlagen (Kraftwerksanlage und Kernbrennstäbe, inkl. Barwert der nuklearen Entsorgung) ist für die Beurteilung der Bilanz und der Erfolgsrechnung der BKW wesentlich. Für die Stilllegung des Kraftwerks und die Entsorgung der nuklearen Abfälle werden in der Branche gemeinsame, detaillierte Kostenberechnungen vorgenommen, die gemäss der Verordnung über den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für Kernanlagen (SEFV) alle fünf Jahre aktualisiert werden. Diese ­Kostenberechnungen werden von unabhängigen Kostenexperten und dem Eidgenössischen Nuklear­sicherheitsinspektorat ENSI geprüft. 2016 erfolgte plangemäss eine neue Schätzung der Still­legungs- und Entsorgungskosten (KS16). Die Aktualisierung wurde im Auftrag und nach strikten Vorgaben der Verwaltungskommission der Stilllegungsfonds für Kernanlagen und Entsorgungsfonds für Kernkraftwerke (VK STENFO) und in Zusammenarbeit mit swissnuclear erarbeitet. Die KS16 schätzt die Gesamtkosten (sog. Overnight-Kosten) in der Grundvariante für das KKM auf 3.06 Mrd. CHF. Auf dieser Basis geht die BKW für ihre Berechnung der Rückstellungen von Overnight-Kosten von 3.0 Mrd. CHF aus. Die BKW erachtet es als am wahrscheinlichsten, dass die in der KS16 vorgesehenen Szenarien «Kombilager» (kostenmindernd) und «konventioneller Rückbau» (kostenerhöhend) umgesetzt werden. Zusätzlich berücksichtigt die BKW ­werkspezifische Kosten. Die Differenz zwischen den von der BKW geschätzten Overnight-Kosten und den per 31. Dezember 2018 bilanzierten Rückstellungen in der Höhe von 1.5 Mrd. CHF ist einerseits begründet durch bis Ende 2018 bereits bezahlte Kosten von rund 835 Mio. CHF und andererseits durch den Diskontierungseffekt von 627 Mio. CHF.

Nach Überprüfung der KS16 erhöhte die VK STENFO u. a. durch generelle Sicherheitszuschläge die Kostenschätzungen und das Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) verfügte seinerseits auch zusätzliche Kosten. Die von der VK STENFO und dem UVEK ­vorgenommenen Kostenanpassungen sind aus Sicht der BKW betriebswirtschaftlich nicht begründet. Aus diesem Grund hält die BKW für die Bilanzierung der nuklearen Rückstellungen an der vom ­Branchenverband swissnuclear eingereichten Kostenschätzung sowie ihren eigenen ­Einschätzungen fest.

Die Arbeiten im Zusammenhang mit der Stilllegung dauern bis voraussichtlich 2034. Für die Endlagerung und Überwachung der eingelagerten nuklearen Materialien werden Kosten für Aktivitäten bis ins Jahr 2126 erwartet. Die langfristig erwartete Teuerung lässt sich nur für eine beschränkte Zeitperiode mit makroökonomischen Studien Dritter vergleichen. Für Zeithorizonte bis ins Jahr 2126 liegen jedoch keine entsprechenden Daten vor. Aus diesem Grund wurden die vom Bund in der SEFV festgelegten Parameter (Teuerung und Anlagerendite) für die Berechnung der Rückstellungen als beste verfügbare Schätzung übernommen. Der Diskontierungssatz von 3.5 % für die Rück­stellungen wird in Anlehnung an die erwartete Anlagerendite festgelegt. Dieser Satz orientiert sich an den langfristigen konjunkturellen Schätzungen des Bundes und stellt eine transparente, beste Schätzung dar. Die Verwendung der Parameter Teuerung von 1.5 % und Diskontierungssatz von 3.5 % führen zu einem realen Diskontierungssatz von 2 %. Die Stilllegungs- und Entsorgungsfonds haben in der Vergangenheit durchschnittlich eine Realrendite von 2 % erreicht.

Ende 2018 hat das UVEK die Vernehmlassung zur Teilrevision der SEFV gestartet. Der Vernehmlassungsentwurf sieht vor, den bisher für die Beitragsfestsetzung angewendeten pauschalen Sicherheitszuschlag von 30 % zu streichen sowie die Teuerung von 1.5 % auf 0.5 % und die Anlagerendite von 3.5 % auf 2.1 % zu senken. Dies würde zu einer Senkung der Realrendite von bisher 2 % auf 1.6 % führen. Die Vernehmlassung endet Ende März 2019. Der Entscheid des UVEK wird im weiteren Verlauf des Jahres 2019 erwartet. Die BKW wird die Anwendung der geänderten Parameter für die Berechnung der nuklearen Rückstellungen prüfen.

Änderungen in den Kostenberechnungen sowie von gesetzlichen Vorgaben für die nukleare ­Entsorgung können sich wesentlich auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns auswirken. Bei der Ermittlung der Rückstellungshöhe für die Stilllegung (erwartete Kosten bis 2034) und nukleare Entsorgung (erwartete Kosten bis 2126) sind insbesondere auch die Parameter für ­Teuerung und Diskontierungssatz relevant. Die Rückstellungen per 31. Dezember 2018 würden sich bei unten dargestellter Zu- und Abnahme der Annahmen wie folgt verändern (+ Zunahme der Rückstellungen/– Abnahme der Rückstellungen):

Mio. CHF

Teuerung + 0.5 %

Teuerung – 0.5 %

Diskontierungssatz + 0.5 %

Diskontierungsssatz – 0.5 %

Stilllegung

36.3

– 34.7

– 25.8

27.0

Entsorgung

111.7

– 89.5

– 81.0

101.3

Total

148.0

– 124.2

– 106.8

128.3

Auswirkungen auf die Beitragszahlungen

Die VK STENFO legt basierend auf den vom UVEK verfügten Stilllegungs- und Entsorgungskosten und unter Anwendung der SEFV die Beträge an den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds fest. Die Beitragszahlungen sind ergebnisneutral. Da die staatlichen Fonds vom Bund verwaltet werden, hat die BKW jedoch keinen Zugriff auf die verwalteten Vermögenswerte.

Im November 2018 verfügte die VK STENFO die revidierten provisorischen Beiträge für die Periode von 2017 bis 2021. Dies führte für die BKW im Vergleich zum Vorjahr zu jährlich 12.1 Mio. CHF höheren Beiträgen für den Stilllegungsfonds und 1.1 Mio. CHF höheren Beiträgen für den Entsorgungsfonds.

Würde der Bundesrat die Anpassung der Annahmen für die Teuerung und die Anlagerendite gemäss Teilrevision der SEFV genehmigen, würden die jährlichen Beiträge der BKW an den Still­legungsfonds um 1.3 Mio. CHF und an den Entsorgungsfonds um 27.2 Mio. CHF steigen.

6.3 Rückstellungen für belastende Energiebeschaffungsverträge

Die Berechnungen der Rückstellungen für belastende Energiebeschaffungsverträge erfolgen nach der Discounted-Cashflow-Methode. Die Bemessung der Rückstellung hängt wesentlich von der Einschätzung der zukünftigen Energiepreise, von der Einschätzung der Produktionskosten der Kraftwerke und von den angenommenen Diskontierungszinssätzen ab. Zudem erfolgen die Berechnungen meistens über einen sehr langen Zeitraum, in der Regel über die Konzessions- oder Nutzungsdauer der Kraftwerke. Diese Einschätzungen und Annahmen sind unsicher und können wesentlich von den zukünftig tatsächlich eintretenden Ergebnissen abweichen.

6.4 Personalvorsorge

Die Berechnung der Vorsorgeverpflichtungen der leistungsorientierten Pläne basiert auf versicherungsmathematischen Annahmen, die von der Realität abweichen und damit Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage haben können. Die in der Berechnung verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen und eine entsprechende Sensitivitätsanalyse sind unter der Anmerkung 28 offengelegt.

6.5 ElCom-Verfahren

Die durch die BKW an ihre Kunden verrechenbaren Tarife für die Netznutzung und die Energie werden zum Teil von der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) überprüft. Derzeit sind in mehreren Verfahren Entscheide vor unterschiedlichen Instanzen hängig. Gegenstand der Verfahren ist insbesondere die Festsetzung der anrechenbaren Kapital- und Betriebskosten. Es ist möglich, dass letztinstanzliche Entscheide Auswirkungen auf die zukünftige Ertragslage der BKW haben.

7 Unternehmenszusammenschlüsse

Unternehmenszusammenschlüsse 2018

Mio. CHF

Total

Flüssige Mittel

15.5

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

21.8

Sonstiges Umlaufvermögen

26.7

Finanzanlagen

2.5

Sachanlagen

6.6

Immaterielle Vermögenswerte

30.5

Kurzfristige Verbindlichkeiten

– 27.8

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

– 0.4

Langfristige Rückstellungen

– 3.0

Latente Steuerverbindlichkeiten

– 8.0

Personalvorsorgeverpflichtungen

– 6.6

Beizulegender Zeitwert der erworbenen Nettoaktiven

57.8

Nicht beherrschende Anteile

– 0.2

Goodwill

113.7

Kaufpreis

171.3

Erworbene Flüssige Mittel

– 15.5

Aufgeschobene bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten

– 35.2

Aufgeschobene unbedingte Kaufpreisverbindlichkeiten

– 12.6

Geldabfluss

108.0

Bei den dargestellten Transaktionen handelt es sich, sofern nicht anders beschrieben, um ­provisorische Werte, da die Kaufpreisallokationen noch nicht vollständig abgeschlossen sind.

Im Berichtsjahr hat die BKW diverse Unternehmenserwerbe getätigt und diese dem Segment Dienstleistungen zugeordnet.

Die BKW hat im Bereich Infrastruktur-Engineering in Deutschland jeweils 90 % der Anteile an der Michael Thillmann GmbH und der KHP Architekten Planungsgesellschaft mbH sowie jeweils 100 % der Anteile an den Gesellschaften Kulla, Herr + Partner GbR, WALD + CORBE GmbH & Co. KG, WALD + CORBE Consulting GmbH und WALD + CORBE Infrastrukturplanung GmbH, Climaplan GmbH, Igr AG, emutec GmbH und emutec energy link GmbH, IHB GmbH Ingenieurdienstleistungen, ­Inge­nieurbüro Prof. Dr. Ing. Vogt Planungsgesellschaft mbH, die schweizerische IWM AG sowie die österreichische IKK Group GmbH erworben. Weiter wurde die Podufal-Wiehofsky Architektin und beratender Ingenieur PartmbB übernommen.

Im Bereich Gebäudetechnik wurden in der Schweiz die Elektroinstallationsunternehmen Michel Rime AG, Elektro Winter AG, Werner Electro AG, die MORA Holding AG mit deren 100 %iger ­Tochtergesellschaft Elektro Naegelin AG sowie die E3 HLK AG und die Kurz Heizungen AG akquiriert.

Die deutsche TSS Technischer Strahlenschutz e. K. wurde erworben und in die DfN Dienstleistungen für Nukleartechnik GmbH integriert.

Aus den Transaktionen resultierte insgesamt ein Goodwill von 113.7 Mio. CHF. Die wesentlichen Gründe für den Goodwill sind die künftig erwarteten Synergien sowie die Übernahme qualifizierter Mitarbeitenden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine wesentlichen Wertberichtigungen.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Unternehmen bestanden per Akquisitionszeitpunkt bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 35.2 Mio. CHF, welche in Abhängigkeit von der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen fällig werden, sowie unbedingte ­Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von 12.6 Mio. CHF. Es fielen Transaktionskosten in Höhe von 1.7 Mio. CHF an.

Wäre der Erwerb der Unternehmen bereits per 1. Januar 2018 erfolgt, so wären die Gesamtleistung im Berichtsjahr um 83.3 Mio. CHF und der Reingewinn um 8.3 Mio. CHF höher gewesen.

Zwischen dem Zeitpunkt der Vollkonsolidierung der einzelnen Unternehmen und dem 31. Dezember 2018 erzielten die erworbenen Unternehmen eine Gesamtleistung von kumulativ 76.3 Mio. CHF und insgesamt einen Reingewinn von 9.7 Mio. CHF.

Für Akquisitionen der Vorjahre wurden 6.4 Mio. CHF für bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten und 7.4 Mio. CHF für unbedingte Kaufpreisverbindlichkeiten geleistet.

Unternehmenszusammenschlüsse 2017

Mio. CHF

Assmann Beraten + Planen

Hinni Gruppe

Diverse

Total

Flüssige Mittel

4.9

1.6

20.7

27.2

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

3.7

3.1

15.5

22.3

Sonstiges Umlaufvermögen

64.5

7.5

16.5

88.5

Finanzanlagen

0.2

1.1

1.3

Sachanlagen

1.6

1.0

11.3

13.9

Immaterielle Vermögenswerte

4.3

6.0

25.8

36.1

Latente Steuerguthaben

1.7

0.2

1.9

Kurzfristige Verbindlichkeiten

– 70.6

– 4.1

– 27.7

– 102.4

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

– 0.1

– 0.1

– 0.7

– 0.9

Langfristige Rückstellungen

0.0

– 1.1

– 1.1

– 2.2

Latente Steuerverbindlichkeiten

– 2.7

– 0.5

– 6.7

– 9.9

Personalvorsorgeverpflichtungen

0.0

– 6.7

– 8.4

– 15.1

Beizulegender Zeitwert der erworbenen Nettoaktiven

7.5

6.7

46.5

60.7

Nicht beherrschende Anteile

– 0.3

– 1.1

– 1.4

Beizulegender Zeitwert der bereits gehaltenen Anteile

– 0.8

– 0.8

Goodwill

31.3

16.6

65.7

113.6

Kaufpreis

38.5

23.3

110.3

172.1

Erworbene Flüssige Mittel

– 4.9

– 1.6

– 20.7

– 27.2

Aufgeschobene bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten

– 4.9

– 4.0

– 18.3

– 27.2

Aufgeschobene unbedingte Kaufpreisverbindlichkeiten

– 12.1

– 12.1

Geldabfluss

28.7

17.7

59.2

105.6

Im Jahr 2017 hat die BKW verschiedene Unternehmen erworben. Bei allen dargestellten Trans­aktionen handelte es sich im Vorjahr um provisorische Werte, da die Kaufpreisallokationen noch nicht vollständig abgeschlossen waren. Die Kaufpreisallokationen sind inzwischen definitiv und führten nur bei einem kleineren Unternehmenszusammenschluss zu geringfügig abweichenden Werten.

Assmann Beraten + Planen

Die BKW hat am 1. März 2017 einen Mehrheitsanteil von 95.6 % an der Assmann Beraten + Planen AG (Assmann) erworben. Das Engineering-Unternehmen mit Sitz in Berlin (D) gehört zu den grossen Generalplanern und Projektsteuerern Deutschlands. Das Unternehmen wird dem Segment Dienstleistungen zugeordnet.

Per Akquisitionsdatum bestanden bedingte Kaufpreiszahlungen im Betrag von 4.9 Mio. CHF. Diese Kaufpreiszahlungen sind abhängig von der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung der nächsten Jahre. Wesentlicher Grund für den Goodwill sind die erwarteten Synergien und die Übernahme von qualifizierten Mitarbeitenden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine wesentlichen Wertberichtigungen. Es fielen Transaktionskosten im Umfang von 0.3 Mio. CHF an.

Wäre der Unternehmenserwerb zu Beginn des Berichtsjahres erfolgt, so wäre die Gesamtleistung 2017 um 7.8 Mio. CHF höher und der Reingewinn um 5.5 Mio. CHF tiefer gewesen. Zwischen dem Zeitpunkt der Vollkonsolidierung und dem 31. Dezember 2017 erzielte das Unternehmen eine Gesamtleistung von 52.3 Mio. CHF und einen Reingewinn von 4.5 Mio. CHF.

Hinni Gruppe

Die BKW hat Ende März 2017 100 % der Anteile an der Hinni AG und damit 100 % der Anteile an der italienischen Traital SRL sowie 70 % an der Benco Service GmbH Schweiz erworben. Das Unternehmen ist ein schweizweit führender Dienstleister und System- und Produktehersteller im Bereich Siedlungswasser. Das Unternehmen wird dem Segment Dienstleistungen zugeordnet.

Per Akquisitionsdatum bestanden bedingte Kaufpreiszahlungen im Betrag von 4.0 Mio. CHF. Diese Kaufpreiszahlungen hängen von der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung der nächsten Jahre ab. Wesentlicher Grund für den Goodwill sind die erwarteten Synergien sowie die Übernahme von qualifizierten Mitarbeitenden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine wesentlichen Wertberichtigungen. Es fielen keine wesentlichen Transaktionskosten an.

Wäre der Unternehmenserwerb per 1. Januar 2017 erfolgt, so wären die Gesamtleistung 2017 um 5.7 Mio. CHF höher und der Reingewinn um 0.9 Mio. CHF tiefer ausgefallen. Zwischen dem ­Zeitpunkt der Vollkonsolidierung und dem 31. Dezember 2017 erzielte das Unternehmen eine Gesamtleistung von 23.1 Mio. CHF und einen Reingewinn von 2.3 Mio. CHF.

Diverse

Im Geschäftsjahr 2017 hat die BKW diverse weitere Unternehmenserwerbe getätigt. Für diese Gesellschaften werden aufgrund ihrer individuellen Grösse summierte Zahlen ausgewiesen. Die BKW hat je 100 % der Anteile an der AEP Planung + Beratung GmbH (A), der QSB Gruppe (D), der Grunder Gruppe, der Darnuzer Ingenieure AG, der Jermann Ingenieure und Geometer AG, der BPU Ingenieurunternehmung AG und der LAMI ING EUR SRL sowie 90 % der Anteile der Wintecs GmbH erworben. Diese Unternehmen sind im Bereich des Infrastruktur-Engineerings tätig. Die BKW hat zudem weitere 30 % an der Hertli & Bertschy AG erworben und hält damit neu eine Mehrheits­beteiligung von 70 % an dieser Gesellschaft. In diesem Zusammenhang wurden ebenfalls 100 % der Anteile an der Winkelmann Elektro AG übernommen. Beide Unternehmen sind im Bereich der Elektroinstallationen tätig. Zudem wurden 100 % der Anteile an der Raboud Energie SA, der CM Engineering GmbH, der ASK Holding AG, der enerpeak ag, der Ceed AG, der Electricité G. ­Bugnard SA und der A1 Elektro AG, welche im Bereich der Gebäudetechnik tätig sind, erworben. In Deutschland wurde eine Mehrheitsbeteiligung von 85 % an der Giesen-Gillhoff-Loomans GbR erworben. Das Planungsbüro ist in der technischen Gebäudeausrüstung tätig. Eine Mehrheits­beteiligung von 80 % wurde an der Propertunities Immobilien Consulting GmbH übernommen. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf (D) bietet insbesondere Leistungen im Projektmanagement an. Sämtliche übernommenen Gesellschaften werden dem Segment Dienstleistungen zugeordnet.

Bei der Jermann Ingenieure und Geometer AG kam es zu einer geringfügigen Anpassung des Kaufpreises. Dieser ist damit definitiv.

Im Geschäftsbereich Energie wurden jeweils 100 % der Anteile der DfN Dienstleistungen für ­Nukleartechnik GmbH, Marker Vindpark AS und der Hydronext SAS erworben.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Unternehmen bestanden per Akquisitionszeitpunkt bedingte Kaufpreiszahlungen von insgesamt 18.3 Mio. CHF, welche in Abhängigkeit von der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen fällig werden.

Aus den Transaktionen resultierte insgesamt ein Goodwill von 65.7 Mio. CHF. Die wesentlichen Gründe für den Goodwill sind die künftig erwarteten Synergien sowie die Übernahme von qualifizierten Mitarbeitenden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten keine wesentlichen Wertberichtigungen. Es fielen Transaktionskosten in Höhe von 0.5 Mio. CHF an.

Wäre der Erwerb der Unternehmen bereits per 1. Januar 2017 erfolgt, so wären die Gesamtleistung im Berichtsjahr um 31.6 Mio. CHF und der Reingewinn um 3.8 Mio. CHF höher gewesen.

Zwischen dem Zeitpunkt der Vollkonsolidierung der einzelnen Unternehmen und dem 31. Dezember 2017 erzielten die erworbenen Unternehmen eine Gesamtleistung von kumulativ 52.0 Mio. CHF und insgesamt einen Reingewinn von 3.2 Mio. CHF.

8 Nicht fortgeführte Aktivitäten

Die BKW fokussiert ihre Aktivitäten in Italien auf die Energieproduktion. Vor diesem Hintergrund hatte die BKW im September 2017 Verträge zum Verkauf des Vertriebsgeschäfts in Italien ­inklusive deren Lieferverträgen und des nicht bilanzierten Kundenstamms mit E.ON und Illumia unterzeichnet. Die notwendige Zustimmung der italienischen Kartellbehörte erfolgte im Oktober und November 2017. E.ON übernahm das Grosskundengeschäft. Die KMU- und Wiederverkäufer-Sparten wurden von Illumia übernommen.

Die Vertriebsaktivitäten wurden als «Aufgegebener Geschäftsbereich» klassifiziert. Sie waren vorher Teil der Segmente Energie und Netze.

Das Ergebnis des Vertriebsgeschäfts in Italien setzte sich 2017 wie folgt zusammen:

Energie

Netze

Total

Mio. CHF

2017

2017

2017

Gesamtleistung

130.8

214.6

345.4

Betriebsaufwand

– 134.4

– 214.6

– 349.0

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen

– 3.6

0.0

– 3.6

Abschreibungen und Wertminderungen

– 0.2

0.0

– 0.2

Betriebsergebnis

– 3.8

0.0

– 3.8

Finanzergebnis

– 0.3

0.0

– 0.3

Ergebnis vor Ertragssteuern

– 4.1

0.0

– 4.1

Ertragssteuern

0.0

0.0

0.0

Reinverlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten

– 4.1

0.0

– 4.1

Aus den nicht fortgeführten Aktivitäten resultierten 2017 keine wesentlichen Geldflüsse. Einem Geldabfluss aus Investitionstätigkeit von 0.8 Mio. CHF stand ein Geldzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von ebenfalls 0.8 Mio. CHF gegenüber.

9 Segmentberichterstattung

Die Definition von Segmenten und Segmentergebnissen erfolgt auf der Grundlage der unterneh- merischen Führung. Entsprechend der Strategie erfolgt die Berichterstattung der BKW nach den Geschäftsfeldern Energie, Netze und Dienstleistungen.

Die BKW verfügt über folgende drei berichtspflichtige Geschäftssegmente:

Die Spalte «Übriges» enthält Bereiche, die im Konzern zentral gesteuert werden; dies sind vor allem die Konzernfinanzierung, Immobilien, Finanzanlagen sowie die Steuern. Kosten, welche im Zusammenhang mit dem Aufbau der Geschäftsfelder anfallen (Akquisitions- / Integrationskosten, Technologieentwicklungskosten usw.), werden zum Teil zentral getragen.

Die Ermittlung der Segmentzahlen erfolgt nach den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, wie sie für die Darstellung der auf Gruppenstufe konsolidierten Zahlen angewendet werden. Die Preise konzerninterner Transaktionen richten sich nach dem Marktpreis zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses.

Informationen nach Geschäftssegmenten

2018 Mio. CHF

Energie

Netze

Dienst- leistungen

Übriges

Konsoli- dierung

Total

Aussenumsatz

1 296.1

536.4

788.4

19.9

34.4

2 675.2

Nettoumsatz

1 266.5

495.6

762.1

1.3

0.0

2 525.5

Aktivierte Eigenleistungen

3.4

34.4

0.1

2.5

34.4

74.8

Sonstige betriebliche Erträge

26.2

6.4

26.2

16.1

0.0

74.9

Innenumsatz

29.6

19.0

92.4

127.6

– 268.6

0.0

Nettoumsatz

16.3

1.0

90.1

0.0

– 107.4

0.0

Sonstige betriebliche Erträge

13.3

18.0

2.3

127.6

– 161.2

0.0

Gesamtleistung

1 325.7

555.4

880.8

147.5

– 234.2

2 675.2

Betriebsaufwand

– 1 109.7

– 302.1

– 797.2

– 98.0 1

228.1

– 2 078.9

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen

216.0

253.3

83.6

49.5

– 6.1

596.3

Abschreibungen und Wertminderungen

– 82.7

– 85.1

– 25.6

– 17.5

2.8

– 208.1

Ergebnis aus Assoziierten

8.4

21.4

0.0

– 1.5

0.0

28.3

Betriebsergebnis

141.7

189.6

58.0

30.5

– 3.3

416.5

Finanzergebnis

– 167.6

Ergebnis vor Ertragssteuern

248.9

1 Der Betriebsaufwand wurde positiv beeinflusst durch den Sondereffekt von 52.4 Mio. CHF aus dem Primatwechsel der Pensionskasse BKW.

2017 Mio. CHF

Energie

Netze (angepasst)

Dienst- leistungen

Übriges

Konsoli- dierung

Total (angepasst)

Aussenumsatz

1 236.5

571.4

657.8

15.2

21.8

2 502.7

Nettoumsatz

1 205.8

510.9

625.5

– 1.1

0.6

2 341.7

Aktivierte Eigenleistungen

5.0

41.3

0.6

2.6

21.5

71.0

Sonstige betriebliche Erträge

25.7

19.2

31.7

13.7

– 0.3

90.0

Innenumsatz

25.6

20.1

78.6

120.9

– 245.2

0.0

Nettoumsatz

12.7

0.9

73.7

0.0

– 87.3

0.0

Sonstige betriebliche Erträge

12.9

19.2

4.9

120.9

– 157.9

0.0

Gesamtleistung

1 262.1

591.5

736.4

136.1

– 223.4

2 502.7

Betriebsaufwand

– 1 050.2

– 317.4

– 669.9

– 155.2

218.9

– 1 973.8

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen

211.9

274.1

66.5

– 19.1

– 4.5

528.9

Abschreibungen und Wertminderungen

– 80.4

– 85.4

– 20.6

– 14.6

2.3

– 198.7

Ergebnis aus Assoziierten

26.2

22.7

0.1

– 0.2

0.0

48.8

Betriebsergebnis

157.7

211.4

46.0

– 33.9

– 2.2

379.0

Finanzergebnis

– 9.9

Ergebnis vor Ertragssteuern

369.1

Der Nettoumsatz je Geschäftssegment verteilt sich folgendermassen auf das In- und Ausland:

Schweiz (angepasst)

Ausland

Schweiz

Ausland

Mio. CHF

2017

2017

2018

2018

Energie

607.3

598.5

719.5

547.0

Netze

510.9

0.0

495.6

0.0

Dienstleistungen

497.3

128.2

561.6

200.5

Übriges

– 0.5

0.0

1.3

0.0

Total Nettoumsatz

1 615.0

726.7

1 778.0

747.5

Vom Nettoumsatz entfallen 2479.1 Mio. CHF oder 98 % (Vorjahr: 2282.1 Mio. CHF oder 97 %) auf Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gemäss IFRS 15. Im Geschäftssegment Energie fallen gewisse Transaktionen unter die Bestimmungen von IFRS 9.

Informationen nach Ländern

Der Nettoumsatz mit externen Kunden nach Ländern ist nach Lieferort des jeweiligen Produkts gegliedert. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen an Assoziierten in den jeweiligen Ländern.

Schweiz (angepasst)

Deutschland

Italien

Frankreich

Übriges Ausland

Total (angepasst)

Mio. CHF

2017

2018

2017

2018

2017

2018

2017

2018

2017

2018

2017

2018

Nettoumsatz

1 615.0

1 778.0

425.1

557.4

118.6

32.2

129.6

86.7

53.4

71.2

2 341.7

2 525.5

Langfristige Vermögenswerte

3 675.3

3 791.6

763.2

807.9

622.8

562.1

146.9

138.3

73.3

164.0

5 281.5

5 463.9

Informationen über wesentliche Kunden

Es bestehen keine Transaktionen mit einzelnen externen Kunden, deren Erträge sich auf 10 % oder mehr des Nettoumsatzes belaufen.

10 Energiebeschaffung / -transporte 

Mio. CHF

2017 (angepasst)

2018

Energiebeschaffungskosten von Dritten und Assoziierten

788.3

913.5

Rückstellung für belastende Energiebeschaffungsverträge

Verwendung

– 43.9

– 39.6

Bildung

31.2

0.0

Auflösung

– 15.2

– 42.3

Total Energiebeschaffungsaufwand

760.4

831.7

Aufwand Energietransporte

114.9

106.9

Total

875.3

938.6

Im Aufwand für Energietransporte werden die Aufwendungen für die Systemdiensteistungen und die Gemeindeabgaben ausgewiesen, im Energiebeschaffungsaufwand diejenigen der Wasserzinsen.

11 Personalaufwand

Mio. CHF

2017

2018

Löhne und Gehälter

487.8

533.9

Sozialleistungen und übriger Personalaufwand 1

119.0

55.4

Total

606.8

589.3

1 Im Jahr 2018 Effekt in Höhe von 52.4 Mio. CHF aus der Umwandlung des bestehenden Leistungsprimats der Pensionskasse BKW in ein Beitragsprimat nach schweizerischem Recht über die berufliche Vorsorge (BVG) per 1. Januar 2019.

12 Sonstiger Betriebsaufwand

Mio. CHF

2017

2018

Gebühren, Abgaben und übrige Steuern

17.4

19.8

Mieten, Benützungsentschädigungen und Leasing

31.0

36.9

Sonstiger Betriebsaufwand

138.2

147.2

Total

186.6

203.9

13 Abschreibungen und Wertminderungen

Mio. CHF

2017

2018

Abschreibungen

Sachanlagen

167.3

172.6

Immaterielle Vermögenswerte

25.7

34.5

Wertminderungen

Sachanlagen

16.8

15.1

Immaterielle Vermögenswerte

0.0

0.7

Auflösung von Wertminderungen

Sachanlagen

– 11.1

– 14.8

Total

198.7

208.1

Die Wertminderungen im Berichtsjahr betreffen Wind- und Wasserkraftanlagen des Geschäftsfelds Energie. Gleichzeitig konnten bestehende Wertminderungen auf Wasserkraft- und Wärmeanlagen aufgelöst werden. Die im Vorjahr erfassten Wertminderungen betrafen Wind- und ­Wasserkraftanlagen des Geschäftsfelds Energie, gleichzeitig konnten bestehende Wertminderungen auf Windkraftanlagen aufgelöst werden.

14 Finanzergebnis

Mio. CHF

2017

2018

Zinsertrag

9.9

7.7

Dividendenertrag

0.2

0.1

Wertänderung auf staatlichen Fonds

97.7

0.0

Gewinn aus Veräusserung von Finanzanlagen

1.7

0.0

Auflösung von Wertminderungen auf Finanzanlagen

6.0

0.0

Übriger Finanzertrag

3.7

2.6

Finanzertrag

119.2

10.4

Zinsaufwand

– 49.8

– 48.1

Aktivierte Fremdkapitalkosten

1.3

0.0

Aufzinsung Rückstellungen

– 62.8

– 63.3

Wertänderung auf staatlichen Fonds

0.0

– 57.1

Verlust aus Veräusserung von Finanzanlagen

– 1.8

– 1.0

Wertänderung auf erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 1

– 1.9

– 0.6

Wertminderungen von Finanzanlagen

– 10.8

0.0

Währungsumrechnung

– 0.7

– 3.0

Übriger Finanzaufwand

– 2.6

– 4.9

Finanzaufwand

– 129.1

– 178.0

Finanzergebnis

– 9.9

– 167.6

1 Neue Bezeichnung gemäss IFRS 9. Bisher als «Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente» bezeichnet.

15 Ertragssteuern

Mio. CHF

2017

2018

Laufende Ertragssteuern

68.3

43.2

Latente Steuern

26.1

2.7

Total

94.4

45.9

Überleitung zu den ausgewiesenen Ertragssteuern

Mio. CHF

2017

2018

Ergebnis vor Ertragssteuern

369.1

248.9

Steueraufwand beim erwarteten Steuersatz von 25.3 % (Vorjahr: 21.1 %)

77.9

63.0

Auswirkung von Steuersatzänderungen

– 3.7

0.0

Beteiligungsabzug und nicht zu versteuernde Erträge

– 17.5

– 17.2

Nutzung/Aktivierung bisher nicht aktivierter steuerlicher Verluste

– 5.6

– 3.0

Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen

11.8

7.4

Nicht- oder Teilaktivierung von steuerlichen Verlusten

0.6

2.9

Steuern für frühere Geschäftsjahre

13.6

– 3.8

Beteiligungszuschreibung/-abschreibung

16.9

– 5.1

Übrige Posten

0.4

1.7

Total Ertragssteuern

94.4

45.9

Effektiver Steuersatz

25.6 %

18.4 %

Der erwartete Steuersatz wird als gewichteter Durchschnitt (basierend auf dem Ergebnis vor Steuern einer jeden Konzerngesellschaft und dem lokal anwendbaren Steuersatz) jährlich neu berechnet. Die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr ist auf die Akquisition neuer ausländischer Tochtergesellschaften mit höheren Steuersätzen zurückzuführen.

Veränderung der latenten Steuerguthaben / -verbindlichkeiten

Mio. CHF

2017

2018

Nettoverbindlichkeit latente Steuern am 01.01.

– 357.4

– 413.3

Veränderung im Konsolidierungskreis

– 8.0

– 7.9

Bildung/Auflösung über die Erfolgsrechnung

– 26.1

– 2.7

Wertänderung Cashflow und Net Investment Hedges im Sonstigen Ergebnis

– 0.2

0.0

Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

– 22.5

5.0

Transaktionen mit eigenen Aktien

8.4

2.7

Währungsumrechnung

– 7.5

3.8

Nettoverbindlichkeit latente Steuern am 31.12.

– 413.3

– 412.4

Latente Steuerguthaben / -verbindlichkeiten nach Ursprung der temporären Differenz

31.12.2017

31.12.2018

Mio. CHF

Guthaben

Verbindlich- keiten

Guthaben

Verbindlich- keiten

Umlaufvermögen

2.8

– 23.3

2.2

– 13.9

Finanzanlagen und Beteiligungen

6.0

– 58.5

0.7

– 50.4

Sachanlagen

17.2

– 281.9

16.5

– 266.5

Immaterielle Vermögenswerte

0.6

– 27.2

0.4

– 37.5

Kurzfristige Verbindlichkeiten

9.4

– 1.9

3.7

– 2.6

Rückstellungen

4.7

– 126.4

1.3

– 120.6

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

62.0

– 7.1

55.1

– 6.5

Aktivierte Verlustvorträge

10.3

0.0

5.7

0.0

Guthaben/Verbindlichkeiten latente Steuern brutto

113.0

– 526.3

85.6

– 498.0

Verrechnung von Aktiven und Passiven

– 72.0

72.0

– 53.6

53.6

Guthaben/Verbindlichkeiten latente Steuern gemäss Bilanz

41.0

– 454.3

32.0

– 444.4

Die Veränderung der temporären Differenzen führte zu einem erfolgswirksamen latenten Steuer­ertrag von 0.7 Mio. CHF (Vorjahr: Steueraufwand von 32.3 Mio. CHF).

Zum 31. Dezember 2018 waren, wie im Vorjahr, keine latenten Steuerschulden auf temporären Differenzen von Assoziierten bilanziert. Auf Beteiligungen an Konzerngesellschaften, gemeinschaftlichen Vereinbarungen sowie bei Partnerwerken, bei welchen die Gewinnausschüttung vertraglich geregelt ist, werden keine latenten Steuern erfasst, da die BKW die Umkehr der tempo­rären Differenz kontrollieren kann und eine solche in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist. Die temporären Differenzen, für welche in diesem Zusammenhang keine latenten Steuerschulden bilanziert werden, belaufen sich auf insgesamt 709.7 Mio. CHF (Vorjahr 640.9 Mio. CHF).

Steuerliche Verlustvorträge

Per 31. Dezember 2018 bestanden steuerliche Verlustvorträge in der Höhe von 16.6 Mio. CHF (Vorjahr: 10.5 Mio. CHF), für welche keine latenten Steuern aktiviert wurden. Eine Aktivierung wurde nicht vorgenommen, da die Verrechnung mit zukünftigen steuerbaren Gewinnen innerhalb der steuerlich zulässigen Frist als nicht wahrscheinlich erachtet wird. Der auf die Verlustvorträge anwendbare Steuersatz würde durchschnittlich 21.1 % (Vorjahr: 21.7 %) betragen.

Diese Verlustvorträge verfallen in den folgenden Perioden:

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Verfall innerhalb von 1 Jahr

0.0

0.0

Verfall innerhalb von 2 bis 5 Jahren

3.1

2.6

Verfall nach 5 oder mehr Jahren

4.3

9.1

Unbegrenzt gültig

3.1

4.9

Total

10.5

16.6

16 Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie wird auf Basis des gewichteten durchschnittlichen Aktienbestandes ermittelt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie umfasst den Verwässerungseffekt durch die bis Juni 2018 noch ausstehende Wandelanleihe (siehe Anmerkung 26). Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses pro Aktie wird unterstellt, dass alle am Stichtag noch ausste­henden Wandlungsrechte schon zum Jahresanfang ausgeübt worden wären. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn wird steuerbereinigt um den entsprechenden Zinsaufwand für die Wandelanleihe angepasst.

Ergebnis pro Aktie

2017

2018

Anteil der BKW Aktionäre am Ergebnis in Mio. CHF

251.3

186.4

Anzahl ausgegebene Aktien (gewichteter Durchschnitt)

52 800 000

52 800 000

./. Anzahl Aktien im Eigenbesitz (gewichteter Durchschnitt)

– 1 685 064

– 379 568

Anzahl Aktien im Umlauf (gewichteter Durchschnitt)

51 114 936

52 420 432

Ergebnis pro Aktie in CHF

4.92

3.56

Ergebnis pro Aktie in CHF aus fortgeführten Aktivitäten

5.00

3.56

Ergebnis pro Aktie in CHF aus nicht fortgeführten Aktivitäten

– 0.08

Verwässertes Ergebnis pro Aktie

2017

2018

Anteil der BKW Aktionäre am Ergebnis in Mio. CHF

251.3

186.4

Steuerbereinigter Zinsaufwand auf Wandelanleihen

0.4

0.1

Anteil der BKW Aktionäre am Ergebnis, bereinigt um den Verwässerungseffekt

251.7

186.5

Anzahl Aktien im Umlauf (gewichteter Durchschnitt)

51 114 936

52 420 432

Anpassung um theoretische Wandlung der Wandelanleihen

1 617 442

338 382

Anzahl der Aktien im Umlauf, bereinigt um den Verwässerungseffekt

52 732 378

52 758 814

Verwässertes Ergebnis je Aktie in CHF

4.77

3.53

Verwässertes Ergebnis je Aktie in CHF aus fortgeführten Aktivitäten

4.85

3.53

Verwässertes Ergebnis je Aktie in CHF aus nicht fortgeführten Aktivitäten

– 0.08

Dividende pro Aktie

Die Dividende von 1.80 CHF pro Aktie für das Geschäftsjahr 2018 (Vorjahr: 1.80 CHF) entspricht dem Vorschlag des Verwaltungsrats zuhanden der Generalversammlung und muss von dieser genehmigt werden. Bezogen auf die sich am Bilanzstichtag in Umlauf befindenden Aktien beträgt der Dividendenvorschlag 94.9 Mio. CHF.

17 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen

Mio. CHF

31.12.2017 1 (angepasst)

31.12.2018

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

637.0

595.5

Sonstige finanzielle Forderungen

90.5

70.0

Sonstige Forderungen

93.0

54.6

Total

820.5

720.1

1 Aufgrund der Bestimmungen von IFRS 15 werden neu «Aufträge in Arbeit» (Vertragsvermögenswerte) als separate Position in der Bilanz dargestellt. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Bisher waren die Aufträge in Arbeit in der Position «Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen» enthalten.

Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

31.12.2017

31.12.2018

Mio. CHF

Brutto­buchwert

Wertbe- richtigung

Netto- buchwert

Brutto­buchwert

Wertbe- richtigung

Netto- buchwert

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

653.2

– 16.2

637.0

612.8

– 17.3

595.5

davon:

nicht überfällig

543.2

– 3.7

539.5

507.2

– 0.6

506.6

überfällig seit 1 bis 30 Tagen

68.0

– 3.8

64.2

51.0

– 0.8

50.2

überfällig seit 31 bis 360 Tagen

33.9

– 3.0

30.9

27.5

– 3.3

24.2

überfällig seit über 360 Tagen

8.1

– 5.7

2.4

27.1

– 12.6

14.5

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grösstenteils zwischen 30 und 60 Tagen zur Zahlung fällig. Die durchgeführten Unternehmenszusammenschlüsse führten zu einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 21.8 Mio. CHF.

Die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, in den übrigen finanziellen Forderungen sowie in den Darlehen enthaltenen Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

Mio. CHF

Forderungen aus Liefe­rungen und ­Leistungen

Sonstige finanzielle Forderungen

Darlehen

Wertberichtigungen per 31.12.2016

9.0

2.0

22.3

Nettobildung/-auflösung

9.8

0.9

– 6.0

Ausbuchung nicht einbringlicher Forderungen

– 2.6

– 8.1

Wertberichtigungen per 31.12.2017

16.2

2.9

8.2

Erstanwendung von IFRS 9

0.4

0.3

0.2

Nettobildung/-auflösung

2.5

– 0.5

Ausbuchung nicht einbringlicher Forderungen

– 1.8

Wertberichtigungen per 31.12.2018

17.3

2.7

8.4

Für andere finanzielle Vermögenswerte liegen keine wesentlichen Wertberichtigungen vor. Die weiteren Bilanzpositionen beinhalten keine wesentlichen überfälligen, aber nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte.

18 Aufträge in Arbeit und erhaltene Anzahlungen auf Aufträgen in Arbeit

Aufgrund der Bestimmungen von IFRS 15 werden neu «Aufträge in Arbeit» (Vertragsvermögenswerte) und «Erhaltene Anzahlungen auf Aufträgen in Arbeit» (Vertragsverbindlichkeiten) als separate Positionen in der Bilanz dargestellt. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Bisher waren die Aufträge in Arbeit in der Position «Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen» und die erhaltenen Anzahlungen auf Aufträgen in Arbeit in der Position «Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten» enthalten.

31.12.2017

31.12.2018

Mio. CHF

Aufträge in Arbeit

Erhaltene Anzahlungen auf Aufträgen in Arbeit

Aufträge in Arbeit

Erhaltene Anzahlungen auf Aufträgen in Arbeit

Erbrachte Leistungen (aufgelaufene Kosten und Gewinne)

301.1

164.5

421.1

260.3

Erhaltene Teilzahlungen/Anzahlungen

– 233.1

– 213.5

– 327.8

– 301.8

Überhang Fertigungsaufträge/Anzahlungsüberschuss

68.0

– 49.0

93.3

– 41.5

Mio. CHF

2017

2018

Erhaltene Teilzahlungen/Anzahlungen auf Aufträgen in Arbeit per 01.01.

273.4

446.6

Im Saldo der erhaltenen Teilzahlungen/Anzahlungen erfasste Erträge im Berichtsjahr

– 177.7

– 290.3

Im Berichtsjahr erhaltene Zahlungen für Aufträge in Arbeit

350.9

473.3

Erhaltene Anzahlungen auf Aufträgen in Arbeit per 31.12.

446.6

629.6

In den Aufträgen in Arbeit ist per 31. Dezember 2018 eine Wertberichtigung von 0.1 Mio. CHF für erwartete Forderungsausfälle gemäss den Bestimmungen von IFRS 9 enthalten.

Mio. CHF

2018

Zukünftig erwarteter Ertrag aus offenen Aufträgen in Arbeit

731.3

davon:

innerhalb der nächsten 12 Monate erwartet

469.3

nach 12 Monaten erwartet

262.0

19 Vorräte

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Material und Waren

26.2

21.8

Wertberichtigung Material und Waren

– 1.5

– 0.2

Zertifikate (Eigenhandel)

14.2

0.7

Zertifikate (Eigenverbrauch)

21.5

21.2

Total

60.4

43.5

20 Rechnungsabgrenzungen

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Finanzielle Rechnungsabgrenzungen

87.9

57.4

Sonstige Rechnungsabgrenzungen

9.6

16.3

Total aktive Rechnungsabgrenzungen

97.5

73.7

Finanzielle Rechnungsabgrenzungen

187.6

167.6

Sonstige Rechnungsabgrenzungen

40.2

72.3

Total passive Rechnungsabgrenzungen

227.8

239.9

21 Finanzanlagen

Mio. CHF

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte 1

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 2

Darlehen

Festgelder

Forderungen gegenüber staatlichen Fonds

Sonstige langfristige Vermögenswerte

Total

Bestand am 31.12.2016

18.5

147.2

90.1

111.1

1 068.4

90.5

1 525.8

Veränderung Konsolidierungskreis

0.1

0.2

0.6

0.3

0.4

1.6

Zugänge

0.1

71.7

4.3

193.6

17.2

15.2

302.1

Abgänge

– 0.3

– 41.3

– 34.0

– 113.8

– 0.4

– 189.8

Währungsumrechnung

1.0

3.0

0.3

– 0.1

4.2

Wertänderung über die Erfolgsrechnung

– 1.7

97.7

96.0

Wertänderung im Sonstigen Ergebnis

– 5.3

– 5.3

Wertminderungen

– 10.8

– 10.8

Auflösung von Wertminderungen

6.0

6.0

Bestand am 31.12.2017

8.6

176.1

70.0

191.5

1 183.3

100.3

1 729.8

Effekt aus Erstanwendung IFRS 9

– 0.2

– 0.1

– 0.3

Bestand am 01.01.2018 (angepasst)

8.6

176.1

69.8

191.4

1 183.3

100.3

1 729.5

Veränderung Konsolidierungskreis

0.2

0.4

1.9

2.5

Zugänge

0.5

13.2

18.1

105.1

43.6

1.6

182.1

Abgänge

– 1.7

– 52.2

– 15.4

– 190.0

– 36.9

– 296.2

Währungsumrechnung

0.1

– 1.3

– 0.2

– 0.1

– 1.5

Wertänderung über die Erfolgsrechnung

– 0.6

– 57.1

– 1.8

– 59.5

Wertänderung im Sonstigen Ergebnis

– 0.3

0.1

– 0.2

Bestand am 31.12.2018

7.4

136.9

71.2

106.4

1 169.8

65.0

1 556.7

davon:

Kurzfristige Finanzanlagen

136.9

34.7

105.9

277.5

Langfristige Finanzanlagen

7.4

36.5

0.5

1 169.8

65.0

1 279.2

davon:

Finanzielle Vermögenswerte gemäss IAS 32 und IFRS 9

7.4

136.9

71.2

106.4

59.4

381.3

Übrige Vermögenswerte

1 169.8

5.6

1 175.4

1 Neue Bezeichnung gemäss IFRS 9. Bisher als «Zur Veräusserung verfügbare Finanzanlagen» bezeichnet.

2 Neue Bezeichnung gemäss IFRS 9. Bisher als «Zu Handelszwecken gehaltene Wertschriften» bezeichnet.

Die staatlichen Fonds werden vom Bund verwaltet, die BKW hat keinen Zugriff auf die verwal­teten Vermögenswerte.

Die «Sonstigen langfristigen Vermögenswerte» beinhalten Guthaben gegenüber Vorsorgeplänen von 4.0 Mio. CHF (Vorjahr: 6.9 Mio. CHF), siehe Anmerkung 28.

Im November 2016 hatte die BKW das Wandeldarlehen der Swissgrid im Umfang von 97.2 Mio. CHF an die Credit Suisse verkauft. Das Darlehen wurde ohne das dazugehörende Wandelrecht ver­äussert. Bei Eintreffen bestimmter Bedingungen kann respektive muss die Swissgrid das Darlehen in Eigenkapital umwandeln, und die BKW ist verpflichtet, die entstandenen Anteile am Eigen­kapital der Swissgrid zu übernehmen. Die BKW hatte somit zwar das Darlehen verkauft, war aber gleichzeitig eine direkt damit verbundene Verpflichtung eingegangen. Das Darlehen konnte deshalb nicht ausgebucht werden. Im Geschäftsjahr 2018 wurde das Darlehen mit 19.4 Mio. CHF amortisiert. Am 31. Dezember 2018 sind noch 58.3 Mio. CHF unter den «Sonstigen langfristigen Vermögenswerten» und 19.5 Mio. CHF unter den «Sonstigen Forderungen» bilanziert. Die Verbindlichkeit ist mit 77.8 Mio. CHF in der Position «Sonstige Verbindlichkeiten» enthalten (siehe Anmerkungen 25 und 29).

22 Beteiligungen an Assoziierten

Mio. CHF

Total

Bestand 31.12.2016

1 352.0

Zugänge

21.2

Änderung Konsolidierungsmethode

– 0.8

Abgänge

– 25.2

Dividende

– 17.1

Anteiliges Ergebnis

48.8

Währungsumrechnung

51.9

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

8.8

Bestand 31.12.2017

1 439.6

Zugänge

79.9

Abgänge

– 35.9

Dividende

– 19.8

Anteiliges Ergebnis

28.3

Währungsumrechnung

– 26.2

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

15.8

Bestand 31.12.2018

1 481.7

Die Zugänge im Berichtsjahr betreffen einerseits den Erwerb von 5 % der Anteile an der Kernkraftwerk Leibstadt AG. Per Ende 2018 hält die BKW neu insgesamt 14.5 % an dieser Gesellschaft. Andererseits beinhalten die Zugänge Kapitaleinlagen für Kraftwerke im Bau, insbesondere für norwegische Windparks.

Von den Zugängen waren im Berichtsjahr 36.7 Mio. CHF nicht geldwirksam (Vorjahr: 6.0 Mio. CHF nicht geldwirksame Zugänge).

Die Abgänge beinhalten eine Kapitalherabsetzung der ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG mit 33.7 Mio. CHF.

Anteilige Eckwerte der Assoziierten per 31.12.2018

In der nachfolgenden Tabelle sind die anteiligen Eckwerte der Assoziierten pro Geschäftsfeld ­aufgeführt. Für das Geschäftsfeld Energie wird zusätzlich eine Unterteilung nach Kraftwerkstechnologie vorgenommen.

Anteil BKW Mio. CHF

Hydro

Kern

Fossil-thermisch

Neue erneuerbare Energien

Übrige

Total Energie

Netze

Total

Umlaufvermögen

47.3

79.6

56.4

16.4

5.6

205.3

210.0

415.3

Anlagevermögen

1 031.2

740.4

544.8

143.5

26.5

2 486.4

961.7

3 448.1

Kurzfristige Verbindlichkeiten

– 133.5

– 81.8

– 39.6

– 10.5

– 2.4

– 267.8

– 142.0

– 409.8

Langfristige Verbindlichkeiten

– 662.6

– 599.3

– 20.8

– 52.2

– 17.1

– 1 352.0

– 619.9

– 1 971.9

Eigenkapital

282.4

138.9

540.8

97.2

12.6

1 071.9

409.8

1 481.7

Erträge

158.1

114.7

140.6

15.5

8.1

437.0

296.7

733.7

Aufwendungen

– 148.2

– 111.5

– 144.5

– 16.3

– 8.2

– 428.7

– 276.7

– 705.4

Reingewinn/-verlust

9.9

3.2

– 3.9

– 0.8

– 0.1

8.3

20.0

28.3

Sonstiges Ergebnis

6.2

5.8

0.0

0.0

0.0

12.0

5.2

17.2

Gesamtergebnis

16.1

9.0

– 3.9

– 0.8

– 0.1

20.3

25.2

45.5

Sämtliche Assoziierten werden mittels der Equity-Methode bewertet.

Vom Total der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entfallen 1 396.0 Mio. CHF ­(Vorjahr: 1 318.6 Mio. CHF) auf Nettofinanzschulden (Finanzverbindlichkeiten abzüglich Flüssiger Mittel und Kurzfristiger Finanzanlagen).

Bei den Assoziierten im Geschäftsfeld Energie handelt es sich insbesondere um die Partnerwerke. Bei diesen ist die BKW verpflichtet, die auf ihren Beteiligungsanteil entfallenden Jahreskosten zu bezahlen (inkl. Verzinsung und Rückzahlung des Fremdkapitals). Für den Kauf von Energie beliefen sich die anteiligen Jahreskosten 2018 für die BKW auf 428.6 Mio. CHF (Vorjahr: 413.3 Mio. CHF). Diese sind im Energiebeschaffungsaufwand enthalten. Vom Total der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Partnerwerke entfallen 797.0 Mio. CHF (Vorjahr: 795.7 Mio. CHF) auf Nettofinanzschulden.

Anteilige Eckwerte der Assoziierten per 31.12.2017

In der nachfolgenden Tabelle sind die anteiligen Eckwerte der Assoziierten pro Geschäftsfeld ­aufgeführt. Für das Geschäftsfeld Energie wird zusätzlich eine Unterteilung nach Kraftwerkstechnologie vorgenommen.

Anteil BKW Mio. CHF

Hydro

Kern

Fossil-thermisch

Neue erneuerbare Energien

Übrige

Total Energie

Netze

Dienst- leistungen

Total

Umlaufvermögen

48.4

40.5

53.3

20.0

4.8

167.0

259.7

0.3

427.0

Anlagevermögen

1 062.0

531.1

594.7

107.0

25.9

2 320.7

1 061.0

0.0

3 381.7

Kurzfristige Verbindlichkeiten

– 155.2

– 62.4

– 32.6

– 10.3

– 2.2

– 262.7

– 253.4

– 0.1

– 516.2

Langfristige Verbindlichkeiten

– 686.6

– 408.6

– 13.1

– 57.1

– 15.7

– 1 181.1

– 671.6

– 0.2

– 1 852.9

Eigenkapital

268.6

100.6

602.3

59.6

12.8

1 043.9

395.7

0.0

1 439.6

Erträge

162.7

122.0

109.1

16.3

7.8

417.9

453.4

0.5

871.8

Aufwendungen

– 154.3

– 114.6

– 97.6

– 17.7

– 7.6

– 391.8

– 430.9

– 0.3

– 823.0

Reingewinn/-verlust

8.4

7.4

11.5

– 1.4

0.2

26.1

22.5

0.2

48.8

Sonstiges Ergebnis

4.2

1.9

0.0

0.0

0.0

6.1

2.7

0.0

8.8

Gesamtergebnis

12.6

9.3

11.5

– 1.4

0.2

32.2

25.2

0.2

57.6

Eckwerte wesentlicher Assoziierter

Die folgende Tabelle enthält die Eckwerte der wesentlichen Assoziierten. Die Beteiligungen ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven, EP Produzione Livorno Ferraris und Kraftwerke Oberhasli sind dem Geschäftsfeld Energie zugeordnet. Die Beteiligung an der Swissgrid ist dem Geschäftsfeld Netze zugeordnet.

Bei den ausgewiesenen Zahlen handelt es sich um provisorische Werte der jeweiligen Gesellschaften, mit Ausnahme der mit Anleihen an der SIX Swiss Exchange kotierten Swissgrid. Für die Swissgrid liegen der BKW keine Abschlusszahlen vor. Die Eckwerte per 31.12. sowie die Erfolgsrechnung inklusive Reingewinn werden von der BKW auf Basis des Swissgrid-Geschäftsberichts des Vorjahres sowie aufgrund relevanter, von der Swissgrid im laufenden Geschäftsjahr publizierter Medienmitteilungen geschätzt und auf IFRS übergeleitet. Die Abweichungen zum effektiven Ergebnis der Swissgrid werden jeweils im Folgejahr erfolgswirksam erfasst.

Die Gesellschaft ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG ist eine Kommanditgesellschaft nach deutschem Recht. In dieser Rechtsform können die effektiven Gewinn- und Kapitalanteile der Beteiligten von der Beteiligungsquote abweichen.

100 %-Eckwerte

ENGIE Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG

EP Produzione Livorno Ferraris S.p.A.

Kraftwerke Oberhasli AG

Swissgrid AG

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

31.12.2017

31.12.2018

31.12.2017

31.12.2018

31.12.2017

31.12.2018

Anlagevermögen

1 684.0

1 547.3

155.8

136.7

843.6

812.4

2 890.1

2 623.2

Umlaufvermögen

76.3

73.1

112.5

129.1

50.2

44.3

686.5

553.9

Langfristige Verbindlichkeiten

– 39.6

– 56.9

0.0

– 8.3

– 628.7

– 588.7

– 1 826.5

– 1 692.1

Kurzfristige Verbindlichkeiten

– 53.0

– 75.4

– 60.5

– 58.8

– 86.6

– 72.6

– 692.3

– 386.0

Eigenkapital

1 667.7

1 488.1

207.8

198.7

178.5

195.4

1 057.8

1 099.0

Beteiligungsquote in % am 31.12.

33.0 % 

33.0 % 

25.0 % 

25.0 % 

50.0 % 

50.0 % 

36.4 % 

36.4 % 

Goodwill

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

5.9

6.0

Erfasster Beteiligungsbuchwert

550.3

491.1

52.0

49.7

89.3

97.7

390.9

406.0

Erträge

125.3

201.9

270.7

296.0

153.6

145.1

1 240.4

762.0

Aufwendungen

– 92.7

– 218.7

– 267.5

– 290.0

– 146.9

– 133.1

– 1 178.7

– 704.4

Reingewinn/-verlust

32.6

– 16.8

3.2

6.0

6.7

12.0

61.7

57.6

Sonstiges Ergebnis

0.0

0.0

0.0

0.0

– 4.8

– 4.9

– 7.5

– 13.6

Gesamtergebnis

32.6

– 16.8

3.2

6.0

1.9

7.1

54.2

44.0

Beteiligungsquote in % am 31.12.

33.0 % 

33.0 % 

25.0 % 

25.0 % 

50.0 % 

50.0 % 

36.4 % 

36.4 % 

Wertminderung Goodwill

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

Erfasstes anteiliges Ergebnis aus Assoziierten

10.8

– 5.5

0.8

1.5

3.4

6.0

22.5

21.0

Erhaltene Dividende

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

0.0

7.9

10.7

23 Sachanlagen

Mio. CHF

Kraftwerksanlagen

Kernkraftwerk Mühleberg

Verteilnetzanlagen

Gebäude und Grundstücke

Übrige Sachanlagen

Anlagen im Bau

Total

Bruttowerte 31.12.2017

2 256.8

1 461.4

3 069.2

233.9

264.4

199.5

7 485.2

Veränderung Konsolidierungskreis

0.4

4.1

1.9

6.4

Zugänge

1.4

8.6

6.2

8.0

209.8

234.0

Abgänge

– 17.5

– 2.3

– 32.0

– 9.2

– 22.2

– 2.7

– 85.9

Umbuchungen

6.5

0.6

131.3

0.5

10.3

– 149.2

0.0

Währungsumrechnung

– 41.4

– 0.1

– 0.6

– 2.9

– 45.0

Bruttowerte 31.12.2018

2 205.8

1 468.3

3 174.7

225.5

264.0

256.4

7 594.7

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31.12.2017

968.1

1 461.4

1 539.4

117.7

175.6

1.6

4 263.8

Veränderung Konsolidierungskreis

– 0.1

– 0.1

Abschreibungen

65.7

6.9

71.3

5.0

23.7

172.6

Wertminderungen

14.1

0.4

0.6

15.1

Abgänge

– 9.8

– 28.1

– 4.5

– 20.6

– 63.0

Auflösung von Wertminderungen

– 14.3

– 0.5

– 14.8

Umbuchungen

0.1

– 0.1

0.0

Währungsumrechnung

– 13.5

– 0.2

– 13.7

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31.12.2018

1 010.3

1 468.3

1 582.7

118.6

178.3

1.7

4 359.9

Nettowerte 31.12.2018

1 195.5

0.0

1 592.0

106.9

85.7

254.7

3 234.8

davon in Finanzierungsleasing

70.6

1.5

72.1

davon verpfändet für Verbindlichkeiten

20.3

20.3

Die Spalte Kernkraftwerk Mühleberg beinhaltet alle zugehörigen Sachanlagen inklusive der Kernbrennstoffe. Die Zugänge beim Kernkraftwerk Mühleberg beinhalten nicht geldwirksame Rückstellungserhöhungen von 5.8 Mio. CHF aufgrund der durch den Kraftwerksbetrieb jährlich zusätzlich verursachten Entsorgungskosten (Vorjahr: 5.8 Mio. CHF).

Im Berichtsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert (Vorjahr: 1.3 Mio. CHF). Es wurden Entschädigungsbeiträge in der Höhe von 1.0 Mio. CHF für Sachanlagen, die wertgemindert oder untergegangen sind oder ausser Betrieb genommen wurden, über die Erfolgsrechnung verbucht (Vorjahr: 0.5 Mio. CHF).

Die Veränderung im Konsolidierungskreis bezieht sich mit 6.6 Mio. CHF auf Unternehmens­zusammenschlüsse (Vorjahr: 13.9 Mio. CHF) und mit – 0.2 Mio. CHF auf Abgänge von Gesellschaften (Vorjahr: – 0.2 Mio. CHF).

Im Vorjahr wurden Zähler und Messeinrichtungen mit einem Bruttowert von 142.3 Mio. CHF und kumulierten Wertberichtigungen von 92.8 Mio. CHF von den übrigen Sachanlagen zu den Verteilnetzanlagen umgegliedert.

Mio. CHF

Kraftwerksanlagen

Kernkraftwerk Mühleberg

Verteilnetzanlagen

Gebäude und Grundstücke

Übrige Sachanlagen

Anlagen im Bau

Total

Bruttowerte 31.12.2016

2 041.0

1 455.7

2 819.1

239.1

394.7

223.9

7 173.5

Veränderung Konsolidierungskreis

6.9

6.8

13.7

Zugänge

3.8

9.3

0.1

0.3

5.4

233.6

252.5

Abgänge

– 1.2

– 4.0

– 13.9

– 9.8

– 16.4

– 1.0

– 46.3

Umbuchungen

126.7

0.4

263.9

4.2

– 127.4

– 267.8

0.0

Währungsumrechnung

86.5

0.1

1.2

4.0

91.8

Bruttowerte 31.12.2017

2 256.8

1 461.4

3 069.2

233.9

264.4

199.5

7 485.2

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31.12.2016

875.6

1 455.7

1 390.2

115.3

258.7

0.3

4 095.8

Veränderung Konsolidierungskreis

– 0.1

– 0.1

Abschreibungen

64.4

5.7

69.2

5.3

22.7

167.3

Wertminderungen

14.2

2.6

16.8

Abgänge

– 0.9

– 12.8

– 2.9

– 13.4

– 1.0

– 31.0

Auflösung von Wertminderungen

– 11.1

– 11.1

Umbuchungen

0.2

92.8

– 92.8

– 0.2

0.0

Währungsumrechnung

25.7

0.5

– 0.1

26.1

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31.12.2017

968.1

1 461.4

1 539.4

117.7

175.6

1.6

4 263.8

Nettowerte 31.12.2017

1 288.7

0.0

1 529.8

116.2

88.8

197.9

3 221.4

davon in Finanzierungsleasing

146.7

2.4

149.1

davon verpfändet für Verbindlichkeiten

39.9

39.9

24 Immaterielle Vermögenswerte

Mio. CHF

Nutzungs- rechte

Goodwill

Übrige

Total

Bruttowerte 31.12.2017

172.7

517.2

248.7

938.6

Veränderung im Konsolidierungskreis

113.7

30.3

144.0

Zugänge aus Erwerb

5.2

17.9

23.1

Zugänge aus selbst erstellten Anlagen

6.2

6.2

Abgänge

0.2

– 2.0

– 3.1

– 4.9

Währungsumrechnung

– 3.8

– 7.4

– 2.2

– 13.4

Bruttowerte 31.12.2018

174.3

621.5

297.8

1 093.6

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31.12.2017

132.3

94.1

91.7

318.1

Veränderung im Konsolidierungskreis

– 0.1

– 0.1

Abschreibungen

2.6

31.9

34.5

Wertminderungen

0.7

0.7

Abgänge

– 0.2

– 2.6

– 2.8

Währungsumrechnung

– 3.6

– 0.6

– 4.2

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31.12.2018

131.3

93.9

121.0

346.2

Nettowerte 31.12.2018

43.0

527.6

176.8

747.4

Die Veränderung im Konsolidierungskreis bezieht sich mit 144.2 Mio. CHF auf Unternehmens­zusammenschlüsse (Vorjahr: 149.6 Mio. CHF) und mit – 0.2 Mio. CHF auf Abgänge von Gesellschaften (Vorjahr: – 2.1 Mio. CHF).

Mio. CHF

Nutzungs- rechte

Goodwill

Übrige

Total

Bruttowerte 31.12.2016

178.1

393.2

184.2

755.5

Veränderung im Konsolidierungskreis

0.4

111.9

35.2

147.5

Zugänge aus Erwerb

2.8

23.0

25.8

Zugänge aus selbst erstellten Anlagen

5.1

5.1

Abgänge

– 17.6

– 2.1

– 19.7

Währungsumrechnung

9.0

12.1

3.3

24.4

Bruttowerte 31.12.2017

172.7

517.2

248.7

938.6

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31.12.2016

138.8

94.1

69.1

302.0

Veränderung im Konsolidierungskreis

– 0.1

– 0.1

Abschreibungen

2.5

23.4

25.9

Abgänge

– 17.6

– 1.5

– 19.1

Währungsumrechnung

8.6

0.8

9.4

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen 31.12.2017

132.3

94.1

91.7

318.1

Nettowerte 31.12.2017

40.4

423.1

157.0

620.5

Am Bilanzstichtag verteilte sich der Goodwill auf folgende zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Energie

108.9

108.3

Dienstleistungen

314.2

419.3

Total

423.1

527.6

Für die Prüfung der Werthaltigkeit des bilanzierten Goodwills (Impairment Test) wurde der Buchwert dem erzielbaren Wert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gegenübergestellt. Der erzielbare Wert entspricht dem Nutzungswert (Value in Use). Die Berechnungen wurden auf der Basis geschätzter Cashflows aus vom Management genehmigten Businessplänen über eine Periode von vier Jahren berechnet. Cashflows, die nach dieser Periode erarbeitet werden, wurden mit einer geschätzten Wachstumsrate extrapoliert. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des bilanzierten Goodwills ergab keinen Wertminderungsbedarf.

Den Berechnungen des Nutzungswerts liegen folgende wesentliche Annahmen zugrunde:

WACC (vor Steuern)

WACC (nach Steuern)

Langfristige Wachstumsrate

%

31.12.2017

31.12.2018

31.12.2017

31.12.2018

31.12.2017

31.12.2018

Energie

7.3

7.2

5.9

5.9

1.0

1.0

Dienstleistungen

8.0

8.1

6.5

6.5

1.0

1.0

Die durchgeführte Sensitivitätsanalyse zeigt, dass realistische Änderungen in den wesentlichen Annahmen nicht dazu führen, dass der erzielbare Wert unter den Buchwert fallen würde.

25 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten

Mio. CHF

31.12.2017 1 (angepasst)

31.12.2018

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1

418.3

327.5

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

142.8

186.9

Sonstige Verbindlichkeiten 1

25.0

27.5

Personalvorsorgeeinrichtungen

11.1

9.1

Total

597.2

551.0

1 Aufgrund der Bestimmungen von IFRS 15 werden neu «Erhaltene Anzahlungen auf Aufträgen in Arbeit» (Vertrags­verbindlichkeiten) als separate Position in der Bilanz dargestellt. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Bisher waren die erhaltenen Anzahlungen auf Aufträgen in Arbeit in der Position «Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten» enthalten.

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten mit 19.5 Mio. CHF (Vorjahr: 20.0 Mio. CHF) den kurzfristigen Anteil des veräusserten Swissgrid-Wandeldarlehens (siehe Anmerkung 21).

26 Finanzverbindlichkeiten

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Obligationenanleihen

995.2

1 043.4

Wandelanleihe

33.8

0.0

Namensschuldverschreibungen

304.9

294.4

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

53.0

30.4

Bankverbindlichkeiten

125.1

119.3

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

87.4

81.9

Total

1 599.4

1 569.4

davon:

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

211.8

413.3

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

1 387.6

1 156.1

Im Jahr 2014 hat die BKW eine Wandelanleihe über 163.4 Mio. CHF mit einer Laufzeit vom 30. September 2014 bis 30. September 2020 und einem Zinscoupon von 0.125 % herausgegeben. Der Wandelpreis betrug per 31. Dezember 2017 37.81 CHF.

2018 hat die BKW beschlossen, die Wandelanleihe vorzeitig zurückzuzahlen. Der ausstehende Nominalwert der Wandelanleihe war aufgrund von Wandlungen unter 15 % des ursprünglichen Nominalwerts gefallen. Damit war gemäss Anleihebedingungen ein vorzeitiger Rückkauf möglich. Die Wandelfrist endete dadurch neu am 18. Juni 2018 und die Rückzahlung erfolgte am 26. Juni 2018. Insgesamt wurden 2018 Wandlungen im Nominalwert von 34.6 Mio. CHF (Vorjahr: 98.8 Mio. CHF) vorgenommen und in 910 822 Aktien (Vorjahr: 2 572 249 Aktien) gewandelt. Ein Nominalwert von 95.0 TCHF wurde zurückbezahlt.

Im Oktober hat die BKW erfolgreich die Emission einer 0.75 %-Anleihe über 200 Mio. CHF mit einer Laufzeit von sieben Jahren zur Refinanzierung der fälligen 150 Mio. CHF-Anleihe durchgeführt.

Mio. CHF

31.12.2017

Geldflüsse

Wechselkurs- schwankungen

Marktwertänderungen

Übrige

31.12.2018

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

211.8

– 172.0

– 1.5

0.0

375.0

413.3

Obligationenanleihen

149.8

– 150.0

349.7

349.5

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

8.9

– 8.5

– 0.2

4.7

4.9

Bankverbindlichkeiten

7.9

– 5.2

– 0.1

16.2

18.8

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

45.2

– 8.3

– 1.2

4.4

40.1

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

1 387.6

189.5

– 13.6

– 3.1

– 404.3

1 156.1

Obligationenanleihen

845.5

198.8

– 3.1

– 347.3

693.9

Wandelanleihe

33.8

– 0.1

– 33.7

0.0

Namensschuldverschreibungen

304.9

– 11.4

0.9

294.4

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

44.1

– 12.9

– 1.1

– 4.6

25.5

Bankverbindlichkeiten

117.3

1.2

– 1.1

– 16.9

100.5

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

42.0

2.5

– 2.7

41.8

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

416.8

20.1

– 29.2

407.7

Total Verbindlichkeiten aus ­Finanzierungstätigkeit

2 016.2

37.6

– 15.1

– 3.1

– 58.3

1 977.1

Mio. CHF

31.12.2016

Geldflüsse

Wechselkurs- schwankungen

Marktwertänderungen

Übrige

31.12.2017

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

82.4

– 25.8

4.4

0.0

150.8

211.8

Obligationenanleihen

0.0

149.8

149.8

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

8.3

– 7.9

0.7

7.8

8.9

Bankverbindlichkeiten

36.1

– 19.5

0.3

– 9.0

7.9

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

38.0

1.6

3.4

2.2

45.2

Langfristige Finanzverbindlichkeiten

1 603.9

– 9.6

31.9

– 2.7

– 235.9

1 387.6

Obligationenanleihen

996.1

– 2.8

– 147.8

845.5

Wandelanleihe

128.7

– 94.9

33.8

Namensschuldverschreibungen

279.1

25.1

0.7

304.9

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

49.3

– 0.7

3.8

– 8.3

44.1

Bankverbindlichkeiten

108.4

– 1.4

2.9

7.4

117.3

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

42.3

– 7.5

0.1

0.1

7.0

42.0

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

393.6

15.8

7.4

416.8

Total Verbindlichkeiten aus ­Finanzierungstätigkeit

2 079.9

– 19.6

36.3

– 2.7

– 77.7

2 016.2

27 Rückstellungen

Mio. CHF

Nukleare Entsorgung

Belastende Verträge Energiebeschaffung

Sonstige Rückstellungen

Total

Bestand 31.12.2016

1 489.5

372.4

53.1

1 915.0

Veränderung im Konsolidierungskreis

4.4

4.4

Zuweisung

5.8

31.2

7.7

44.7

Verzinsung

52.1

10.1

0.6

62.8

Verwendung

– 30.2

– 43.9

– 5.0

– 79.1

Auflösung

– 15.2

– 6.3

– 21.5

Währungsumrechnung

2.8

2.8

Bestand 31.12.2017

1 517.2

354.6

57.3

1 929.1

Veränderung im Konsolidierungskreis

3.1

3.1

Zuweisung

5.8

3.1

8.9

Verzinsung

53.1

9.5

0.7

63.3

Verwendung

– 47.8

– 39.6

– 7.0

– 94.4

Auflösung

– 14.6

– 42.3

– 7.1

– 64.0

Währungsumrechnung

– 1.2

– 1.2

Bestand 31.12.2018

1 513.7

282.2

48.9

1 844.8

davon:

Kurzfristige Rückstellungen

27.2

35.8

4.6

67.6

Langfristige Rückstellungen

1 486.5

246.4

44.3

1 777.2

Nukleare Entsorgung

Die Rückstellung für die nukleare Entsorgung setzt sich per 31. Dezember 2018 wie folgt zusammen:

Im Berichtsjahr wurde eine Zuweisung von 5.8 Mio. CHF (Vorjahr: 5.8 Mio. CHF) infolge der durch den Kraftwerksbetrieb jährlich zusätzlich verursachten Entsorgungskosten vorgenommen. Diese erhöhten ebenfalls erfolgsneutral die Anschaffungskosten der Kernbrennstoffe. Weiter wurden für Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für den Nachbetrieb und die Stilllegung 47.8 Mio. CHF verwendet.

Die BKW hat regelmässig Zahlungen an die staatlichen Fonds für die Stilllegung und die Entsorgung zu leisten. Diese Fonds werden den Betreibern die Zahlungen für die Stilllegung und die Entsorgung nach der Ausserbetriebnahme der Werke erstatten. Die Forderungen gegenüber den staat­lichen Fonds sind unter den langfristigen Finanzanlagen ausgewiesen (siehe Anmerkung 21).

Belastende Verträge Energiebeschaffung

Die Rückstellungen für belastende Energiebeschaffungsverträge decken zukünftige Energiebezüge von Partnerwerken zu Produktionskosten, die über den erwarteten erzielbaren Absatzpreisen liegen werden. Die Rückstellungen stehen im Zusammenhang mit Energiebeschaffungsverträgen aus den fossil-thermischen Kraftwerken Livorno Ferraris in Italien und Wilhelmshaven in Deutschland. Im Berichtsjahr konnten aufgrund der aktualisierten Erwartungen zu den zukünftigen Strompreisentwicklungen sowie infolge des stärkeren Schweizer Frankens Rückstellungen in Höhe von 42.3 Mio. CHF aufgelöst werden.

Der Mittelabfluss der Rückstellungen ergibt sich aus der Übernahme des produzierten Stroms zu den Produktionskosten und erfolgt über einen Zeitraum von rund 10 Jahren.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellung für Restrukturierung, welche die zukünftigen Aufwendungen für beschlossene Restrukturierungsmassnahmen deckt, weist per 31. Dezember 2018 einen Bestand von 0.4 Mio. CHF aus (Vorjahr: 0.3 Mio. CHF).

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Garantieverpflichtungen, Verpflichtungen aus dem ­Personalbereich, als wahrscheinlich eingeschätzte Zahlungen aus Rechtsstreitigkeiten sowie diverse kleinere betriebliche Verpflichtungen. Der Mittelabfluss aus diesen Rückstellungen wird im Wesentlichen in den folgenden drei Jahren erwartet. Im Weiteren bestehen Rückstellungen für den Rückbau und den Abbruch von Kraftwerksanlagen sowie für die Wiederherstellung der Umgebung. Diese Kosten fallen bei Ende der Nutzungsdauer der jeweiligen Kraftwerke an; der Mittelabfluss wird innerhalb der nächsten 20 bis 25 Jahre erwartet.

Zum Barwert angesetzte Rückstellungen werden über den Finanzaufwand aufgezinst.

28 Personalvorsorge

Vorsorgeeinrichtungen werden durch das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) geregelt. Dieses sieht vor, dass Vorsorgeeinrichtungen von unabhängigen, rechtlich eigenständigen Einheiten verwaltet werden. Die Arbeitnehmenden und deren Hinterlassene sind im Rahmen der Vorsorgepläne gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Invalidität und Tod versichert. Alle versicherungstechnischen Risiken werden durch die Pensionskasse getragen. Die Finanzierung des Vorsorgeplans erfolgt durch Beiträge und Ver­mögenserträge. Die angeschlossenen Gesellschaften und die Versicherten entrichten die Beiträge an die Vorsorgeeinrichtung in Prozenten des versicherten Lohnes der Versicherten. Der Stiftungsrat ist verantwortlich für die Anlage des Vorsorgevermögens.

Die Arbeitnehmenden der BKW sind der Pensionskasse BKW und anderen autonomen Vorsorgeeinrichtungen angeschlossen, deren Vorsorgepläne nach IAS 19 als leistungsorientierte Vor­sorgepläne qualifizieren. Deshalb wird jährlich für die BKW durch einen unabhängigen Vorsorgeexperten zusätzlich zum Gutachten des Experten für Vorsorge ein Gutachten nach IAS 19 basierend auf der Projected-Unit-Credit-Methode erstellt.

Pensionskasse BKW

Die überwiegende Mehrheit der in der Schweiz tätigen Mitarbeitenden der BKW Gruppe ist bei der Pensionskasse der Bernischen Kraftwerke (Pensionskasse BKW) versichert. Ende April 2018 hat der Stiftungsrat der Pensionskasse mit Blick auf die Stärkung und Verbesserung der langfristigen finanziellen Stabilität einen Primatwechsel beschlossen. Das bestehende Leistungsprimat wird per 1. Januar 2019 in ein Beitragsprimat nach schweizerischem Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) umgewandelt.

Die Umwandlung führt in der Jahresrechnung 2018 zu einem einmaligen, nicht geldwirksamen Sondereffekt in der Höhe von 52.4 Mio. CHF. Um diesen Betrag fällt der Betriebsaufwand 2018 tiefer aus. Grund für den Einmaleffekt ist die neu nach dem Beitragsprimat ermittelte Vorsorgeverpflichtung, die systembedingt tiefer ausfällt als bei einem Leistungsprimat. Der zukünftige laufende Dienstzeitaufwand wird infolge des Primatwechsels geringfügig tiefer ausfallen als bisher.

Der Vorsorgeplan der Pensionskasse BKW qualifiziert trotz der Umstellung auf ein Beitrags­primat nach schweizerischem Gesetz unverändert die Merkmale eines leistungsorientieren Plans nach IAS 19.

Die Pensionskasse BKW ist eine als Stiftung organisierte Vorsorgeeinrichtung des privaten Rechts. Oberstes Organ der Stiftung Pensionskasse BKW ist der paritätisch aus gleich vielen Arbeit­nehmer- und Arbeitgebervertretern zusammengesetzte Stiftungsrat. Die Leistungen der Pensionskasse BKW sind in einem Vorsorgereglement festgelegt. Dieses wird vom Stiftungsrat erlassen. Der Stiftungsrat delegiert die Führung der Geschäfte an eine Geschäftsführung. Die Stiftung untersteht der Aufsichtsbehörde des Kantons Bern.

Das Vorsorgevermögen ist im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und der vom Stiftungsrat erlassenen Richtlinien im In- und Ausland breit diversifiziert angelegt. Das Vermögen wird so angelegt, dass Sicherheit und angemessener Ertrag der Anlagen, eine ausgewogene Verteilung der Risiken sowie die Deckung des voraussehbaren Bedarfs an flüssigen Mitteln gewährleistet sind. Der Experte für berufliche Vorsorge erstellt jährlich die versicherungstechnische Bilanz und überprüft die finanzielle und versicherungstechnische Situation der Pensionskasse BKW. Der ungeprüfte versicherungstechnische Deckungsgrad der Pensionskasse BKW gemäss BVG liegt per 31. Dezember 2018 mit einem technischen Zinssatz von 2.0 % (Vorjahr: 2.0 %) bei 106.4 % (Vorjahr: 111.7 %). Im Falle einer Unterdeckung nach BVG müssen durch den Stiftungsrat im Einvernehmen mit dem Experten für berufliche Vorsorge geeignete Sanierungsmassnahmen (wie zum Beispiel Erhöhung der ordentlichen Beiträge oder Erhebung von Sanierungsbeiträgen) ergriffen werden. Der Beitrag des Arbeitgebers muss mindestens gleich hoch sein wie die Summe der Beiträge der Arbeitnehmer.

28.1 In der Bilanz erfasste Personalvorsorgeverbindlichkeiten

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Barwert der Personalvorsorgeverpflichtung

– 2 023.2

– 2 007.6

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens

1 828.3

1 815.9

In der Bilanz erfasste Nettopersonalvorsorgeverbindlichkeiten

– 194.9

– 191.7

davon in den Finanzanlagen als Guthaben ausgewiesen

6.9

4.0

davon als Verbindlichkeit ausgewiesen

– 201.8

– 195.7

28.2 Personalvorsorgeaufwand gemäss IAS 19

Mio. CHF

2017

2018

Laufender Dienstzeitaufwand (Arbeitgeber)

41.6

38.6

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

0.0

– 52.4

Zinsaufwand auf der Vorsorgeverpflichtung

13.2

13.3

Zinsertrag aus dem Planvermögen

– 11.3

– 12.0

Verwaltungskosten exklusive Kosten für Verwaltung Planvermögen

1.0

1.0

Personalvorsorgeaufwand

44.5

– 11.5

28.3 Neubewertung Personalvorsorge

Mio. CHF

2017

2018

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

Änderung finanzielle Annahmen

0.0

– 4.3

Änderung demografische Annahmen

0.0

– 4.9

Erfahrungsbedingte Anpassungen

24.1

– 5.2

Ertrag Planvermögen (exklusive Zinsen basierend auf Diskontierungssatz)

– 126.2

53.7

Total im Sonstigen Ergebnis erfasste Neubewertung

– 102.1

39.3

28.4 Veränderung Barwert Personalvorsorgeverpflichtung

Mio. CHF

2017

2018

Barwert der Personalvorsorgeverpflichtung am 01.01.

1 978.6

2 023.2

Zinsaufwand

13.2

13.3

Laufender Dienstzeitaufwand (Arbeitgeber)

41.6

38.6

Ein- und ausbezahlte Leistungen

– 96.0

– 77.6

Arbeitnehmerbeiträge

20.5

22.9

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand

0.0

– 52.4

Unternehmenszusammenschlüsse

40.2

53.6

Verwaltungskosten (exklusive Vermögensverwaltungskosten)

1.0

1.0

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

24.1

– 15.0

Barwert der Personalvorsorgeverpflichtungen am 31.12.

2 023.2

2 007.6

Die aktiven Mitglieder haben an der Vorsorgeverpflichtung per Bilanzstichtag einen Anteil von 1 052.6 Mio. CHF (Vorjahr: 1 073.0 Mio. CHF). Der Anteil für Pensionäre an der Vorsorgeverpflichtung per Bilanzstichtag beträgt 955.0 Mio. CHF (Vorjahr: 950.2 Mio. CHF).

28.5 Entwicklung beizulegender Zeitwert Planvermögen

Mio. CHF

2017

2018

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 01.01.

1 709.9

1 828.3

Zinsertrag aus dem Planvermögen

11.3

12.0

Arbeitgeberbeiträge

31.3

37.0

Arbeitnehmerbeiträge

20.5

22.9

Ein- und ausbezahlte Leistungen

– 96.0

– 77.6

Unternehmenszusammenschlüsse

25.1

47.0

Ertrag Planvermögen (exklusive Zinsen basierend auf Diskontierungssatz)

126.2

– 53.7

Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 31.12.

1 828.3

1 815.9

28.6 Anlagestruktur Planvermögen

Mio. CHF

31.12.2017

%

31.12.2018

%

Flüssige Mittel

67.4

3.7

60.3

3.3

Eigenkapitalinstrumente

628.3

34.4

572.2

31.5

Fremdkapitalinstrumente

640.8

35.0

651.7

35.9

Übrige Instrumente

147.0

8.0

169.6

9.3

Immobilien

344.8

18.9

362.1

20.0

Total Planvermögen

1 828.3

100.0

1 815.9

100.0

davon unternehmenseigene übertragbare Finanzinstrumente

2.8

3.3

davon durch die BKW benutzte Immobilien

17.7

16.8

Die Eigenkapitalinstrumente enthalten Investitionen in Aktien und sind generell in einem aktiven Markt zu ihrem Marktpreis notiert. Gemessen am Gesamtvermögen, beträgt der Anteil von Schweizer Aktien zum Ende der Berichtsperiode 13.5 % (Vorjahr: 14.7 %) und der von ausländischen Aktien 17.9 % (Vorjahr: 19.7 %). In der Schweiz und im Ausland erfolgen Aktienanlagen über Direkt­anlagen (Manager sind externe Vermögensverwalter) sowie Anlagestiftungen und Fonds.

Die Fremdkapitalinstrumente setzen sich per 31. Dezember 2018 gemessen am Gesamtvermögen zu 14.5 % (Vorjahr: 14.7 %) aus Obligationen Schweiz, zu 9.5 % (Vorjahr: 9.5 %) aus Obligationen Ausland mit Fremdwährungsabsicherung sowie zu 11.9 % (Vorjahr: 10.8 %) aus Hypothekendarlehen und Pfandbriefen zusammen. Die Obligationen und die Pfandbriefe sind in einem aktiven Markt zu ihrem Marktpreis notiert, wohingegen die Hypothekendarlehen über keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt verfügen.

Die übrigen Instrumente werden im Wesentlichen in einem aktiven Markt zu ihrem Marktpreis notiert.

Die Immobilien teilen sich gemessen am Gesamtvermögen per 31. Dezember 2018 zu 12.4 % (Vorjahr: 11.9 %) in Liegenschaften (Direktanlagen in der Schweiz) und zu 7.6 % (Vorjahr: 7.4 %) in an einem aktiven Markt kotierte Immobilienfonds (davon knapp die Hälfte mit ausländischen Liegenschaften) auf.

Der effektive Ertrag aus dem Planvermögen betrug im Berichtsjahr – 2.4 % (Vorjahr: 8.4 %).

28.7 Versicherungsmathematische Annahmen

2017

2018

Diskontierungssatz

0.70 % 

0.80 % 

Erwartete zukünftige Lohnentwicklung

0.50 % 

0.50 % 

Erwartete zukünftige Rentenentwicklung

0.00 % 

0.00 % 

Sterbetafel

BVG 2015 GT

BVG 2015 GT

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Personalvorsorgeverpflichtung betrug 14.0 Jahre (Vorjahr: 14.4 Jahre).


Sensitivitäten der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen

Als erhebliche versicherungsmathematische Annahmen werden der Diskontierungssatz, die Lohn­entwicklung, die Rentenentwicklung und die Lebenserwartung betrachtet und deshalb einer ­Sensitivitätsanalyse unterzogen. Die Personalvorsorgeverpflichtung wird sich bei unten dargestellter Zu- und Abnahme der Annahmen wie folgt verändern:

31.12.2018

Personalvorsorgeverpflichtung

Mio. CHF

Zunahme

Abnahme

Diskontierungssatz (0.25 % Veränderung)

– 61.6

65.8

Lohnentwicklung (0.25 % Veränderung)

3.3

– 3.3

Rentenentwicklung (+ 0.20 % Veränderung)

54.0

Lebenserwartung (1 Jahr Veränderung)

61.7

– 62.8

31.12.2017

Personalvorsorgeverpflichtung

Mio. CHF

Zunahme

Abnahme

Diskontierungssatz (0.25 % Veränderung)

– 71.6

70.8

Lohnentwicklung (0.25 % Veränderung)

10.7

– 10.4

Rentenentwicklung (+ 0.20 % Veränderung)

46.7

Lebenserwartung (1 Jahr Veränderung)

65.2

– 66.5

Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis einer Methode bestimmt, die durch Veränderungen ­obiger Annahmen zum Ende der Berichtsperiode den Einfluss auf die Personalvorsorgeverpflichtung extrapoliert.

28.8 Schätzung der Beiträge für die nachfolgende Periode

Mio. CHF

2017

2018

Erwartete Arbeitgeberbeiträge

33.9

29.7

Erwartete Arbeitnehmerbeiträge

23.4

22.0

29 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Abgetretene Nutzungsrechte

286.2

295.2

Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

130.1

112.1

Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

0.5

0.4

Total

416.8

407.7

Die im November 2016 aus dem Verkauf des Wandeldarlehens der Swissgrid entstandene Verbind­lichkeit ist mit 58.3 Mio. CHF in der Position «Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten» enthalten. Die Transaktion wird in der Anmerkung 21 beschrieben.

30 Aktienkapital und Reserven

30.1 Aktienkapital

Das ausgegebene und voll einbezahlte Aktienkapital der BKW AG beträgt 132.0 Mio. CHF und besteht aus 52 800 000 Namenaktien zu einem Nominalwert von 2.50 CHF pro Stück.

Bedeutende Aktionäre und Eigenbestand

Per 31.12. hielten nach Kenntnis der BKW folgende Aktionäre mehr als 3 % der Aktien.

31.12.2017

31.12.2018

Kanton Bern

52.54 % 

52.54 % 

Groupe E AG

10.00 % 

10.00 % 

Prudential plc

3.01 % 

n/a

Eigenbestand

1.80 % 

0.13 % 

Transaktionen mit eigenen Aktien

Anzahl

Buchwert Mio. CHF

Davon geldwirksam Mio. CHF

31.12.2016

3 485 021

244.6

Käufe

200 000

10.4

7.8

Verkäufe

– 2 729 100

– 189.2

– 2.7

31.12.2017

955 921

65.8

5.1

Käufe

400 735

26.0

26.0

Verkäufe

– 1 286 562

– 87.0

– 19.4

31.12.2018

70 094

4.8

6.6

30.2 Reserven

Kapitalreserven

Die Kapitalreserven beinhalten die von den Aktionären einbezahlten Reserven.

Gewinnreserven

Die Gewinnreserven bestehen aus den gesetzlichen und statutarischen Reserven (ohne Kapitalreserven), den nicht ausgeschütteten Gewinnen der Vorjahre und den Gewinnen und Verlusten aus dem Verkauf eigener Aktien.

Eigene Aktien

Von der BKW oder ihren Konzerngesellschaften gehaltene BKW Aktien werden mit ihrem Anschaffungswert vom Eigenkapital in Abzug gebracht. Per 31. Dezember 2018 werden 70 094 Aktien (Vorjahr: 955 921) von der BKW AG und ihren Konzerngesellschaften und keine Aktien (Vorjahr: keine) von Assoziierten gehalten.

Übrige Reserven

Mio. CHF

Währungsumrechnung

Bewertungsreserve der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten

Absicherung

Versicherungsmathe- matische Gewinne/ Verluste

Total

Bestand 31.12.2016

– 355.9

0.0

1.2

– 6.0

– 360.7

Währungsumrechnung

Währungsumrechnung

100.6

100.6

Übertrag in die Erfolgsrechnung

0.5

0.5

Sicherungsgeschäfte

Wertänderungen

1.2

1.2

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

von Konzerngesellschaften

102.1

102.1

von Assoziierten

7.8

7.8

Ertragssteuern

– 0.3

– 22.9

– 23.2

Bestand 31.12.2017

– 254.8

0.0

2.1

81.0

– 171.7

Währungsumrechnung

Währungsumrechnung

– 47.4

– 47.4

Übertrag in die Erfolgsrechnung

0.1

0.1

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte

Wertänderungen

– 0.2

– 0.2

Übertrag in die Gewinnreserven

0.1

0.1

Sicherungsgeschäfte

Wertänderungen

– 0.3

– 0.3

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

von Konzerngesellschaften

– 39.3

– 39.3

von Assoziierten

14.0

14.0

Ertragssteuern

4.4

4.4

Bestand 31.12.2018

– 302.1

– 0.1

1.8

60.1

– 240.3

Währungsumrechnung

Die Reserve für Währungsumrechnung enthält die Währungsdifferenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in Fremdwährung ausländischer Konzerngesellschaften und Assoziierter.

Bewertungsreserve der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte

In dieser Bewertungsreserve werden die Wertänderungen der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte (bis zum 31. Dezember 2017 als «Zur Veräus­serung verfügbare Finanzanlagen» bezeichnet) bis zum Zeitpunkt ihrer Realisierung erfasst. Im Zeitpunkt der Veräusserung dieser finanziellen Vermögenswerte wird die Bewertungsreserve in die Gewinnreserven umgegliedert.

Absicherung

Die Absicherungsreserve umfasst die unrealisierten Wertänderungen von Finanzinstrumenten zur Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) sowie zur Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (Net Investment Hedge) in der Höhe des ­wirksamen Teils der Absicherung sowie die realisierten Gewinne und Verluste aus abgeschlossenen Sicherungsbeziehungen, deren Realisierung in die Erfolgsrechnung noch nicht erfolgt ist, da das Grundgeschäft der Sicherungsbeziehung noch nicht erfolgswirksam war.

Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste

Die Reserve für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste umfasst den Effekt aus den periodischen versicherungsmathematischen Neuberechnungen.

30.3 Kapitalmanagement

Die BKW verfolgt eine nachhaltige Steigerung und Sicherung des Unternehmenswerts. Das Kapital­management der BKW hat zum Ziel, die Kapitalmarkt- bzw. Finanzierungsfähigkeit des Konzerns durch Einhaltung einer mit dem jeweils festgelegten Zielrating verträglichen Bilanzstruktur langfristig sicherzustellen und den potenziellen Einfluss von Wertänderungen des gesamten Finanz- bzw. Risikoportfolios in engen Grenzen zu steuern. Die BKW strebt eine stetige Dividendenausschüttung an, basierend auf einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Reingewinns. Die Finanzmittel der BKW dienen primär dem Kerngeschäft und sichern den unternehmerischen Handlungsspielraum gemäss den Vorgaben der Konzernstrategie. Im Geschäftsjahr 2018 hat es keine Veränderungen beim Kapitalmanagement gegeben.

31 Derivate

Die nachfolgende Tabelle beinhaltet Angaben zu den Wiederbeschaffungswerten und Kontraktvolumen der am Bilanzstichtag offenen derivativen Finanzinstrumente aus Energiehandels­geschäften sowie aus Zins- und Währungsabsicherungen. Derivate, die als Sicherungsinstrumente gemäss IFRS 9 qualifizieren und nach den Bestimmungen des Hedge Accounting behandelt werden, sind separat ausgewiesen.

Derivate werden in der Bilanz zu ihrem beizulegenden Zeitwert als positive Wiederbeschaffungswerte (Forderungen) oder negative Wiederbeschaffungswerte (Verbindlichkeiten) ausgewiesen. Das Kontraktvolumen entspricht dem Basiswert bzw. der Kontraktmenge des zugrunde liegenden derivativen Finanzinstruments.

Der Wiederbeschaffungswert der Futures ist null, da die Preisschwankungen verglichen mit den vereinbarten Abschlusspreisen täglich ausgeglichen werden. Die Terminkontrakte des Energiehandels enthalten Forwards mit fixen und flexibel einsetzbaren Profilen.

Positive Wiederbeschaffungswerte

Negative Wiederbeschaffungswerte

Kontraktvolumen

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

31.12.2017

31.12.2018

31.12.2017

31.12.2018

Futures (Energiehandel)

144.4

189.1

Terminkontrakte (Energiehandel)

144.4

230.8

152.4

242.0

1 546.7

1 826.7

Swaps

3.8

3.4

25.0

25.0

Terminkontrakte (Devisen)

0.4

46.8

175.1

Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting)

Swaps

4.9

1.9

110.0

110.0

Terminkontrakte (Devisen)

3.6

0.7

33.7

5.6

Total

152.9

233.1

156.9

245.4

1 906.6

2 331.5

davon:

Kurzfristige Derivate

101.3

197.7

109.6

192.5

Langfristige Derivate

51.6

35.4

47.3

52.9

32 Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting)

Per 31. Dezember 2018 bestanden folgende offene Sicherungsgeschäfte:

Fair Value Hedge

Zum Bilanzstichtag bestand ein Zinssatz-Swap, der zur Absicherung von Schwankungen des ­beizulegenden Zeitwerts eines Teils der ausgegebenen Anleihen dient. Diese als hocheffektiv ­eingestufte Sicherungsbeziehung qualifiziert als Fair Value Hedge. Die Wertveränderung des beizulegenden Zeitwerts des zugrunde liegenden Teils der Anleihen betrug 3.1 Mio. CHF (Vorjahr: 2.8 Mio. CHF). Aus den Sicherungsbeziehungen resultierte weder im Jahr 2018 noch 2017 ein ineffektiver Teil, welcher im Finanzergebnis zu erfassen war.

Cashflow Hedge

Zum Bilanzstichtag bestehen Sicherungsgeschäfte im Zusammenhang mit ausstehenden Inves­titionsverpflichtungen. Diese Sicherungsinstrumente werden als hocheffektiv eingestuft und qualifizieren ebenfalls als Cashflow Hedges. Der Bewertungserfolg dieser Cashflow Hedges wird im Sonstigen Ergebnis erfasst (0.0 Mio. CHF im Berichtsjahr, Vorjahr: 2.2 Mio. CHF). Aus den Sicherungsbeziehungen resultierte weder 2018 noch 2017 ein ineffektiver Teil, welcher im Finanz­ergebnis zu erfassen war.

Der im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung von Kraftwerksanlagen abgeschlossene Zinssatz-Swap zur Absicherung von Schwankungen in den Zinszahlungen lief im Vorjahr aus. Es bestehen per Bilanzstichtag keine offenen Positionen aus derartigen Cashflow Hedges. Die Sicherungsbeziehung qualifizierte im Vorjahr als hocheffektiver Cashflow Hedge. Der Bewertungs­erfolg für diesen Cashflow Hedge wurde 2017 im Sonstigen Ergebnis mit 0.0 Mio. CHF erfasst. Aus dieser Sicherungsbeziehung resultierte 2017 kein ineffektiver Teil, welcher im Finanz­ergebnis zu erfassen war.

Auch die diversen Terminkontrakte zur Absicherung von Kursschwankungen auf den Umsatz in EUR liefen im 2017 aus. Im Berichtsjahr wurden keine neuen Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Es bestehen per Bilanzstichtag keine offenen Positionen. Diese Sicherungsinstrumente wurden im Vorjahr als hocheffektiv eingestuft und qualifizierten als Cashflow Hedges. Im Vorjahr wurde aus dieser Absicherung ein Verlust von 1.0 Mio. CHF im Nettoumsatz erfasst. Zugehörige Gewinne und Verluste aus diesem Sicherungsinstrument wurden analog zum Grundgeschäft erfolgswirksam erfasst.

Net Investment Hedge

In den vergangenen Jahren platzierte die BKW drei Namensschuldverschreibungen mit Nominalbeträgen von insgesamt 275.0 Mio. EUR. Die Namensschuldverschreibungen wurden in ­Deutschland platziert und sichern einen Teil der dortigen Nettoinvestitionen ab. Die Namensschuldverschreibungen wurden als Net Investment Hedge designiert. Fremdwährungsgewinne bzw. -verluste auf den Namensschuldverschreibungen werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und gleichen in entsprechendem Ausmass die Gewinne bzw. Verluste aus der Währungsumrechnung der designierten Nettoinvestitionen aus. Aus den Sicherungsbeziehungen resultierte im Berichtsjahr kein ineffektiver Teil, welcher im Finanzergebnis zu erfassen war.

33 Beziehungen zu nahestehenden Personen

In den ausgewiesenen Perioden hatte die BKW mit nahestehenden Personen folgende finanzielle Beziehungen. Alle Transaktionen wurden – wenn unten nicht anders vermerkt – zu Konditionen wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt:

Eigentümer

Gesellschaften, die das Unternehmen mass­geblich beeinflussen

Assoziierte

Pensionskassen

Mio. CHF

2017

2018

2017

2018

2017

2018

2017

2018

Erträge

Verkauf von Energie

3.4

3.3

13.5

0.0

37.1

43.2

Übrige Verkäufe und Dienstleistungen

7.7

6.3

3.2

0.0

31.9

21.3

1.2

1.3

Zinsen und Dividenden

1.9

2.2

28.7

21.7

Aufwendungen

Kauf von Energie

3.7

0.0

257.0

276.5

Wasserzinsen

18.6

19.0

Übrige Käufe und Dienstleistungen

0.3

0.4

0.1

0.0

96.3

108.8

31.2

37.1

Abgaben und Gebühren

2.2

5.6

Zinsen und Dividenden

44.6

50.1

8.4

0.0

0.7

0.1

Ertragssteuern

13.3

4.8

Aktiven

Flüssige Mittel

36.8

33.9

Forderungen und Abgrenzungen

1.7

4.5

27.7

15.9

Kurzfristige Finanzanlagen

23.5

32.8

Darlehen

27.5

26.2

Nutzungsrechte

12.7

11.6

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

14.1

5.5

36.4

51.1

10.5

9.2

Darlehen

1.3

0.8

Nutzungsrechte

0.3

0.4

Transaktionen mit dem Eigentümer

Der Kanton Bern ist der grösste Aktionär der BKW. Als Mehrheitsaktionär hat der Kanton bestimmenden Einfluss auf alle Entscheide der Generalversammlung, einschliesslich der Wahl der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Gewinnverwendung. Zum Kanton Bern, zu seinen Behörden und öffentlich-rechtlichen Anstalten sowie zu den von diesen beherrschten privatrechtlichen Gesellschaften bestehen vielfältige Beziehungen: Die BKW erbringt Energieliefe­rungen und andere Dienstleistungen, bezieht Material und Dienstleistungen und zahlt Steuern, Wasserzinsen und andere Abgaben und Gebühren. Ferner erfolgen Finanztransaktionen mit der Berner Kantonalbank, an der der Kanton Bern die Aktienmehrheit hält.

Transaktionen mit Gesellschaften, welche die BKW massgeblich beeinflussen

An der Generalversammlung vom 12. Mai 2017 ist Paul-Albert Nobs, bisheriger Vertreter Groupe E im Verwaltungsrat der BKW, von seinem Amt zurückgetreten. Seither verfügt die Groupe E über keinen Vertreter im Verwaltungsrat der BKW. Die Groupe E wird daher seit diesem Zeitpunkt nicht mehr als nahestehende Gesellschaft behandelt.

Transaktionen mit Assoziierten

Die ausgewiesenen Transaktionen umfassen Energielieferungen, Energietransporte, Dividenden, Bau- / Ingenieurleistungen (Ertrag), Betriebsführungen und Instandhaltung / Wartung (Ertrag), Energiekäufe, Energietransporte, Material- / Fremdleistungen und übrige Dienstleistungen (Aufwand). Die von den Partnerwerken produzierte Energie wird den Aktionären aufgrund beste­hender Partnerverträge zu Produktionskosten verrechnet. Im Geschäftsjahr 2018 haben die Assoziierten bei der BKW Darlehen im Umfang von 17.4. Mio. CHF aufgenommen (Vorjahr: Aufnahme Darlehen 1.9 Mio. CHF). Im Vorjahr wurde bei einem Darlehen eine Wertaufholung von 6.0 Mio. CHF erfasst. Dieses Darlehen wurde anschliessend bei der assoziierten Gesellschaft in Eigenkapital und bei der BKW in Beteiligung umgewandelt. Im Berichtsjahr nahmen die Darlehen durch Rückzahlungen um 8.3 Mio. CHF ab (Vorjahr: Rückzahlungen 25.6 Mio. CHF). Die BKW hat im Berichtsjahr Leistungen und Material von Assoziierten im Wert von 14.8 Mio. CHF aktiviert (Vorjahr: 14.4 Mio. CHF).

Transaktionen mit Vorsorgeeinrichtungen

Die Transaktionen mit Vorsorgeeinrichtungen erfolgen im Rahmen der beruflichen Vorsorge und umfassen Arbeitgeberbeiträge, Verwaltungspauschalen (Personal-, Betriebs- und Verwaltungskosten), Immobilienleistungen (Bewirtschaftung von Liegenschaften) sowie Finanztransaktionen (Bewirtschaftung Liquidität inkl. Verzinsung).

Transaktionen mit dem Verwaltungsrat und der Konzernleitung

Vergütungen

Mio. CHF

2017

2018

Kurzfristig fällige Leistungen

4.0

3.9

Beiträge an Pensionspläne

0.7

1.2

Aktienbasierte Vergütungen

1.0

1.5

Total

5.7

6.6

Die in den kurzfristig fälligen Leistungen enthaltenen Erfolgsbeteiligungen entsprechen den ­variablen Erfolgsanteilen für das entsprechende Geschäftsjahr.

Die detaillierten Angaben zu den Vergütungen an Verwaltungsrat und Konzernleitung erfolgen im Vergütungsbericht, welcher in Übereinstimmung mit der Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften (VegüV) publiziert wird.

Transaktionen mit Gesellschaften, bei welchen Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung massgeblichen Einfluss haben

Im Geschäftsjahr 2018 hat die BKW an Gesellschaften, bei welchen Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung massgeblichen Einfluss haben, Energie im Umfang von 1.7 Mio. CHF (Vorjahr: keine) geliefert und Dienstleistungen im Umfang von 1.3 Mio. CHF (Vorjahr: keine) erbracht. Am Bilanzstichtag bestanden gegenüber diesen Gesellschaften offene Forderungen in der Höhe von 0.6 Mio. CHF (Vorjahr: keine).

34 Leasing

34.1 Operatives Leasing

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren operativen Leasingverträgen betrugen per Bilanzstichtag:

Mio. CHF

Leasinggeber 31.12.2017

Leasinggeber 31.12.2018

Leasingnehmer 31.12.2017

Leasingnehmer 31.12.2018

Innerhalb von 1 Jahr

8.4

1.0

9.6

14.3

Nach 1 Jahr, aber innerhalb von 5 Jahren

1.8

2.5

23.6

32.0

Nach 5 Jahren

1.2

4.1

39.2

35.7

Total

11.4

7.6

72.4

82.0

Die Leasingverhältnisse betreffen Mietverträge von Betriebsliegenschaften, Pachtverhältnisse sowie Fahrzeugleasing. Der verbuchte Leasingaufwand aus operativen Leasingverträgen betrug im Berichtsjahr 15.9 Mio. CHF (Vorjahr: 10.1 Mio. CHF).

34.2 Finanzierungsleasing

Mio. CHF

Mindestleasingzahlungen 31.12.2017

Mindestleasingzahlungen 31.12.2018

Barwert 31.12.2017

Barwert 31.12.2018

Innerhalb von 1 Jahr

12.1

6.5

8.9

4.7

Nach 1 Jahr, aber innerhalb von 5 Jahren

40.0

24.7

32.8

20.5

Nach 5 Jahren

12.0

5.4

11.3

5.2

Total

64.1

36.6

53.0

30.4

Finanzierungskosten

– 11.1

– 6.2

Barwert Mindestleasingzahlungen

53.0

30.4

Das Finanzierungsleasing steht im Zusammenhang mit Windparks, die über langfristige Leasingverträge finanziert sind.

35 Zusätzliche Angaben zur Geldflussrechnung

Die Flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestände, Bankguthaben und kurzfristige Geldanlagen bei Finanzinstituten mit einer Gesamtlaufzeit von höchstens drei Monaten.

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Bankguthaben und Kassabestände

665.5

602.9

Terminguthaben

160.0

214.5

Total Flüssige Mittel

825.5

817.4

Die Berichtigungen des operativen Cashflows um nicht geldwirksame Transaktionen setzen sich wie folgt zusammen:

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Abschreibungen und Wertminderungen

198.9

208.1

Ergebnis aus Assoziierten

– 48.8

– 28.3

Finanzergebnis

10.2

167.6

Gewinne/Verluste aus Verkauf von Anlagevermögen

– 6.9

– 4.2

Veränderung langfristige Rückstellungen (ohne Verzinsung)

– 65.5

– 144.9

Auflösungsraten abgetretener Nutzungsrechte

0.5

– 11.9

Veränderung aus Bewertung von Energiederivaten

20.7

3.3

Andere nicht geldwirksame Positionen

– 8.1

– 54.1

Total Berichtigung für nicht geldwirksame Transaktionen

101.0

135.6

Detailangaben zum Erwerb von Konzerngesellschaften im Berichtsjahr sind in Anmerkung 7 ersichtlich. Der Geldabfluss für den Erwerb von Konzerngesellschaften von 121.8 Mio. CHF entspricht dem Erwerbspreis von 171.3 Mio. CHF abzüglich der erworbenen flüssigen Mittel von 15.5 Mio. CHF und der zum Erwerbszeitpunkt aufgeschobenen und bedingten Kaufpreiszahlungen von 47.8 Mio. CHF, zuzüglich der 2018 erfolgten Zahlungen im Zusammenhang mit aufgescho­benen und bedingten Kaufpreiszahlungen von 13.8 Mio. CHF.

36 Aktienbasierte Vergütungen

Die Mitarbeitenden der BKW haben die Möglichkeit, sich am Aktienkapital der BKW AG zu Vorzugs­bedingungen zu beteiligen. Die jährlich festgelegte Möglichkeit zur Aktienbeteiligung sieht vor, den hauptamtlich angestellten Mitarbeitenden der BKW (ohne Konzernleitung und höhere Kadermitarbeitende) sowie den Mitgliedern des Verwaltungsrats eine bestimmte Anzahl BKW Aktien zu einem jeweils neu festgelegten Vorzugspreis anzubieten, wobei die erworbenen Aktien einer Sperrfrist unterliegen. Im Berichtsjahr bestand die Möglichkeit, bis zu 327 450 Aktien der BKW (Vorjahr: 320 100 Aktien) zu einem Vorzugspreis zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 77 701 Aktien (Vorjahr: 80 701 Aktien) zu einem Preis pro Aktie von 40.75 CHF (Vorjahr: 32.40 CHF) bezogen. Der zugrunde gelegte Zeitwert pro Aktie betrug 60.00 CHF (Vorjahr: 54.75 CHF). Der Personalaufwand für diese aktienbasierte Vergütung belief sich auf 1.5 Mio. CHF (Vorjahr: 1.8 Mio. CHF). Am Bilanzstichtag bestanden keine offenen Bezugsrechte.

Zudem wird den Mitgliedern der Konzernleitung und höheren Kadermitarbeitenden eine Erfolgsbeteiligung in der Form von BKW Aktien als Teil ihrer jeweils festen jährlichen Grundvergütung zugewiesen. Die Zuteilung der Aktien an die Mitglieder der Konzernleitung erfolgt jährlich für das laufende Geschäftsjahr. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 26 546 Aktien (Vorjahr: 19 000 Aktien) mit einem zugrunde gelegten Zeitwert von 71.60 CHF (Vorjahr: 57.05 CHF) zugeteilt. Im Rahmen des Performance-Management-Prozesses werden den höheren Kadermitarbeitenden BKW Aktien jeweils im März des Folgejahres zugeteilt. Im Geschäftsjahr 2018 wurden dabei 21 213 Aktien (aufgrund der erstmaligen Verschiebung der Leistungs­beurteilungen vom Dezember in den März wurden im Vorjahr keine Aktien zugeteilt) mit einem zugrunde gelegten Zeitwert von 63.60 CHF zugeteilt. Diese Aktien unterliegen ebenfalls einer Sperrfrist. Der erfasste Personalaufwand für die Erfolgsbeteiligungen an die Konzernleitung und die höheren Kadermitarbeitenden belief sich insgesamt auf 3.2 Mio. CHF (Vorjahr: 1.1 Mio. CHF). Am Bilanzstichtag bestanden keine offenen Bezugsrechte.

Die Zuteilung der Aktien ist bei beiden beschriebenen Sachverhalten für die Mitarbeitenden an keine weiteren Bedingungen geknüpft, wodurch ein Erdienungszeitraum (Vesting Period) ­entfällt und die Erfassung der Vergütung zum Zeitpunkt der Gewährung (Grant Date) erfolgt. Als Bemessungsgrundlage für den beizulegenden Zeitwert dient der Börsenkurs. Der entsprechende Aufwand wird zum Zeitpunkt der Gewährung im Personalaufwand erfasst. Beim Aktienbeteiligungs­programm entspricht der Personalaufwand der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem von den Mitarbeitenden bezahlten Vorzugspreis.

37 Konzerngesellschaften mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Die BKW hält mit der BKW Netzbeteiligung AG mit Geschäftssitz in der Schweiz eine Konzern­gesellschaft mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen. Die BKW Netzbeteiligung AG hält die Anteile an der Swissgrid AG.

In nachfolgender Tabelle werden die Finanzinformationen der BKW Netzbeteiligung AG separat ausgewiesen. Die Angaben sind vor Elimination konzerninterner Transaktionen.

BKW Netzbeteiligung AG

Mio. CHF

31.12.2017

31.12.2018

Nicht beherrschende Anteile in %

49.9 %

49.9 %

Buchwert der nicht beherrschenden Anteile

181.0

180.6

Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesenes Ergebnis

3.9

5.3

Dividenden an nicht beherrschende Anteile

4.5

5.6

Bilanz

Anlagevermögen

361.7

361.7

Umlaufvermögen

1.1

0.3

Langfristige Verbindlichkeiten

0.0

0.0

Kurzfristige Verbindlichkeiten

0.1

0.0

Erfolgsrechnung

Finanzertrag

7.9

10.7

Reingewinn

7.8

10.7

Geldflussrechnung

Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit

10.0

10.6

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

0.0

0.0

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

– 9.1

– 11.3

38 Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden ­hinsichtlich des Bewertungsverfahrens in folgende Hierarchiestufen eingeteilt:

In der Berichtsperiode haben wie in der Vergleichsperiode keine Transfers zwischen den Stufen stattgefunden.

Mio. CHF

Buchwert 31.12.2018

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Kurzfristige Finanzanlagen

Schuldinstrumente

136.9

106.9

30.0

Vorräte

Zertifikate (Eigenhandel)

0.7

0.7

Derivate (kurz- und langfristig)

233.1

233.1

Langfristige Finanzanlagen

Forderungen gegenüber staatlichen Fonds

1 169.8

1 169.8

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis bewertete Vermögenswerte

Eigenkapitalinstrumente

7.4

7.4

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten

Derivate (kurz- und langfristig)

245.4

245.4

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen

56.8

56.8

Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilen

8.1

8.1

Mio. CHF

Buchwert 31.12.2017

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Kurzfristige Finanzanlagen

Zu Handelszwecken gehaltene Wertschriften

176.1

176.1

Vorräte

Zertifikate (Eigenhandel)

14.2

14.2

Derivate (kurz- und langfristig)

152.9

152.9

Langfristige Finanzanlagen

Zur Veräusserung verfügbare Finanzanlagen

8.6

8.6

Forderungen gegenüber staatlichen Fonds

1 183.3

1 183.3

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten

Derivate (kurz- und langfristig)

156.9

156.9

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen

41.4

41.4

Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilen

11.7

11.7

Zusätzlich sind per 31. Dezember 2018 in den Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet:

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schulden und Vermögenswerte der Stufe 3 haben sich in der Berichtsperiode wie folgt entwickelt:

Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten

Eigenkapitalinstrumente

Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilen

Mio. CHF

2017

2018

2017

2018

2017

2018

Bestand am 01.01.

44.5

41.4

18.5

8.6

16.0

11.7

Zugänge

27.2

35.2

0.4

0.7

Abgänge

– 10.5

– 6.4

– 0.2

– 1.7

– 4.3

– 3.4

Wertänderungen

Realisierung in Erfolgsrechnung

– 23.1

– 12.2

– 10.8

n/a

– 0.2

Im Sonstigen Ergebnis erfasste ­Wertänderung

3.3

– 1.2

0.7

– 0.2

Bestand am 31.12.

41.4

56.8

8.6

7.4

11.7

8.1

39 Angaben zu den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

39.1 Buchwerte pro Bilanzposition und Zuordnung zu den Bewertungskategorien gemäss IFRS 9

Finanzielle Vermögenswerte

Anmerkung

Finanzielle Ver­mögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 1

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete ­finanzielle ­Vermögenswerte 1

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle ­Vermögenswerte 1

Total

Mio. CHF

2017

2018

2017

2018

2017

2018

2017

2018

Flüssige Mittel

35

825.5

817.4

825.5

817.4

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

17

637.0

595.5

637.0

595.5

Sonstige kurzfristige finanzielle Forderungen

17

90.5

70.0

90.5

70.0

Kurzfristige Finanzanlagen

21

221.5

140.6

176.1

136.9

397.6

277.5

Derivate (kurz- und langfristig)

31

152.9

233.1

152.9

233.1

Finanzielle Rechnungsabgrenzungen

20

87.9

57.4

87.9

57.4

Langfristige Finanzanlagen

21

118.4

96.4

8.6

7.4

127.0

103.8

Total

1 980.8

1 777.3

329.0

370.0

8.6

7.4

2 318.4

2 154.7

1 Neue Bezeichnungen gemäss IFRS 9. Bisher als «Darlehen und Forderungen», «Erfolgswirksam zum beizulegendem Zeitwert» sowie «Zur Veräusserung verfügbare Finanzinstrumente» bezeichnet.

Finanzielle Verbindlichkeiten