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3 Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat (VR) besteht gemäss Statuten aus 7 bis 10 Mitgliedern. Er zählt zurzeit 7 nicht exekutive und unabhängige Mitglieder. Ein Mitglied wird auf der Grundlage von Art. 762 OR und Art. 19 der Statuten durch den Kanton Bern in den Verwaltungsrat abgeordnet.

3.1 Mitglieder

Zusammensetzung

Funktion

Im Amt seit

Urs Gasche

Präsident Vorsitzender des Vergütungs- und Nominationsausschusses

2011

Hartmut Geldmacher

Vizepräsident Mitglied des Vergütungs- und Nominationsausschusses

2011

Dr. Carole Ackermann

Mitglied Mitglied des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses

2018

Roger Baillod

Mitglied Vorsitzender des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses

2013

Rebecca Guntern

Mitglied

2018

Andreas Rickenbacher 1

Mitglied Mitglied des Vergütungs- und Nominationsausschusses

2018

Kurt Schär

Mitglied Stellvertreter des Vorsitzenden des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses

2012

1 Delegierter des Kantons Bern

Kein Mitglied des Verwaltungsrats gehört zugleich der Konzernleitung der BKW oder der Geschäftsleitung einer Konzerngesellschaft an. Ebenfalls gehörte kein Mitglied des Verwaltungsrats in den drei vorangegangenen Geschäftsjahren der Konzernleitung der BKW oder der Geschäftsleitung einer Konzerngesellschaft an. Im Weiteren steht auch kein Mitglied in wesentlichen geschäftlichen Beziehungen mit der BKW oder einer Konzern­gesellschaft.

Austritte in der Berichtsperiode

Im Berichtsjahr sind die Verwaltungsräte Marc-Alain Affolter, Dr. Georges Bindschedler und ­Barbara Egger-Jenzer mit Ablauf ihrer Amtsperiode per Ende der ordentlichen Generalversammlung vom 18. Mai 2018 zurückgetreten.

3.2 Tätigkeiten und Interessenbindungen

Urs Gasche (1955, CH) Rechtsanwalt

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2018 Konsulent in der Rechts- und Unter­nehmensberatung Markwalder ­Emmenegger, Anwaltstätigkeit ohne forensische Aktivitäten, mit Schwer­gewicht Verwaltungsrats-, Stiftungs­rats- und Verbandsmandate im ­Energiebereich (BKW), im Gesundheitsbereich und in kulturellen ­Institutionen
2011 – 2017 Mitglied des Nationalrates
2010 – 2017 Partner in der Rechts- und Unter­nehmensberatung Markwalder ­Emmenegger, Anwaltstätigkeit ohne forensische Aktivitäten, mit Schwer­gewicht Verwaltungsrats-, Stiftungsrats- und Verbandsmandate im ­Energiebereich (BKW), im Gesundheitsbereich und in kulturellen ­Institutionen
2002 – 2010 Finanzdirektor des Kantons Bern, ­Mitglied des Regierungsrates und als Vertreter des Kantons Bern im ­Verwaltungsrat der BKW FMB ­Energie AG, Bern

Mandate in börsenkotierten Unternehmen

Keine

Mandate in gewinnorientierten Unternehmen
Mandate in sonstigen Rechtseinheiten
Mandate in Branchenverbänden und gemeinnützigen Organisationen
Weitere bedeutende Tätigkeiten

Keine

Hartmut Geldmacher (1955, D) Diplom-Kaufmann

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2011 Selbstständiger Unternehmer
2002 – 2011 Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der E.ON Energie AG, München

Mandate in börsenkotierten Unternehmen

Keine

Mandate in gewinnorientierten Unternehmen
Mandate in sonstigen Rechtseinheiten

Keine

Mandate in Branchenverbänden und gemeinnützigen Organisationen

Vorsitzender des Stiftungsrates der Bayerischen EliteAkademie, München

Weitere bedeutende Tätigkeiten

Keine

Carole Ackermann (1970, CH, A) Dr. oec. HSG

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2007 CEO und Mitgründerin Diamondscull AG, Zug
2004 – 2007 Geschäftsleitungsmitglied Ionbond AG, CEO Ionbond China
1999 – 2004 Direktorin Saurer Group AG, Arbon

Mandate in börsenkotierten Unternehmen
Mandate in gewinnorientierten Unternehmen
Mandate in sonstigen Rechtseinheiten

Mitglied des Verwaltungsrats der Be-advanced Innovationsförderagentur, Bern

Mandate in Branchenverbänden und gemeinnützigen ­Organisationen

Keine

Weitere bedeutende Tätigkeiten

Roger Baillod (1958, CH) Dipl. Betriebsökonom FH, dipl. Wirtschaftsprüfer

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2017 Professioneller Verwaltungsrat und Unternehmensberater
1996 – 2016 Chief Financial Officer (bis 09.2016) und Mitglied der Konzernleitung von Bucher Industries AG in ­Niederweningen, Zürich (bis 12.2016)
1993 – 1996 Mitglied der Geschäftsleitung in zwei Industrieunternehmen
1984 – 1993 Wirtschaftsprüfer und -berater bei der ATAG Ernst & Young AG in Zürich und St. Gallen

Mandate in börsenkotierten Unternehmen
Mandate in gewinnorientierten Unternehmen
Mandate in sonstigen Rechtseinheiten

Mitglied des Stiftungsrates der Joh. Jacob ­Rieter-Stiftung, Winterthur

Mandate in Branchenverbänden und gemeinnützigen Organisationen

Keine

Weitere bedeutende Tätigkeiten

Keine

Rebecca Guntern Flückiger (1972, CH) Eidg. dipl. pharm. Universität Basel, Bachelor of Business Administration

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2018 Head Cluster Europe, Sandoz Pharmaceuticals AG
2015 – 2018 Head Cluster BACH, Sandoz Pharmaceuticals AG
2013 – 2015 Head Strategic Accounts & Commercial Excellence WEMEA, Sandoz Pharmaceuticals AG
2011 – 2013 Country Head Spain & Zyprus, Sandoz Pharmaceuticals AG
2008 – 2011 Country Head Switzerland, Sandoz Pharmaceuticals AG

Mandate in börsenkotierten Unternehmen

Mitglied des Verwaltungsrats der Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch

Mandate in gewinnorientierten Unternehmen

Mitglied des Verwaltungsrats der Société Suisse des Explosifs SA, Brig-Glis

Mandate in sonstigen Rechtseinheiten

Mitglied des Verwaltungsrats der ­Intergenerika, Liestal

Mandate in Branchenverbänden und gemeinnützigen ­Organisationen

Keine

Weitere bedeutende Tätigkeiten

Vizepräsidentin/Mitglied des Verwaltungsrats von Advance – Women in Business, Zürich

Andreas Rickenbacher (1968, CH) Lic.rer.pol., Betriebswirtschafter

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2016 Verwaltungsrat, Unternehmer, ­Unternehmensberater (Inhaber ­Andreas Rickenbacher Management AG)
2016 – 2018 Kantonsvertreter im Verwaltungsrat der Swissgrid AG (5.2016 bis 5.2018)
2006 – 2016 Regierungsrat des Kantons Bern, Volkswirtschaftsdirektor (bis 6.2016); Kantonsvertreter im Verwaltungsrat der Gebäudeversicherung des Kantons Bern GVB (2006 – 2010, von Amtes ­wegen)
2004 – 2006 Inhaber Rickenbacher Projekte GmbH (Beratung in Marketing und Kommunikation; Verwaltungsratsmandate)
1998 – 2004 Projektleiter bei einer kleineren Unternehmensberatungsfirma
1992 – 1998 Projektassistent und ab 1996 Projektleiter beim GfS-Forschungsinstitut

Mandate in börsenkotierten Unternehmen

Mitglied des Verwaltungsrats der Bernexpo ­Holding AG, Bernexpo AG, Messepark Bern AG, alle in Bern (Konzernstruktur)

Mandate in gewinnorientierten Unternehmen
Mandate in sonstigen Rechtseinheiten
Mandate in Branchenverbänden und gemeinnützigen ­Organisationen

Keine

Weitere bedeutende Tätigkeiten

Mitglied Advisory Board des Swiss Economic Forum SEF

Kurt Schär (1965, CH) Radio-TV-Elektroniker, Marketingplaner und Verwaltungsratsausbildung Swiss Board School

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2014 Inhaber der Sunnsite Management AG
2001 – 2014 CEO Biketec AG, Flyer Elektrovelo-­Herstellerin in Huttwil

Mandate in börsenkotierten Unternehmen

Keine

Mandate in gewinnorientierten Unternehmen
Mandate in sonstigen Rechtseinheiten
Mandate in Branchenverbänden und gemeinnützigen Organisationen

Keine

Weitere bedeutende Tätigkeiten

Keine

3.3 Anzahl zulässiger Tätigkeiten

Die Mitglieder des Verwaltungsrats dürfen ausserhalb der BKW Gruppe höchstens 10 Mandate in obersten Leitungs- und Verwaltungsorganen in gewinnorientierten Unternehmen, maximal 5 davon in börsenkotierten Gesellschaften, und 10 Mandate in sonstigen Rechtseinheiten wie Stiftungen und Vereinen, die sich im Handelsregister eintragen lassen müssen, innehaben. Ausnahmen und weitere Angaben sind in Art. 21 der Statuten festgelegt.

3.4 Wahl und Amtszeit

Mit Ausnahme des durch den Kanton Bern abgeordneten Vertreters werden die Mitglieder des Verwaltungsrats jährlich einzeln von der Generalversammlung gewählt. Eine Wiederwahl ist unter Vorbehalt einer Altersgrenze von 70 Jahren möglich. Die Amtsdauer der im Sinne von Art. 762 OR vom Kanton Bern abgeordneten Mitglieder wird durch den Regierungsrat bestimmt.

Der Verwaltungsratspräsident und die Mitglieder des Vergütungs- und Nominationsausschusses wie auch der unabhängige Stimmrechtsvertreter werden ebenfalls jährlich einzeln von der Generalversammlung gewählt.

3.5 Interne Organisation

3.5.1 Aufgabenteilung im Verwaltungsrat

Dem Verwaltungsrat obliegen die Oberleitung der Gesellschaft sowie die Oberaufsicht über deren Organe. Neben dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten sind keine weiteren speziellen Funktionen bestimmt. Der Sekretär muss nicht ­gleichzeitig Verwaltungsratsmitglied sein. Der Verwaltungsrat ist ein Kollektivorgan, in welchem der Verwaltungsratspräsident Leitungs- und Koordinationsaufgaben sowie die Aufsicht über die Umsetzung der Entscheide des Verwaltungsrats und die Abstimmung mit der CEO wahrnimmt. Seine Mitglieder haben unter Vorbehalt von ­konkreten Beschlüssen des Verwaltungsrats keine persönlichen Befugnisse gegenüber der Gesellschaft und können deshalb von sich aus keine Anordnungen treffen.

Der Verwaltungsrat kann durch Beschluss einen Teil seiner Aufgaben und Kompetenzen an ­Ausschüsse aus seiner Mitte übertragen. Den Verwaltungsrat unterstützen zwei ständige ­Ausschüsse: der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss sowie der Vergütungs- und Nominationsausschuss. Aufgaben, Organisation und Kompetenzen dieser beiden Ausschüsse sind im Einzelnen in Reglementen festgelegt, die durch den Verwaltungsrat genehmigt worden sind. ­Weiter kann der Verwaltungsrat für wichtige Einzelgeschäfte wie Grossinvestitionen, Allianzen und Kooperationen jederzeit Ad-hoc-Ausschüsse einsetzen. Bei allfälligen Ad-hoc-Ausschüssen wählt der Verwaltungsrat in der ersten Sitzung nach jeder Generalversammlung die Mitglieder aus seiner Mitte.

3.5.2 Verwaltungsratsausschüsse

Finanzprüfungs- und Risikoausschuss

Der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss besteht aus drei vom Verwaltungsrat gewählten Mitgliedern. Der Vorsitzende des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses wird ebenfalls vom Verwaltungsrat gewählt, dessen Stellvertreter durch den Finanzprüfungs- und Risikoausschuss.

Zusammensetzung Finanzprüfungs- und Risikoausschuss

Roger Baillod

Vorsitzender

Kurt Schär

Stellvertreter des Vorsitzenden

Dr. Carole ­Ackermann

Mitglied

Der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss unterstützt den Verwaltungsrat bei seiner Aufsicht im Bereich der finanziellen Führung der Gesellschaft und beantragt ihm die gebotenen Entscheide.

Aufgaben

Kompetenzen

Vergütungs- und Nominationsausschuss

Der Vergütungs- und Nominationsausschuss besteht gemäss Art. 24 der Statuten aus drei Mitgliedern, die jährlich einzeln durch die Generalversammlung aus dem Kreis der Verwaltungsratsmitglieder gewählt werden. Wiederwahl ist möglich. Im Übrigen konstituiert sich der Vergütungs- und Nominationsausschuss selbst.

Zusammensetzung Vergütungs- und Nominationsausschuss

Urs Gasche

Vorsitzender

Hartmut Geldmacher

Mitglied

Andreas ­Rickenbacher

Mitglied

Der Vergütungs- und Nominationsausschuss befasst sich mit der Ausarbeitung von Grundsätzen für die Auswahl von Kandidaten für Verwaltungsrat und Konzernleitung sowie im Besonderen auf oberster Unternehmensebene mit der Vergütungs­strategie und den Leistungszielen und -kriterien der BKW Gruppe. Er unterstützt den Verwaltungsrat bei der Festlegung und Bewertung des Vergütungssystems und der Vergütungsgrundsätze sowie bei der Vorbereitung der Anträge an die Generalversammlung betreffend die Gesamtbeträge der Vergütungen des Verwaltungsrats und der Konzernleitung. Der Vergütungs- und Nominationsausschuss stellt dem Verwaltungsrat Antrag über die im Rahmen seiner Zuständigkeit behandelten Geschäfte.

Aufgaben und Kompetenzen des Vergütungs- und Nominationsausschusses sind im Vergütungs­bericht beschrieben.

3.5.3 Arbeitsweise des Verwaltungsrats und ­seiner Ausschüsse

Der Verwaltungsrat versammelt sich auf Einladung des Verwaltungsratspräsidenten oder des Vizepräsidenten mit Stellvertretungsfunktion, so oft es die Geschäfte erfordern; in der Regel finden in einem Geschäftsjahr sechs Sitzungen statt. Zudem kann jedes Mitglied vom Verwaltungsratspräsidenten unter Angabe der Gründe schriftlich die Einberufung einer Sitzung verlangen. Die Termine für die ordentlichen Sitzungen werden frühzeitig festgelegt, sodass grundsätzlich alle Mitglieder persönlich teilnehmen. Vor den Verwaltungsratssitzungen erhält jedes Mitglied Unterlagen, mit denen es sich auf die Tagesordnungspunkte vorbereiten kann. Die CEO und die weiteren Mitglieder der Konzernleitung nehmen mit beratender Stimme an jeder Verwaltungsratssitzung teil, soweit der Verwaltungsratspräsident nichts anderes anordnet. Zu den Sitzungen können zudem auch mit beratender Stimme leitende Angestellte des Konzerns, Mitglieder der Revi­sionsstelle der BKW und andere Fachleute beigezogen werden. Der Sekretär des Verwaltungsrats, Stefan Emmenegger, ist bei den Verwaltungsratssitzungen anwesend. Der Verwaltungsrat fasst seine Beschlüsse an Sitzungen oder in Telefon- oder Videokonferenzen und ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder an der Sitzung anwesend ist oder an der Telefon- oder Videokonferenz teilnimmt. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit hat der Vorsitzende den Stichentscheid. Über die Verhandlungen und Beschlüsse wird ein Protokoll geführt. Das Protokoll wird nach Freigabe durch den Verwaltungsratspräsidenten den Verwaltungsratsmitgliedern zugestellt und an der nachfolgenden Sitzung genehmigt. Im Geschäftsjahr 2018 fanden sechs Sitzungen mit einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 3.5 Stunden des Verwaltungsrats unter Beisein der CEO und der übrigen Mitglieder der Konzernleitung statt.

Der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss hält gemäss seinem Reglement jährlich mindestens vier ordentliche Sitzungen ab. Die CEO, der CFO, der Leiter Accounting and Tax sowie der Leiter der Internen Revision nehmen in der Regel an den Sitzungen teil. Bei Bedarf kann der Vorsitzende die Prüfer der externen Revision, weitere Mitglieder der Konzernleitung, der erweiterten ­Konzernleitung, des Senior Management sowie externe Experten als Auskunftspersonen beiziehen. Im Geschäftsjahr 2018 hat der Ausschuss vier ordentliche Sitzungen mit einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 3.5 Stunden abgehalten.

Der Vergütungs- und Nominationsausschuss tagt gemäss seinem Reglement, so oft es die Geschäfte erfordern, mindestens aber dreimal jährlich. An den Sitzungen des Vergütungs- und Nominationsausschusses nimmt die CEO mit beratender Stimme teil und hat ein Antragsrecht. Sie nimmt nicht an Sitzungen teil, in denen ihre eigene Vergütung und/oder Leistung erörtert werden. Bei Bedarf kann der Vorsitzende weitere Mitglieder der Konzernleitung, der erweiterten Konzern­leitung sowie externe Experten als Auskunftspersonen beiziehen. Im Geschäftsjahr 2018 hat der Vergütungs- und Nominationsausschuss drei ordentliche Sitzungen mit einer durchschnitt­lichen Sitzungsdauer von drei Stunden abgehalten.

Sowohl der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss als auch der Vergütungs- und Nominationsausschuss sind verhandlungs- und beschlussfähig, wenn die Mehrheit ihrer Mitglieder anwesend ist, und fassen ihre Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit hat der Vorsitzende den Stichentscheid.

3.6 Kompetenzregelung

Dem Verwaltungsrat obliegt gemäss Gesetz die Oberleitung und Oberaufsicht der BKW Gruppe. Er hat die unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben nach Art. 716a Abs. 1 OR. Zusätzlich kann er in allen Angelegenheiten Beschluss fassen, die nicht der Generalversammlung durch Gesetz oder Statuten zugeteilt sind.

Gestützt auf Art. 20 der Statuten hat der Verwaltungsrat die operative Geschäftsführung vollumfänglich an die CEO delegiert und deren Kompetenzen im Organisationsreglement festgehalten. Die CEO ist Vorsitzende der Konzernleitung und wird durch die Mitglieder der Konzernleitung unterstützt. Sie ist für die operative Führung des Konzerns zuständig und vertritt den Konzern gegen aussen.

Die Konzernleitung besteht aus der CEO, dem CFO und den Leitern der Geschäftsbereiche Netze und Produktion. Entscheide der Konzernleitung werden unter Einbezug der übrigen Mitglieder der Konzernleitung durch die CEO getroffen. Die übrigen Mitglieder der Konzernleitung haben ein Mit­sprache- und Antragsrecht. Im Geschäftsjahr 2018 tagte die Konzernleitung in der Regel alle zwei Wochen. Die Sitzungen dauern im Durchschnitt 3 bis 5 Stunden. Die Konzernleitung unterstützt die CEO in ihrer Verantwortung zur operativen Führung der BKW Gruppe. Die unmittelbare Führung der Geschäftsbereiche erfolgt durch die jeweiligen Geschäftsbereichsleiter. Im Rahmen ihrer Kompetenzen kann die Konzernleitung Aufgaben und Befugnisse delegieren. Zudem bereitet sie Geschäfte vor, die in die Beschlusskompetenz von übergeordneten Organen fallen.

Kompetenzen des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat hat neben den ihm von Gesetzes wegen und gemäss den Statuten vor­behaltenen Geschäften insbesondere folgende Aufgaben und Kompetenzen:

Kompetenzen der CEO

Die CEO hat insbesondere folgende Aufgaben und Kompetenzen:

Die CEO hat Aufgaben und Kompetenzen qualifizierten nachgeordneten Stellen übertragen und instruiert und überwacht diese entsprechend.

Kompetenzen der Konzernleitung

Die Konzernleitung hat insbesondere folgende Aufgaben und Kompetenzen:

Die Konzernleitung kann durch Beschluss einen Teil ihrer Aufgaben und Kompetenzen oder die Vorbereitung, Ausführung und Überwachung von Entscheiden der Konzernleitung an Ausschüsse übertragen. Die Zusammensetzung, die Organisation sowie die Aufgaben und Kompetenzen von dauernden Ausschüssen sind in separaten Reglementen zu regeln. Aufgaben und Organisation der Ad-hoc-Ausschüsse sind im Beschluss zu deren Einsetzung jeweils im Einzelnen festzulegen. Die Konzernleitung hat derzeit für die Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg einen Teil ihrer Aufgaben dem Konzernleitungsausschuss Projekt Stilllegung KKM übertragen.

Weitere Ausführungen zur Konzernleitung sind nachfolgend unter Ziffer 4 zu finden.

3.7 Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Konzernleitung

Der Verwaltungsrat nimmt seine Oberaufsicht über seine Ausschüsse selbst wahr und beaufsichtigt die Arbeitsweise der CEO und der ­Konzernleitung mittels differenzierter Rapportierungsprozesse und Einsichtsrechte in Geschäfts­prozesse und Geschäftsfälle.

Der Verwaltungsrat wird in jeder Sitzung durch die CEO und durch die anderen Konzernleitungsmitglieder über den laufenden Geschäftsgang und wichtige Geschäftsvorfälle orientiert. Mindestens halbjährlich zum Halb- und Jahresabschluss wird der Verwaltungsrat detailliert über den Geschäftsgang orientiert. Der BKW Konzern verfügt über ein umfassendes elektronisches Management Information System (MIS). Der Präsident des ­Verwaltungsrats informiert sich in regelmässigen Treffen und Gesprächen auch ausserhalb der Sitzungen des Verwaltungsrats über den laufenden Geschäftsgang. Bei ausserordentlichen Ereignissen informiert die CEO den Verwaltungsratspräsi­denten unverzüglich. Eine umfassende Information über das Risikomanagement erfolgt im Zusammenhang mit der Planung und den Abschlüssen.

Geschäfte, die durch den Verwaltungsrat zu behandeln sind, werden in der Präsidialsitzung vorbesprochen. Teilnehmende dieser Sitzung sind der Präsident des Verwaltungsrats, die CEO, die übrigen Mitglieder der Konzernleitung und die Leiterin Markets & Services.

Kontrollinstrumente des Verwaltungsrats ­gegenüber der Konzernleitung

Der Verwaltungsrat ist zuständig für die Einrichtung und Überwachung des Risikomanagements, der Compliance und der Internen Revision der BKW Gruppe.

Risikomanagement

Die Konzernleitung ist für die Umsetzung der Risikomanagement-Vorgaben des Verwaltungsrats verantwortlich. Unterstützt werden der ­Verwaltungsrat und die Konzernleitung durch die Geschäftseinheit Risk Management, die organi­satorisch dem CFO unterstellt ist. Das Risk Management ist sowohl für das strategische ­Risikomanagement des Konzerns, das Kredit­risikomanagement als auch für das operative Risikomanagement des Handels und von Treasury zuständig. Die Konzernleitung bzw. der CFO ­werden vom Risk Committee und einer Fachorganisation Risk beraten.

Mit dem Risikomanagement werden Risiken der gesamten BKW Gruppe laufend identifiziert, bewertet und risikomindernde Massnahmen ­erarbeitet. Als Basis für den integrierten Risikomanagementprozess dient dabei die ISO-31000-Norm. Das Risikomanagement berücksichtigt externe wie interne Ereignisse, analysiert und steuert Risiken einer möglichen Gefährdung von Mensch und Umwelt, Risiken im Zusammenhang mit dem sicheren Betrieb der Infrastruktur, der Reputation sowie liquiditäts-, eigenkapital- und ergebnisrelevante Risiken. Dabei wird auch die Risikotragfähigkeit beurteilt. Aufgrund des starken Wachstums der BKW Gruppe im Dienstleistungsgeschäft steigen die Anforderungen an das konzernweite Risikomanagement. Der aktuelle Fokus liegt daher auf einer sukzessiven Einbindung neuer Tochtergesellschaften in den Risikomanagementprozess sowie der Schaffung einer einheitlichen und verbindlichen unternehmensweiten Risikopolitik. Neben den Entwicklungen in der Konzernstruktur liegt ein weiterer Schwerpunkt auf dem Thema Digitalisierung: Durch die Optimierung und Automatisierung der Datenverarbeitung bzw. der Datenauswertung sowie der zeitnahen Berichterstattung wird die Transparenz über die Geschäftsabläufe erhöht und somit die operative Risikosteuerung erleichtert.

Für Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken sind Limitensysteme installiert. Den Gefahren im Zusammenhang mit aussergewöhnlichen Markt­situationen, den operationellen sowie den strategischen Risiken wird mit individuellen Massnahmen begegnet. Die Umsetzung und die Einhaltung der zur Steuerung nötigen Massnahmen werden regelmässig überwacht. In den stärker risikobehafteten Bereichen Handel und Finanzen/Treasury finden vertiefte Kontrollen statt.

Compliance

Der Verwaltungsrat hat die Einhaltung der anwend­baren Normen (Compliance), namentlich durch Genehmigung und regelmässige Überprüfung der Governance-Prinzipien und des Verhaltenskodex sicherzustellen. Die CEO sorgt für eine angemessene Organisation und für die Durchführung der Kontrolle zur Einhaltung der anwendbaren Normen in allen Bereichen der BKW Gruppe. Sie erstattet dem Verwaltungsrat mindestens einmal jährlich einen entsprechenden Bericht. Zudem nimmt sie jährlich eine umfassende Risikobeurteilung vor und informiert den Verwaltungsrat über die Ergebnisse. Bei den Compliance-Risiken liegt der Fokus bei der Identifikation und Bewertung von allfälligen Verstössen gegen zwingende rechtliche Anforderungen und Verbote. Als Massnahmen dienen risikobasierte Schulungen, Ad-hoc-Informa­tionen zu neuen Entwicklungen, ein aktualisiertes Regelwerk, die Betreuung des Hinweisgebersystems sowie Beratungen.

Im Berichtsjahr wurde ein konzernweites Hinweis­gebersystem eingeführt, welches neu auch ­anonyme Hinweise ermöglicht. Weiter wurde ein Datenschutzkonzept für die BKW Gruppe erstellt sowie risikobasierte Schulungen durchgeführt. Dies aufgrund der seit dem 25. Mai 2018 verbindlichen EU-Datenschutzgrundverordnung, welche auch für die BKW relevant ist.

Unterstützt werden der Verwaltungsrat und die Konzernleitung durch die Fachstelle Compliance.

Revision

Die Interne Revision erstattet zuhanden des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses quartalsweise Bericht über ihre Revisionstätigkeit. Diese umfasst im Besonderen die Berichterstattung über die Prüfung des internen Kontrollsystems der BKW, Transaktionen und Ge­schäftsprozesse im gesamten Konzern. Einmal pro Jahr berichtet die Interne Revision über die Realisierung der vom Finanzprüfungs- und Risikoausschuss festgelegten Revisionsplanung und die Umsetzung der an das Management aufgrund von durchgeführten Prüfungen abgegebenen Empfehlungen.Bei Vorliegen von schwerwiegenden Mängeln wie Feststellungen deliktischer Handlungen oder schwerer Verstösse gegen elementare Sorgfaltspflichten erstattet die Interne Revision dem Finanzprüfungs- und Risikoausschuss ebenfalls Bericht.

Die externe Revision der BKW ist die Revisionsstelle Ernst & Young AG, Bern. Diese berichtet jährlich in ihrem umfassenden Bericht an den ­Verwaltungsrat über die Revision der Jahresrechnung sowie Feststellungen zum internen Kontrollsystem.

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