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3 Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat (VR) besteht gemäss Statuten aus 7 bis 10 Mitgliedern. Er zählt zurzeit 7 nicht exekutive und unabhängige Mitglieder. Der Kanton Bern ist auf der Grundlage von Art. 19 der Statuten und Art. 762 OR berechtigt, zwei Mitglieder in den Verwaltungsrat abzuordnen. Derzeit nutzt der Kanton dieses Recht durch Abordnung eines Verwaltungsrats.

3.1 Mitglieder

Zusammensetzung

Funktion

Im Amt seit

Urs Gasche

Präsident Vorsitzender des Vergütungs- und Nominationsausschusses

2011

Hartmut Geldmacher

Vizepräsident Mitglied des Vergütungs- und Nominationsausschusses

2011

Dr. Carole Ackermann

Mitglied Mitglied des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses

2018

Roger Baillod

Mitglied Vorsitzender des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses

2013

Rebecca Guntern

Mitglied

2018

Andreas Rickenbacher 1

Mitglied Mitglied des Vergütungs- und Nominationsausschusses

2018

Kurt Schär

Mitglied Stellvertreter des Vorsitzenden des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses

2012

1 Delegierter des Kantons Bern

Im Jahr 2020 wie auch in den drei vorangegangenen Jahren gehörte kein Mitglied des Verwaltungsrats zugleich der Konzernleitung der BKW oder der Geschäftsleitung einer Konzerngesellschaft an. Im Weiteren steht auch kein Mitglied in wesentlichen geschäftlichen Beziehungen mit der BKW oder einer Konzerngesellschaft.

3.2 Tätigkeiten und Interessenbindungen

Urs Gasche (1955, CH)
Rechtsanwalt

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2018 Konsulent in der Rechts- und Unternehmensberatung Markwalder Emmenegger, Anwaltstätigkeit ohne forensische Aktivitäten, mit Schwergewicht Verwaltungsrats-, Stiftungsrats- und Verbandsmandate im Energiebereich (BKW), im Gesundheitsbereich und in kulturellen Institutionen

2011 – 2017 Mitglied des Nationalrates

2010 – 2017 Partner in der Rechts- und Unternehmensberatung Markwalder Emmenegger, Anwaltstätigkeit ohne forensische Aktivitäten, mit Schwergewicht Verwaltungsrats-, Stiftungsrats- und Verbandsmandate im Energiebereich (BKW), im Gesundheitsbereich und in kulturellen Institutionen

2002 – 2010 Finanzdirektor des Kantons Bern, Mitglied des Regierungsrates und als Vertreter des Kantons Bern im Verwaltungsrat der BKW FMB Energie AG, Bern

Bedeutende Mandate

Hartmut Geldmacher (1955, D)
Diplom-Kaufmann

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2011 Selbstständiger Unternehmer

2002 – 2011 Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor der E.ON Energie AG, München

Bedeutende Mandate

Carole Ackermann (1970, CH, A)
Dr. oec. HSG

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2007 CEO und Mitgründerin Diamondscull AG, Zug

2004 – 2007 Geschäftsleitungsmitglied Ionbond AG, Olten, CEO Ionbond China

1999 – 2004 Direktorin Saurer Group AG, Arbon

Bedeutende Mandate

Roger Baillod (1958, CH)
Dipl. Betriebsökonom FH, dipl. Wirtschaftsprüfer

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2017 Professioneller Verwaltungsrat und Unternehmensberater

1996 – 2016 Chief Financial Officer (bis 9.2016) und Mitglied der Konzernleitung von Bucher Industries AG in Niederweningen, Zürich (bis 12.2016)

Bedeutende Mandate

Rebecca Guntern Flückiger (1972, CH)
Eidg. dipl. pharm. Universität Basel, Bachelor of Business Administration

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2018 Head Cluster Europe, Sandoz Pharmaceuticals AG

2015 – 2018 Head Cluster BACH, Sandoz Pharmaceuticals AG

2013 – 2015 Head Strategie Accounts & Commercial Excellence WEMEA, Sandoz Pharmaceuticals AG

2011 – 2013 Country Head Spain & Zyprus, Sandoz Pharmaceuticals AG

2008 – 2011 Country Head Switzerland, Sandoz Pharmaceuticals AG

Bedeutende Mandate

Andreas Rickenbacher (1968, CH)
Lic. rer. pol., Betriebswirtschafter

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2016 Verwaltungsrat, Unternehmer, Unternehmensberater; Kantonsvertreter im Verwaltungsrat der Swissgrid AG (5.2016 bis 5.2018).

2006 – 2016 Regierungsrat des Kantons Bern, Volkswirtschaftsdirektor (bis 6.2016); Kantonsvertreter im Verwaltungsrat der Gebäudeversicherung des Kantons Bern (GVB) (2006 – 2010, von Amtes wegen)

2004 – 2006 Inhaber Rickenbacher Projekte GmbH (Beratung in Marketing und Kommunikation; Verwaltungsratsmandate)

Bedeutende Mandate

Kurt Schär (1965, CH)
Radio-TV-Elektroniker, Marketingplaner und Verwaltungsratsausbildung Swiss Board School

Beruflicher Hintergrund, Werdegang

Seit 2014 Inhaber der Sunnsite Management AG, Verwaltungsratsmandate

2001 – 2014 CEO Biketec AG, Flyer Elektrovelo-Herstellerin, Huttwil

Bedeutende Mandate

3.3 Anzahl zulässiger Tätigkeiten

Die Mitglieder des Verwaltungsrats dürfen ausserhalb der BKW Gruppe höchstens 10 Mandate in obersten Leitungs- und Verwaltungsorganen in gewinnorientierten Unternehmen, maximal 5 davon in börsenkotierten Gesellschaften, und 10 Mandate in sonstigen Rechtseinheiten wie Stiftungen und Vereinen, die sich im Handelsregister eintragen lassen müssen, innehaben. Ausnahmen und weitere Angaben sind in Art. 21 der Statuten unter www.bkw.ch/statuten festgelegt.

3.4 Wahl und Amtszeit

Mit Ausnahme des durch den Kanton Bern abgeordneten Vertreters werden die Mitglieder des Verwaltungsrats jährlich einzeln von der Generalversammlung gewählt. Eine Wiederwahl ist unter Vorbehalt einer Altersgrenze von 70 Jahren möglich. Die Amtsdauer der im Sinne von Art. 762 OR vom Kanton Bern abgeordneten Mitglieder wird durch den Regierungsrat bestimmt.

Der Verwaltungsratspräsident und die Mitglieder des Vergütungs- und Nominationsausschusses wie auch der unabhängige Stimmrechtsvertreter werden ebenfalls jährlich einzeln von der Generalversammlung gewählt.

3.5 Interne Organisation

3.5.1 Aufgabenteilung im Verwaltungsrat

Dem Verwaltungsrat obliegen die Oberleitung der Gesellschaft sowie die Oberaufsicht über deren Organe. Neben dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten sind keine weiteren speziellen Funktionen bestimmt. Der Sekretär muss nicht gleichzeitig Verwaltungsratsmitglied sein. Der Verwaltungsrat ist ein Kollektivorgan, in welchem der Verwaltungsratspräsident Leitungs- und Koordinationsaufgaben sowie die Aufsicht über die Umsetzung der Entscheide des Verwaltungsrats und die Abstimmung mit der CEO wahrnimmt. Seine Mitglieder haben unter Vorbehalt von konkreten Beschlüssen des Verwaltungsrats keine persönlichen Befugnisse gegenüber der Gesellschaft und können deshalb von sich aus keine Anordnungen treffen.

Der Verwaltungsrat kann durch Beschluss einen Teil seiner Aufgaben und Kompetenzen an Ausschüsse aus seiner Mitte übertragen. Den Verwaltungsrat unterstützen zwei ständige Ausschüsse: der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss sowie der Vergütungs- und Nominationsausschuss. Aufgaben, Organisation und Kompetenzen dieser beiden Ausschüsse sind im Einzelnen in Reglementen festgelegt, die durch den Verwaltungsrat genehmigt worden sind. Weiter kann der Verwaltungsrat für wichtige Einzelgeschäfte wie Grossinvestitionen, Allianzen und Kooperationen jederzeit Ad-hoc-Ausschüsse einsetzen. Bei allfälligen Ad-hoc-Ausschüssen wählt der Verwaltungsrat in der ersten Sitzung nach jeder Generalversammlung die Mitglieder aus seiner Mitte.

3.5.2 Verwaltungsratsausschüsse

Finanzprüfungs- und Risikoausschuss

Der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss besteht aus drei vom Verwaltungsrat gewählten Mitgliedern. Der Vorsitzende des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses wird ebenfalls vom Verwaltungsrat gewählt, dessen Stellvertreter durch den Finanzprüfungs- und Risikoausschuss.

Zusammensetzung Finanzprüfungs- und Risikoausschuss

Roger Baillod

Vorsitzender

Kurt Schär

Stellvertreter des Vorsitzenden

Dr. Carole Ackermann

Mitglied

Der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss unterstützt den Verwaltungsrat bei seiner Aufsicht im Bereich der finanziellen Führung der Gesellschaft und beantragt ihm die gebotenen Entscheide.

Aufgaben

Kompetenzen

Vergütungs- und Nominationsausschuss

Der Vergütungs- und Nominationsausschuss besteht gemäss Art. 24 der Statuten aus drei Mitgliedern, die jährlich einzeln durch die Generalversammlung aus dem Kreis der Verwaltungsratsmitglieder gewählt werden. Wiederwahl ist möglich. Im Übrigen konstituiert sich der Vergütungs- und Nominationsausschuss selbst.

Zusammensetzung Vergütungs- und Nominationsausschuss

Urs Gasche

Vorsitzender

Hartmut Geldmacher

Mitglied

Andreas Rickenbacher

Mitglied

Der Vergütungs- und Nominationsausschuss befasst sich mit der Ausarbeitung von Grundsätzen für die Auswahl von Kandidaten für Verwaltungsrat und Konzernleitung sowie im Besonderen auf oberster Unternehmensebene mit der Vergütungsstrategie und den Leistungszielen und -kriterien der BKW Gruppe. Er unterstützt den Verwaltungsrat bei der Festlegung und Bewertung des Vergütungssystems und der Vergütungsgrundsätze sowie bei der Vorbereitung der Anträge an die Generalversammlung betreffend die Gesamtbeträge der Vergütungen des Verwaltungsrats und der Konzernleitung. Der Vergütungs- und Nominationsausschuss stellt dem Verwaltungsrat Antrag über die im Rahmen seiner Zuständigkeit behandelten Geschäfte.

Aufgaben und Kompetenzen des Vergütungs- und Nominationsausschusses sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 153 bis 155 beschrieben.

Temporärer Nominationsausschuss

Um sicherzustellen, dass keine möglichen Kandidatinnen oder Kandidaten an der Vorbereitung beteiligt sind, wurde im Jahr 2020 gestützt auf Art. 20 Abs. 3 der Statuten ein Temporärer Nominationsausschuss gebildet. Dieser befasste sich mit der Evaluation eines neuen Verwaltungsratspräsidenten aufgrund des bevorstehenden Rücktritts des Präsidenten des Verwaltungsrats und Vorsitzenden des Vergütungs- und Nominationsausschusses, Urs Gasche.

Zusammensetzung Temporärer Nominationsausschuss

Hartmut Geldmacher

Vorsitzender

Dr. Carole Ackermann

Mitglied

Rebecca Guntern

Mitglied

Kurt Schär

Mitglied

3.5.3 Arbeitsweise des Verwaltungsrats und seiner Ausschüsse

Der Verwaltungsrat versammelt sich auf Einladung des Verwaltungsratspräsidenten oder des Vizepräsidenten mit Stellvertretungsfunktion, so oft es die Geschäfte erfordern; in der Regel finden in einem Geschäftsjahr sechs Sitzungen statt. Zudem kann jedes Mitglied vom Verwaltungsratspräsidenten unter Angabe der Gründe schriftlich die Einberufung einer Sitzung verlangen. Die Termine für die ordentlichen Sitzungen werden frühzeitig festgelegt, sodass grundsätzlich alle Mitglieder persönlich teilnehmen. Vor den Verwaltungsratssitzungen erhält jedes Mitglied Unterlagen, mit denen es sich auf die Tagesordnungspunkte vorbereiten kann. Die CEO und die weiteren Mitglieder der Konzernleitung nehmen mit beratender Stimme an jeder Verwaltungsratssitzung teil, soweit der Verwaltungsratspräsident nichts anderes anordnet. Zu den Sitzungen können zudem auch mit beratender Stimme leitende Angestellte des Konzerns, Mitglieder der Revisionsstelle der BKW und andere Fachleute beigezogen werden. Der Sekretär des Verwaltungsrats, Stefan Emmenegger, ist bei den Verwaltungsratssitzungen anwesend. Der Verwaltungsrat fasst seine Beschlüsse an Sitzungen oder in Telefon- oder Videokonferenzen und ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder an der Sitzung anwesend ist oder an der Telefon- oder Videokonferenz teilnimmt. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit hat der Vorsitzende den Stichentscheid. Über die Verhandlungen und Beschlüsse wird ein Protokoll geführt. Das Protokoll wird nach Freigabe durch den Verwaltungsratspräsidenten den Verwaltungsratsmitgliedern zugestellt und an der nachfolgenden Sitzung genehmigt. Im Geschäftsjahr 2020 fanden sechs Sitzungen mit einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 3.5 Stunden des Verwaltungsrats unter Beisein der CEO und der übrigen Mitglieder der Konzernleitung statt. Externe Experten wurden im Jahr 2020 nicht beigezogen.

Der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss hält gemäss seinem Reglement jährlich mindestens vier ordentliche Sitzungen ab. Die CEO, der CFO, der Leiter Accounting & Tax sowie der Leiter der Internen Revision nehmen in der Regel an den Sitzungen teil. Bei Bedarf kann der Vorsitzende die Prüfer der externen Revision, weitere Mitglieder der Konzernleitung, der erweiterten Konzernleitung, des Senior Managements sowie externe Experten als Auskunftspersonen beiziehen. Im Geschäftsjahr 2020 hat der Ausschuss vier ordentliche Sitzungen und zwei ausserordentliche Sitzungen mit einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 3.5 Stunden abgehalten. An einer Sitzung hat die externe Revision teilgenommen.

Der Vergütungs- und Nominationsausschuss tagt gemäss seinem Reglement so oft es die Geschäfte erfordern, mindestens aber dreimal jährlich. An den Sitzungen des Vergütungs- und Nominationsausschusses nimmt die CEO in der Regel mit beratender Stimme teil und hat ein Antragsrecht. Sie nimmt nicht an Sitzungen teil, in denen ihre eigene Vergütung und/oder Leistung erörtert werden. Bei Bedarf kann der Vorsitzende weitere Mitglieder der Konzernleitung, der erweiterten Konzernleitung sowie externe Experten als Auskunftspersonen beiziehen. Im Geschäftsjahr 2020 hat der Vergütungs- und Nominationsausschuss drei ordentliche Sitzungen mit einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 3 Stunden abgehalten. Zudem hielt der Vergütungs- und Nominationsausschuss weitere 21 ausserordentliche Sitzungen und Videokonferenzen ab, an welchen er sich insbesondere mit der Nachfolgeplanung für den Verwaltungsrat und die Konzernleitung, der Nominierung des neuen Konzernleitungsmitglieds sowie der Überarbeitung des Vergütungssystems befasste. Im Jahr 2020 haben im Rahmen der Überarbeitung des Vergütungssystems externe Experten an insgesamt drei Sitzungen teilgenommen.

Der Temporäre Nominationsausschuss hat in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2020 drei Mal getagt mit einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von 3 Stunden. An einer Sitzung haben zudem Experten für Executive Search teilgenommen.

Sowohl der Finanzprüfungs- und Risikoausschuss als auch der Vergütungs- und Nominationsausschuss sind verhandlungs- und beschlussfähig, wenn die Mehrheit ihrer Mitglieder anwesend ist, und fassen ihre Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit hat der Vorsitzende den Stichentscheid.

3.6 Kompetenzregelung

Dem Verwaltungsrat obliegt gemäss Gesetz die Oberleitung und Oberaufsicht der BKW Gruppe. Er hat die unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben nach Art. 716a Abs. 1 OR. Zusätzlich kann er in allen Angelegenheiten Beschluss fassen, die nicht durch Gesetz oder Statuten der Generalversammlung zugeteilt sind.

Gestützt auf Art. 20 der Statuten hat der Verwaltungsrat die operative Geschäftsführung vollumfänglich an die CEO delegiert und deren Kompetenzen im Organisationsreglement festgehalten. Die CEO ist Vorsitzende der Konzernleitung und wird durch die Mitglieder der Konzernleitung unterstützt. Sie ist für die operative Führung des Konzerns zuständig und vertritt den Konzern gegen aussen.

Die Konzernleitung besteht aus der CEO, dem CFO und den Leitern der Geschäftsbereiche Power Grid, Production und Energy Markets & Group Services. Entscheide der Konzernleitung werden unter Einbezug der übrigen Mitglieder der Konzernleitung durch die CEO getroffen. Die übrigen Mitglieder der Konzernleitung haben ein Mitsprache- und Antragsrecht. Im Geschäftsjahr 2020 tagte die Konzernleitung in der Regel alle 2 Wochen. Die Sitzungen haben im Durchschnitt 3 bis 5 Stunden gedauert. Die Konzernleitung unterstützt die CEO in ihrer Verantwortung zur operativen Führung der BKW Gruppe. Die unmittelbare Führung der Geschäftsbereiche erfolgt durch die jeweiligen Geschäftsbereichsleiter. Im Rahmen ihrer Kompetenzen kann die Konzernleitung Aufgaben und Befugnisse delegieren. Zudem bereitet sie Geschäfte vor, die in die Beschlusskompetenz von übergeordneten Organen fallen.

Kompetenzen des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat hat neben den ihm von Gesetzes wegen und gemäss den Statuten vorbehaltenen Geschäften insbesondere folgende Aufgaben und Kompetenzen:

Kompetenzen der CEO

Die CEO hat insbesondere folgende Aufgaben und Kompetenzen:

Die CEO hat Aufgaben und Kompetenzen qualifizierten nachgeordneten Stellen übertragen und instruiert und überwacht diese entsprechend.

Kompetenzen der Konzernleitung

Die Konzernleitung hat insbesondere folgende Aufgaben und Kompetenzen:

Die Konzernleitung kann durch Beschluss einen Teil ihrer Aufgaben und Kompetenzen oder die Vorbereitung, Ausführung und Überwachung von Entscheiden der Konzernleitung an Ausschüsse übertragen. Die Zusammensetzung, die Organisation sowie die Aufgaben und Kompetenzen von dauernden Ausschüssen sind in separaten Reglementen zu regeln. Aufgaben und Organisation der Ad-hoc-Ausschüsse sind im Beschluss zu deren Einsetzung jeweils im Einzelnen festzulegen. Die Konzernleitung hat derzeit für die Stilllegung des Kernkraftwerks Mühleberg einen Teil ihrer Aufgaben dem Konzernleitungsausschuss Projekt Stilllegung KKM übertragen.

Weitere Ausführungen zur Konzernleitung sind nachfolgend unter Ziffer 4 auf den Seiten 143 bis 145 zu finden.

3.7 Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Konzernleitung

Der Verwaltungsrat nimmt seine Oberaufsicht über seine Ausschüsse selbst wahr und beaufsichtigt die Arbeitsweise der CEO und der Konzernleitung mittels differenzierter Rapportierungsprozesse und Einsichtsrechte in Geschäftsprozesse und Geschäftsfälle.

Der Verwaltungsrat wird in jeder Sitzung durch die CEO und durch die anderen Konzernleitungsmitglieder über den laufenden Geschäftsgang und wichtige Geschäftsvorfälle orientiert. Mindestens halbjährlich zum Halb- und zum Jahresabschluss wird der Verwaltungsrat detailliert über den Geschäftsgang orientiert. Die BKW Gruppe verfügt über ein umfassendes elektronisches Management Information System (MIS). Der Präsident des Verwaltungsrats informiert sich in regelmässigen Treffen und Gesprächen auch ausserhalb der Sitzungen des Verwaltungsrats über den laufenden Geschäftsgang. Bei ausserordentlichen Ereignissen informiert die CEO den Verwaltungsratspräsidenten unverzüglich. Eine umfassende Information über das Risikomanagement erfolgt im Zusammenhang mit der Planung und den Abschlüssen.

Geschäfte, die durch den Verwaltungsrat zu behandeln sind, werden in der Präsidialsitzung vorbesprochen. Teilnehmende dieser Sitzung sind der Präsident des Verwaltungsrats, die CEO und die übrigen Mitglieder der Konzernleitung.

Kontrollinstrumente des Verwaltungsrats gegenüber der Konzernleitung

Der Verwaltungsrat ist zuständig für die Einrichtung und Überwachung des Risikomanagements, der Compliance und der Internen Revision der BKW Gruppe.

Risikomanagement

Die Konzernleitung ist für die Umsetzung der Risikomanagementvorgaben des Verwaltungsrats verantwortlich. Unterstützt werden der Verwaltungsrat und die Konzernleitung durch die Geschäftseinheit Risk Management, die organisatorisch dem CFO unterstellt ist. Das Risk Management ist sowohl für das strategische Risikomanagement des Konzerns, das Kreditrisikomanagement als auch für das operative Risikomanagement des Handels und Treasury zuständig. Das Risk Committee und eine Fachorganisation Risk unterstützen die Konzernleitung und das Risk Management bei der Beurteilung der Risikosituation. Im Rahmen eines systematischen periodischen Risikomanagementprozesses werden Risiken der gesamten BKW Gruppe laufend identifiziert und bewertet sowie risikomindernde Massnahmen erarbeitet. Als Basis für den integrierten Risikomanagementprozess dient die ISO-31000-Norm.

Neben den Risiken aus der operativen Tätigkeit und Strategie werden auch die externen Risiken wie z. B. Cyber Security und regulatorisches Umfeld beurteilt. Die klima- und umweltrelevanten Themen sowie weitere nicht finanzielle Dimensionen, beispielsweise Reputation, sind ein integraler Bestandteil dieser Risikobeurteilung und werden somit stets mitberücksichtigt.

Die Schwerpunkte des operativen Risikomanagements liegen weiterhin auf den mit dem Energiegeschäft verbundenen Risiken. Dabei wird der Fokus einerseits auf der kontinuierlichen Überwachung und Steuerung von Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken mittels zeitnaher adressatengerecht optimierter Berichterstattung gelegt. Andererseits sollen flexible und performante Risikomanagementmodelle eine rasche Einführung neuer bzw. veränderter Geschäftsmodelle und Produkte gewährleisten.

Die fortlaufende Automatisierung der Prozesse, der Digitalisierung und der Vernetzung stellen hohe Anforderungen an die Cyber Security. Eine konsequente Umsetzung und Verankerung vom Business Continuity Management (BCM) in den operativen Bereichen sowie die Weiterführung des Cyber-Security-Programms spielen für die Sicherheit der Infrastrukturen und Daten eine zentrale Rolle.

Compliance

Der Verwaltungsrat hat die Einhaltung der anwendbaren Normen (Compliance), namentlich durch Genehmigung und regelmässige Überprüfung der Governance-Prinzipien und des Verhaltenskodex, sicherzustellen. Die CEO sorgt für eine angemessene Organisation und für die Durchführung der Kontrolle zur Einhaltung der anwendbaren Normen in allen Bereichen der BKW Gruppe. Sie erstattet dem Verwaltungsrat mindestens einmal jährlich einen entsprechenden Bericht. Zudem nimmt sie jährlich eine umfassende Risikobeurteilung vor und informiert den Verwaltungsrat über die Ergebnisse. Im Berichtsjahr wurde ein externer Compliance Audit durchgeführt. Der externe Audit bestätigt, dass die BKW über ein umfassendes und zielführend aufgebautes Compliance Management System verfügt: Die Compliance-Risiken werden bei der BKW Gruppe konsistent zu einem hohen Standard erfasst, regelmässig besprochen, bewertet und überwacht. Bei den Compliance-Risiken liegt der Fokus bei der Identifikation und Bewertung von allfälligen Verstössen gegen zwingende rechtliche Anforderungen und Verbote. Als Massnahmen dienen risikobasierte Schulungen, Ad-hoc-Informationen zu neuen Entwicklungen, ein aktualisiertes Regelwerk, die Betreuung des Hinweisgebersystems sowie klare Beratungen.

Unterstützt werden der Verwaltungsrat und die Konzernleitung durch die Fachstelle Compliance.

Revision

Die Interne Revision erstattet zuhanden des Finanzprüfungs- und Risikoausschusses quartalsweise Bericht über ihre Revisionstätigkeit. Diese umfasst im Besonderen die Berichterstattung über die Prüfung des internen Kontrollsystems der BKW, Transaktionen und Geschäftsprozesse im gesamten Konzern. Einmal pro Jahr berichtet die Interne Revision über die Realisierung der vom Finanzprüfungs- und Risikoausschuss festgelegten Revisionsplanung und die Umsetzung der an das Management aufgrund von durchgeführten Prüfungen abgegebenen Empfehlungen. Bei Vorliegen von schwerwiegenden Mängeln wie Feststellungen deliktischer Handlungen oder schwerer Verstösse gegen elementare Sorgfaltspflichten erstattet die Interne Revision dem Finanzprüfungs- und Risikoausschuss ebenfalls Bericht.

Die externe Revision der BKW ist die Revisionsstelle Ernst & Young AG, Bern. Diese berichtet jährlich in ihrem umfassenden Bericht an den Verwaltungsrat über die Revision der Jahresrechnung sowie Feststellungen zum internen Kontrollsystem.

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