Finanzielles Ergebnis

Starkes Halbjahresergebnis

Die BKW erzielt im ersten Halbjahr 2019 ein sehr gutes Ergebnis. Trotz der weiterhin negativen Strompreiseffekte können Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert werden. Dies aufgrund des weiteren ­profitablen Wachstums des Dienstleistungsgeschäfts und eines aus­gezeichneten Bewirtschaftungsergebnisses der Stromposition. Der Umsatz erhöht sich um 7 % auf 1.4 Mrd. CHF. Der Reingewinn beträgt 201 Mio. CHF und ist um 59 % gestiegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte gegenüber dem um Sondereffekte bereinigten Vorjahreswert um 21 % verbessert werden.

Hervorragendes Betriebsergebnis – negative Strompreiseffekte substanziell überkompensiert

Die BKW schliesst das erste Halbjahr 2019 mit einem ausgesprochen starken Betriebsergebnis von 207 Mio. CHF ab. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert beträgt die Steigerung 36 Mio. CHF oder 21 %. Die nach wie vor negativen Effekte der Strompreisentwicklung konnten im ersten Halbjahr damit deutlich überkompensiert werden. Neben dem weiter ausgebauten Dienstleistungsgeschäft und dem konsequenten Kostenmanagement hat vor allem die sehr erfolgreiche Bewirtschaftung der Stromposition zu diesem ausgezeichneten Resultat bei­getragen.

Der Reingewinn liegt mit 201 Mio. CHF um 75 Mio. CHF (+ 59 %) über dem ausgewiesenen Vorjahres­wert. Bereinigt um den Sondereffekt aus dem Primatwechsel in 2018, beträgt die Steigerung sogar 116 Mio. CHF (+ 135 %). Die Erhöhung des Reingewinns ist auf das starke Betriebsergebnis und auf die deutlich bessere Performance der Anlagen in den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds zurückzuführen.

Mio. CHF

1. Halbjahr 2018 ausgewiesen

Bereini- gungen 1

1. Halbjahr 2018 (vergleichbar)

1. Halbjahr 2019

Veränderung in %

Gesamtleistung

1 281.2

1 281.2

1 370.2

7 % 

Energiebeschaffung/-transporte

– 450.8

– 450.8

– 424.6

– 6 % 

Betriebskosten

– 533.4

– 52.4

– 585.8

– 642.3

10 % 

Material und Fremdleistungen

– 154.9

– 154.9

– 178.8

15 % 

Personalaufwand

– 276.7

– 52.4

– 329.1

– 356.9

8 % 

Sonstiger Betriebsaufwand

– 101.8

– 101.8

– 106.6

5 % 

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen

297.0

– 52.4

244.6

303.3

24 % 

Abschreibungen und Wertminderungen

– 100.5

– 100.5

– 123.6

23 % 

Ergebnis aus Assoziierten

27.1

27.1

27.7

2 % 

Betriebsergebnis

223.6

– 52.4

171.2

207.4

21 % 

Finanzergebnis

– 56.1

– 56.1

41.5

Ergebnis vor Ertragssteuern

167.5

– 52.4

115.1

248.9

116 % 

Ertragssteuern

– 41.2

11.5

– 29.7

– 48.0

62 % 

Reingewinn

126.3

– 40.9

85.4

200.9

135 % 

1 Bereinigung 2018 um den Effekt aus der Umwandlung des bestehenden Leistungsprimats der Pensionskasse BKW in ein Beitragsprimat nach schweizerischem Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) per 1. Januar 2019.

Umsatzsteigerung im Energie- und im Dienstleistungsgeschäft: + 7 %

Die Gesamtleistung erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 89 Mio. CHF auf 1 370 Mio. CHF. Die negativen Strompreiseffekte im Energiegeschäft können somit deutlich überkompensiert ­werden. Das Geschäftsfeld Energie vermag die preisbedingte Umsatzreduktion dank höheren ­Produktionsmengen aus Windkraftwerken, dem sehr guten Handelsergebnis und auch dank höherem Volumen im Vertriebsgeschäft aufzuholen und seine Gesamtleistung um 4 % zu steigern. Im Netzgeschäft fällt der Umsatz infolge tieferer Durchleitungsmengen und reduzierter Kosten der Vorliegernetze leicht tiefer aus (– 5 %). Wiederum stark gewachsen ist das Dienstleistungs­geschäft. Mit einer Wachstumsrate von 20 % trägt es rund einen Drittel zum Gesamtumsatz der BKW bei.

Weitere Reduktion der Betriebskosten im angestammten Geschäft

Der Zuwachs bei den Betriebskosten (+ 10 %) ist durch den weiteren Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts bedingt. Im ersten Halbjahr 2019 sind infolge der getätigten Akquisitionen über 300 Mitarbeitende neu zur BKW gestossen. Demgegenüber konnte im organischen Geschäft eine erneute Reduktion der Betriebskosten realisiert werden (– 2 %). Der Personalbestand im angestammten Geschäft hat sich leicht reduziert. Per Ende Juni beschäftigt die BKW insgesamt gegen 8 000 Mitarbeitende.

Per 1. Januar 2019 wurde der neue IFRS-Standard zu Leasingverhältnissen umgesetzt. Der neue Standard verlangt, dass nahezu sämtliche Vermögenswerte (Nutzungsrecht am Leasinggegenstand) und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz erfasst werden. Die Änderung in der Erfassung des Leasingaufwands für Operating-Leasingverhältnisse führt in der Erfolgsrechnung zu einer Entlastung des Betriebsergebnisses vor Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 12 Mio. CHF. Demgegenüber stehen Abschreibungen auf den neu ange­setzten Nutzungsrechten in ähnlicher Höhe, weshalb auf Stufe Betriebsergebnis nur ein geringfügiger Effekt resultiert.

Positives Finanzergebnis dank Performance der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds Im ersten Halbjahr 2019 resultiert ein positives Finanzergebnis von 42 Mio. CHF (Vorjahr: – 56 Mio. CHF). Grund für die beträchtliche Steigerung ist die Performance der staatlichen Fonds für Stilllegung und Entsorgung. Nachdem die Anlagenrendite im Vorjahr leicht negativ war, fiel sie im ersten Halbjahr 2019 sehr gut aus. Die positive Entwicklung der Börsen hat zu einer Performance der Stilllegungs- und Entsorgungsfonds von 8 % geführt. Per Ende Juni sind die Fonds mit 1.2 Mrd. CHF bewertet.

Energie: negative Strompreiseinflüsse erfolgreich überkompensiert

Das Geschäftsfeld Energie baut, betreibt und unterhält die eigenen Kraftwerke im In- und ­Ausland. Im Weiteren beinhaltet es den Vertrieb von Energie sowie den Handel mit Strom, Zerti­fikaten und Rohstoffen.

Mio. CHF

1. Halbjahr 2018

1. Halbjahr 2019

Veränderung in %

Elektrizitätsabgabe Vertrieb Schweiz

246.7

264.1

7 % 

Übriges Energiegeschäft

387.2

383.7

– 1 % 

Sonstige betriebliche Erträge und aktivierte Eigenleistungen

13.4

24.5

83 % 

Gesamtleistung

647.3

672.3

4 % 

Energiebeschaffung

– 399.9

– 372.5

– 7 % 

Betriebskosten

– 153.3

– 150.2

– 2 % 

Personalaufwand

– 60.4

– 51.8

– 14 % 

Material und Fremdleistungen und sonstiger Betriebsaufwand

– 92.9

– 98.4

6 % 

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen

94.1

149.6

59 % 

Abschreibungen und Wertminderungen

– 38.7

– 51.1

32 % 

Ergebnis aus Assoziierten

16.8

16.0

– 5 % 

Betriebsergebnis

72.2

114.5

59 % 

Auch im ersten Halbjahr 2019 wirken sich die tiefen Strompreise negativ auf den Umsatz des Energie­geschäfts aus. Auf den im Wesentlichen vor drei Jahren abgesicherten Stromverkäufen 2019 wurden im Vorjahresvergleich tiefere durchschnittliche Preise realisiert (insgesamt – 60 Mio. CHF). Der negative Einfluss der tieferen Strompreise kann jedoch dank Mehrmengen in der Produktion von Windkraftwerken, einem erfolgreichen Handelsgeschäft sowie höherem Volumen im Vertriebsgeschäft überkompensiert ­werden. Mit 672 Mio. CHF liegt die Gesamtleistung um 4 % über dem Vorjahr. Im regulierten Vertriebsgeschäft Schweiz sind die Abgabemengen an Privatkunden witterungsbedingt leicht tiefer ­ausgefallen. Demgegenüber wurden Geschäftskunden gewonnen, sodass sich die Elektrizitätsabgabe des Vertriebs insgesamt um 0.4 TWh auf 4.1 TWh erhöht hat. Entsprechend ist der Vertriebsumsatz um 7 % gestiegen. Der Umsatz aus dem übrigen Energiegeschäft (Marktabgabe, direkte Abgabe aus den Kraftwerken, Bewirtschaftungs- und Handelstätigkeit) reduziert sich trotz preisbedingt nega­tiven Einflusses nur leicht um 1 %.

Der Aufwand für die Energiebeschaffung vermindert sich um 27 Mio. CHF auf 373 Mio. CHF. Grund dafür sind tiefere Kosten für die Beschaffung am Markt sowie auch niedrigere Beschaffungs­kosten bei den Partnerwerken. Die Stromproduktion des eigenen Kraftwerkparks insgesamt reduziert sich gegenüber dem Vorjahr auf 5.7 TWh (– 0.4 TWh). Ursache für den Rückgang sind insbesondere marktbedingte Minderproduktionsmengen aus fossil-thermischen Kraftwerken. Demgegenüber steigern die Windkraftwerke aufgrund guten Windaufkommens das Volumen.

Die Betriebskosten vermindern sich dank weiterem konsequenten Kostenmanagement um 2 % auf 150 Mio. CHF. Das Betriebsergebnis liegt mit 115 Mio. CHF markant über dem Vorjahreswert (+ 59 %). Die Wirkung der erneut negativen Strompreisentwicklung kann somit deutlich überkompensiert werden.

Netze: stabiler Ergebnisbeitrag

Das Geschäftsfeld Netze baut, betreibt und unterhält das eigene Verteilnetz.

Mio. CHF

1. Halbjahr 2018

1. Halbjahr 2019

Veränderung in %

Durchleitungsentschädigung Verteilnetz

243.1

236.0

– 3 % 

Sonstige betriebliche Erträge und aktivierte Eigenleistungen

36.1

29.3

– 19 % 

Gesamtleistung

279.2

265.3

– 5 % 

Aufwand Energietransporte

– 51.2

– 52.1

2 % 

Betriebskosten

– 95.3

– 92.7

– 3 % 

Personalaufwand

– 38.6

– 33.4

– 13 % 

Material und Fremdleistungen und sonstiger Betriebsaufwand

– 56.7

– 59.3

5 % 

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen

132.7

120.5

– 9 % 

Abschreibungen und Wertminderungen

– 42.1

– 40.8

– 3 % 

Ergebnis aus Assoziierten

11.7

11.6

– 1 % 

Betriebsergebnis

102.3

91.3

– 11 % 

Die Gesamtleistung im Netzgeschäft reduziert sich gegenüber dem Vorjahreswert um 5 % auf 265 Mio. CHF. Dabei vermindert sich der Ertrag aus der Durchleitungsentschädigung für das Verteilnetz (Netznutzung) um 3 % auf 236 Mio. CHF. Die Abnahme ist insbesondere bedingt durch ­tiefere Durchleitungsmengen sowie auch durch niedrigere Kosten der Vorliegernetze. Die aktivierten Eigenleis­tungen im Netzbau liegen unter dem Wert der Vorjahresperiode und tragen damit zur rückläufigen Entwicklung der Gesamtleistung bei.

Der Aufwand für Energietransporte bleibt insgesamt stabil. Die Betriebskosten fallen aufgrund organisatorischer Umstellungen, aber auch dank weiterhin konsequentem Kostenmanagement leicht tiefer aus.

Das Betriebsergebnis liegt mit 91 Mio. CHF und unter Berücksichtigung der tieferen Durchleitungs­mengen insgesamt auf einem stabilen Niveau.

Dienstleistungen: weiteres profitables Wachstum

Das Geschäftsfeld Dienstleistungen umfasst im Wesentlichen die Ingenieurplanung und -beratung (Engineering) für Energie-, Infrastruktur- und Umweltprojekte, integrierte Angebote im Bereich der Gebäudetechnik (Building Solutions) sowie Bau, Service und Unterhalt von Energie-, Wasser- und Telekommunikationsnetzen (Infra Services).

Mio. CHF

1. Halbjahr 2018

1. Halbjahr 2019

Veränderung in %

Dienstleistungsertrag

379.1

457.7

21 % 

Sonstige betriebliche Erträge

15.9

17.3

9 % 

Gesamtleistung

395.0

475.0

20 % 

Betriebskosten

– 364.6

– 429.5

18 % 

Personalaufwand

– 187.8

– 224.6

20 % 

Material und Fremdleistungen und sonstiger Betriebsaufwand

– 176.8

– 204.9

16 % 

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen

30.4

45.5

50 % 

Abschreibungen und Wertminderungen

– 11.9

– 21.6

82 % 

Betriebsergebnis

18.5

23.9

29 % 

Das Dienstleistungsgeschäft wird im ersten Halbjahr 2019 weiter erfolgreich ausgebaut und die Gesamtleistung um 20 % auf 475 Mio. CHF gesteigert. Die wiederholt zweistellige Wachstumsrate ist grösstenteils akquisitorisch bedingt. Die BKW hat in den ersten sechs Monaten insgesamt sieben Akquisitionen getätigt. In Deutschland wird das Engineering-Geschäft weiter ausgebaut und mit Kompetenzen in der Prüftätigkeit und dem Bauwesen verstärkt sowie um Architektur-­Kompetenzen für die Generalplanung ergänzt. Im Bereich Building Solutions ergänzt die BKW durch gezielte Akquisitionen ihr schweizweites Unternehmensnetzwerk geografisch und fachlich ideal. Das Wachstum im Bereich Infra Services liegt klar über dem Gesamtmarkt und ist rein organisch bedingt.

Dem starken Umsatzwachstum entsprechend haben auch die Betriebskosten zugenommen. Die ausgewiesenen Zahlen beinhalten nach wie vor temporäre, den Aufwand belastende Akquisitions- und Integrationskosten. Das Betriebsergebnis des Dienstleistungsgeschäfts kann im ersten Halbjahr auf 24 Mio. CHF oder um 29 % gesteigert werden. Dies entspricht einem überproportionalen Wachstum im Vergleich zum Umsatz. Die Marge wird somit verbessert, trotz akquisi­tionsbedingter Kosten. Aufgrund der branchentypischen, erheblichen Saisonalität (insbesondere bei Infra Services und Building Solutions) wird ein stärkeres zweites Halbjahr erwartet.

Funds from Operations auf Rekordhöhe

Die Funds from Operations, der Geldzufluss vor der Veränderung des Nettoumlauf­vermögens und gezahlten Ertragssteuern, liegen mit 244 Mio. CHF (Vorjahr: 194 Mio. CHF) über den bereits ­starken Vorjahreswerten und stellen einen Spitzenwert der letzten Jahre dar. Vor Verwendung von Rückstellungen für die nukleare Stilllegung und Entsorgung betragen die Funds from ­Operations 268 Mio. CHF (+ 23 %).

Der ausgewiesene Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit beinhaltet nicht alleine die Geldflüsse aus den operativen Aktivitäten, sondern auch die Verwendung der Rückstellungen für die nukleare Stilllegung und Entsorgung. Die Verwendungen führen zudem grösstenteils zu Rückerstattungsansprüchen an die staatlichen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds. Für die bessere Vergleich­barkeit und Interpretierbarkeit verwendet die BKW daher die Kenngrössen «Funds from Operations vor Verwendung nukleare Rückstellungen» und «Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Verwendung nukleare Rückstellungen». Dieser Geldzufluss beläuft sich auf 156 Mio. CHF (Vorjahr: 129 Mio. CHF) und fällt um 22 % höher aus als im Vorjahr. Der ausgewiesene operative Cashflow für das erste Halbjahr 2019 beträgt 132 Mio. CHF (Vorjahr: 104 Mio. CHF).

Die Investitionen in den Aufbau des ­Dienstleistungsgeschäfts, in neue Kraftwerke sowie in die Netz­infrastruktur belaufen sich im Halbjahr 2019 auf 141 Mio. CHF (Vorjahr: 237 Mio. CHF). Davon flossen rund die Hälfte in die strategischen Wachstumsfelder Dienstleistungen und erneuerbare Energien. In den Ersatz/Unterhalt, insbesondere das Netz, wurden rund 70 Mio. CHF investiert. Die Akquisitionen und Investitionen können aus den im Halbjahr 2019 selbst erarbeiteten Mitteln finanziert werden. Die kurzfristig verfügbare Liquidität unter Einbezug der kurzfristigen Finanzanlagen beläuft sich zum Halbjahr unverändert auf rund 1 Mrd. CHF.

Mio. CHF

1. Halbjahr 2018

1. Halbjahr 2019

Veränderung in %

Funds from Operations vor Verwendung nukleare Rückstellungen

218.7

268.3

23 % 

Funds from Operations

194.4

244.2

26 % 

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Verwendung nukleare Rückstellungen

128.5

156.3

22 % 

Verwendung nukleare Rückstellungen ohne Rückerstattungsanspruch an staatliche Fonds

– 0.8

– 1.7

Verwendung nukleare Rückstellungen mit Rückerstattungsanspruch an staatliche Fonds

– 23.5

– 22.4

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

104.2

132.2

27 % 

Eigenkapital- und Finanzierungssituation: unveränderte finanzielle und operative Flexibilität

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Jahresende leicht um 0.9 % auf 9.1 Mrd. CHF erhöht. Grund für die Erhöhung ist insbesondere die erstmalige Anwendung des neuen Leasingstandards IFRS 16, die zu einer initialen Erhöhung des Anlagevermögens um rund 140 Mio. CHF sowie in ­gleichem Umfang auch der Leasingverbindlichkeiten geführt hat. Die Eigenkapitalquote steigt infolge des starken Halbjahresgewinns auf 39.0 % (Ende 2018: 38.4 %).

Mio. CHF

31.12.2018

30.06.2019

Umlaufvermögen

2 242.8

2 132.6

Anlagevermögen

6 810.5

6 998.4

Kurzfristige Verbindlichkeiten

1 547.0

1 473.1

Langfristige Verbindlichkeiten

4 034.0

4 095.1

Eigenkapital

3 472.3

3 562.8

Bilanzsumme

9 053.3

9 131.0

Die Finanzierungssituation der BKW präsentiert sich weiterhin solid. Die Nettoschulden (Finanzverbindlichkeiten abzüglich kurzfristiger Finanzanlagen und flüssiger Mittel) erhöhen sich zum Halbjahr um 211 Mio. CHF auf 686 Mio. CHF. Massgebliche Ursache für die Erhöhung dieser Kennzahl ist die erstmalige Anwendung des neuen Leasingstandards IFRS 16. Ohne Berücksichtigung dieses Rechnungslegungseffekts hätte die Zunahme lediglich rund 80 Mio. CHF betragen. Letztere ist bedingt durch Investitionen und die Akquisitionstätigkeit im ersten Halbjahr 2019.

Im Juli 2019 wurde die fällige Obligationenanleihe in der Höhe von 350 Mio. CHF zurückbezahlt. Gleichzeitig hat die BKW mit grossem Erfolg einen 0.25 %-Green Bond von 200 Mio. CHF mit einer Laufzeit von acht Jahren emittiert. Die teilweise Refinanzierung führt zukünftig zu einer Zins­einsparung von rund 11 Mio. CHF. Zudem verfügt die BKW nach wie vor über einen ungenutzten Konsortialkredit im Rahmen von 250 Mio. CHF. Der für die Umsetzung der Strategie und zur ­Wahrung der finanziellen und operativen Handlungsfreiheit notwendige Finan­zierungsrahmen ist damit ausreichend und weiterhin jederzeit gesichert.

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