Vorwort

Die BKW steigert Umsatz und Gewinn

Die BKW hat im ersten Halbjahr 2019 ein hervorragendes Ergebnis ­erwirtschaftet. Dank dem Wachstum des Dienstleistungsgeschäfts und einer sehr erfolgreichen Bewirtschaftung der Stromposition ist der Umsatz um 7 Prozent auf rund 1.4 Mrd. CHF gestiegen. Der Reingewinn beträgt 201 Mio. CHF und konnte gegenüber dem Vorjahreswert um 59 Prozent gesteigert werden. Der operative Cashflow nahm um 27 Prozent zu und erreicht 132 Mio. CHF.

Sehr geehrte Aktionärinnen und ­Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren

Die BKW hat sich in einem herausfordernden Marktumfeld mit nach wie vor negativen Strompreiseffekten auch im ersten Halbjahr 2019 ­ausgezeichnet entwickelt. Die Transformation zur führenden Energie- und Infrastrukturdienstleisterin verläuft erfolgreich. Im Zentrum unserer Unternehmensstrategie stehen weiterhin der Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts und die Inves­titionen im Bereich der erneuerbaren Energien. Zusammen mit der erfolgreichen Bewirtschaftung unserer Stromposition und einem konsequenten Kostenmanagement ist es uns so gelungen, die nach wie vor negativen Strompreis­effekte zu kompensieren und ein starkes Halbjahresergebnis abzuliefern. Die erfolgreiche Entwicklung der BKW zeigt, dass die Umsetzung der Strategie gelingt. Sie gelingt auch, weil wir ein konsequentes Kostenmanagement betreiben. Das Dienstleistungsgeschäft spielt eine immer wichtigere Rolle. Mehr als zwei Drittel der gegen 8 000 Mitarbeitenden sind im Geschäftsfeld Dienstleis­tungen (Building Solutions, Engineering und Infra Services) tätig.

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Die BKW wächst erfolgreich

Auch im ersten Halbjahr 2019 ist es uns gelungen, das Netzwerk der BKW mit spezifischen Kom­petenzen zu stärken. Mit einem internationalen Netzwerk von mittlerweile rund 100 Firmen bieten wir umfassende Energie- und Infrastruktur­dienstleistungen für unsere Kundinnen und ­Kunden an. Unsere Engineering-Aktivitäten haben wir im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ausgebaut. BKW Engineering ist in den Bereichen Energie, Umwelt und Infrastruktur zu einem bedeutenden Unternehmensnetzwerk gewachsen und nutzt das vielfältige Know-how sowie Synergien. Auch das schweizweite Gebäude­technik-Netzwerk von BKW Building Solutions wächst erfolgreich – dank seinen innovativen Technologien: Kundinnen und Kunden erhalten umfassende wirtschaftliche und ökologische Lösungen in den Bereichen Gebäudetechnik und Gebäudeautomation. Schliesslich hat Infra ­Services beim Erhalt und Ausbau von Verkehrs-, Energie-, Wasser-, Entsorgungs- und Kommuni­kationsnetzen mit zur Erneuerung wichtiger Infra­strukturen beigetragen.

Investitionen in eine nachhaltige Zukunft

Die Welt ist hungrig nach Energie – und diese soll so nachhaltig wie möglich produziert werden. Als BKW verpflichten wir uns dazu: Bis 2023 sollen 75 Prozent der installierten Leistung unseres Produktionsparks erneuerbar sein. Die BKW ist Vorreiterin: Als erstes börsenkotiertes Schweizer Unternehmen hat sie am 1. Juli 2019 einen Green Bond in der Schweiz lanciert. Mit dem Green Bond werden Windkraftanlagen in Norwegen und Frankreich sowie Kleinwasserkraftwerke in der Schweiz refinanziert. Also strikt Projekte mit messbarem ökologischem Mehrwert, wie es die Richtlinien für diese Art von Investment voraussetzen.

Kernkraftwerk Mühleberg geht vom Netz

Wir sind Pionierin, wenn es um die Stilllegung eines Kernkraftwerks in der Schweiz geht. 2019 ist für uns ein entscheidendes Jahr: Am 20. Dezember wird das Kernkraftwerk Mühleberg (KKM) vom Netz gehen. Was für die Schweiz ­Pionierarbeit bedeutet, ist für uns zum Symbol unserer Transformation geworden. Bereits 2013 haben wir entschieden, das KKM abzuschalten. Seither ­planen Spezialisten die Stilllegung minutiös. Wir sind verfahrenstechnisch ebenso auf Kurs wie planerisch und finanziell. Die Finanzierung der Stilllegung und der Entsorgung der Abfälle ist sichergestellt. Wir kommen für die Kosten voll­umfänglich auf, haben die notwendigen Rück­stellungen gebildet und die Gelder in den vom Bund kontrollierten Stilllegungs- und Entsorgungsfonds einbezahlt.

Investitionen ins Verteilnetz

Jedes Jahr investieren wir einen dreistelligen ­Millionenbetrag in den Erhalt und die Weiterentwicklung des Netzes. Im Juni 2019 haben wir die neue Unterstation in Bassecourt eingeweiht. Die Modernisierung dieses zentralen Knotenpunkts für die Stromversorgung im Jura ist ein Meilenstein. Zumal die Unterstation Bassecourt ein ­zentraler Netzknoten für das ganze Schweizer Stromnetz ist. Alle Spannungsebenen sind an ­diesem Standort gebündelt, was die Wichtigkeit auch für den internationalen Stromtransport unterstreicht. Für uns ist die Unterstation ein Zugangspunkt zum europäischen Stromnetz.

Energiegeschäft auf die Zukunft ausrichten

Der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet weltweit voran. Die Zunahme von Wind- und Solarkraftwerken und der Rückbau von Kern- und Kohlekraftwerken verändern den Strommarkt. Steuerbare und flexible Kraftwerke gewinnen an Bedeutung. Im März 2019 haben wir das Onshore-­Windkraftwerk in Marker im Südosten von Norwegen in Betrieb genommen. Damit ­stärken wir unser Engagement für die CO2-neutrale Stromerzeugung sowie unsere Schweizer Führungsrolle beim Betrieb von Windkraftwerken im In- und Ausland.

Erhöhung finanzieller Ausblick 2019

Auf Basis des sehr guten Halbjahresergebnisses erhöhen wir unseren bisher kommunizierten finanziellen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr und erwarten neu ein operatives Betriebs­ergebnis in der Bandbreite von 350 bis 370 Mio. CHF (bisher 320 bis 340 Mio. CHF).

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Suzanne Thoma, CEO

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