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Finanzielles Ergebnis

BKW mit höherem Umsatz, EBIT und Reingewinn

Die BKW steigert im ersten Halbjahr 2021 Umsatz und EBIT. Sowohl die Energie als auch die Dienstleistungen haben mit einer Umsatzsteigerung von je 9 % zum Wachstum auf 1 655 Mio. CHF beigetragen. Der EBIT konnte ebenfalls gesteigert werden und übertrifft mit 225 Mio. CHF den Spitzenwert des Vorjahres um 3 %. Insbesondere die Dienstleistungen konnten ihre EBIT-Marge im ersten Halbjahr markant steigern. Auch das Energiegeschäft war in der Lage, den EBIT basierend auf Preissteigerungen und Mehrvolumen zu verbessern, vermochte aber das herausragende Handelsergebnis des Vorjahres nicht ganz zu kompensieren. Der ausgewiesene Reingewinn liegt, getrieben von der guten Performance der staatlichen Fonds, mit 209 Mio. CHF um 86 % über dem Vorjahr. Der operative Reingewinn, ohne Berücksichtigung der Entwicklung der staatlichen Fonds, beträgt 142 Mio. CHF.

Ausgezeichnetes operatives Ergebnis: Spitzenwert des Vorjahres um 3 % übertroffen

Der im ersten Halbjahr 2021 erwirtschaftete EBIT wird gegenüber der Vorjahresperiode auf 225 Mio. CHF gesteigert und übertrifft damit den bisherigen Höchstwert nochmals um 3 %. Dieses starke Ergebnis demonstriert die Robustheit des BKW Geschäftsmodells mit der Kombination von stabilen Geschäftsbereichen und starken Wachstumsfeldern. Das Handelsergebnis entspricht im ersten Halbjahr 2021 den Erwartungen, liegt jedoch klar unter dem ausserordentlich starken Vorjahreswert. Trotzdem kann die BKW ihren EBIT steigern. Gelungen ist dies dank des profitablen Wachstums im Dienstleistungsgeschäft, der höheren abgesicherten Strompreise und des gestiegenen Verkaufsvolumens im Energiebereich sowie eines leicht besseren Beitrags des Netzgeschäfts. Bei den Dienstleistungen hat die Akquisitionstätigkeit nach dem Corona-Jahr 2020 wieder Fahrt aufgenommen und die EBIT-Marge konnte bereits im ersten Halbjahr 2021 markant gesteigert werden.

Neutralisiert man im Energiegeschäft das ausserordentliche Handelsresultat des Vorjahres auf Planwerte, konnte auch hier der EBIT um mehr als 50 % gesteigert werden

Der operative Reingewinn ohne die Berücksichtigung der Performance der staatlichen Fonds für Stilllegung und Entsorgung beträgt 142 Mio. CHF und liegt damit um 8 % unter dem Vorjahr. Die Abnahme des operativen Reingewinns ergibt sich vor allem aus Sondereffekten und Verschiebungen im Bereich der Ertragssteuern. Der ausgewiesene Reingewinn beträgt infolge der guten Performance der Anlagen in den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds 209 Mio. CHF und liegt um 86 % über Vorjahr.

Die BKW bestätigt ihre Guidance der Bandbreite des operativen Betriebsergebnisses von 420 bis 440 Mio. CHF.

Steigerung von Umsatz und EBIT

Mio. CHF

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2021

Veränderung in %

Umsatz

1 529.8

1 654.9

8% 

Energiebeschaffung/-transporte

– 419.8

– 500.0

19 % 

Betriebskosten

– 791.3

– 833.6

5 % 

EBITDA

318.7

321.3

1 % 

Abschreibungen und Wertminderungen

– 118.2

– 122.5

4 % 

Ergebnis aus Assoziierten

18.1

26.5

46 % 

EBIT

218.6

225.3

3 % 

Finanzergebnis ohne Wertveränderung staatliche Fonds

– 35.7

– 36.4

2 % 

Ertragssteuern ohne Wertänderung staatliche Fonds

– 29.4

– 47.2

61 % 

Reingewinn operativ 1

153.5

141.7

– 8 % 

Wertänderung staatliche Fonds netto Steuern

– 41.4

67.1

Reingewinn

112.1

208.8

86 % 

1 Der «Reingewinn operativ» entspricht dem Reingewinn vor den Erträgen aus den staatlichen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds und ist zur Messung der operativen Leistung besser geeignet als der ausgewiesene Reingewinn, da die Erträge dieser Fonds nicht operativ begründet sind und die BKW keinen direkten Einfluss auf die Anlageentscheide dieser Mittel hat.

Stabiles vergleichbares Finanzergebnis, höhere Steuerquote, bessere Fonds-Performance

Das vergleichbare Finanzergebnis (ohne die Berücksichtigung der Performance der staatlichen Fonds) liegt mit – 36 Mio. CHF auf der Höhe der Vorjahresperiode.

Der vergleichbare Ertragssteueraufwand erhöht sich um 18 Mio. CHF. Verantwortlich für die Zunahme sind insbesondere Gewinnsteigerungen bei Gesellschaften in Ländern mit höheren Steuerquoten. Im Vorjahr hatten zudem beschlossene Steuersenkungen in der Schweiz zu einer Reduktion der latenten Steuern geführt.

Die Anlagen in den staatlichen Fonds erzielten in der Berichtsperiode eine Rendite von 6.5 %, welche deutlich über der Planrendite von 2.1 % liegt. In der Vorjahresperiode war die Performance aufgrund massiver, coronabedingter Kurseinbrüche mit – 4 % ausgefallen.

Funds from Operations stark, aber unter Spitzenwert des Vorjahres

Mio. CHF

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2021

Veränderung in %

Funds from Operations vor Verwendung nukleare Rückstellungen

362.1

320.9

– 11 % 

Funds from Operations

293.1

266.0

– 9 % 

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Verwendung nukleare Rückstellungen

329.0

182.8

– 44 % 

- Zahlungen für Stilllegung und Entsorgung

– 69.0

– 54.9

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

260.0

127.9

– 51 % 

Cashflow aus Investitionstätigkeit vor Rückerstattungen aus staatlichen Fonds

– 77.3

– 128.0

+ Rückerstattungen aus den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds

53.5

28.5

Cashflow aus Investitionstätigkeit

– 23.8

– 99.5

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

– 166.6

– 175.6

Liquidität per 30.06.

1 036.0

853.0

Die Funds from Operations (FFO), der Cashflow vor der Veränderung des Nettoumlaufvermögens und gezahlten Ertragssteuern, liegen mit 266 Mio. CHF lediglich um 9 % unter dem Spitzenwert des Vorjahres und damit auf dem zweithöchsten Niveau der letzten 6 Jahre. Der gegenüber 2020 tiefere Wert ist auf höhere Erträge, die erst nach dem Bilanzstichtag geldwirksam werden, zurückzuführen.

Für die bessere Vergleichbarkeit und Interpretierbarkeit verwendet die BKW Cashflow-Kennzahlen vor Verwendung der nuklearen Rückstellungen für die Stilllegung und Entsorgung des Kernkraftwerks Mühleberg. Der betriebliche Cashflow vor Verwendung der nuklearen Rückstellungen fällt mit 183 Mio. CHF aufgrund des temporären Aufbaus von Nettoumlaufvermögen sowie aufgrund höherer bezahlter Ertragssteuern gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres um 44 % tiefer aus. Zum Jahresende erwartet die BKW ihr Nettoumlaufvermögen wieder auf tieferem Niveau. Der ausgewiesene Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit liegt mit 128 Mio. CHF auf dem Niveau von 2019 und damit ebenfalls unter dem ausgezeichneten Vergleichswert der Vorjahresperiode.

Die kurzfristig verfügbare Liquidität unter Einbezug der kurzfristigen Finanzanlagen fällt im Vergleich zum Jahresende leicht tiefer aus, präsentiert sich jedoch mit rund 0.9 Mrd. CHF nach wie vor auf einem hohen Niveau.

Im ersten Halbjahr 2021 hat die BKW rund 180 Mio. CHF in Anlagen und in Akquisitionen investiert (Vorjahr: 90 Mio. CHF). Auf Wachstumsinvestitionen entfallen hiervon rund 60 %. Im Dienstleistungsgeschäft wurden Akquisitionen in allen Hauptbereichen (BKW Building Solutions, BKW Engineering und BKW Infra Services) durchgeführt und im Energiegeschäft erfolgten Investitionen in neue Kleinwasserkraftwerke und Wärmeverbundprojekte. Von den Ersatz- und Unterhaltsinvestitionen von rund 70 Mio. CHF floss mit 52 Mio. CHF der überwiegende Teil in die Erneuerung des Verteilnetzes. Die erwirtschafteten Funds from Operations übertreffen damit die getätigten Investitionen wiederum deutlich.

Weiterhin starke Eigenkapital- und Finanzierungssituation

Mio. CHF

31.12.2020

30.06.2021

Veränderung in %

Umlaufvermögen

2 191.5

2 357.7

8 % 

Anlagevermögen

7 236.6

7 478.9

3 % 

Kurzfristige Verbindlichkeiten

1 351.9

1 829.3

35 % 

Langfristige Verbindlichkeiten

4 086.8

3 768.4

– 8 % 

Eigenkapital

3 989.4

4 238.9

6 % 

Bilanzsumme

9 428.1

9 836.6

4 % 

Die Bilanzsumme erhöht sich zum Halbjahr um 4 % auf 9.8 Mrd. CHF. Bedingt ist die Zunahme vornehmlich durch die stichtagsbezogene Bewertung der offenen Energiederivate. Diese fiel aufgrund der Preissteigerungen beim Strom und bei den CO2-Zertifikaten sowohl bei den Kauf- als auch bei den Verkaufskontrakten hoch aus. Das Eigenkapital nimmt aufgrund des Halbjahresgewinns sowie versicherungsmathematischen Gewinnen bei der Berechnung der Personalvorsorgeverpflichtungen um 6 % auf 4.2 Mrd. CHF zu. Gleichzeitig steigt die Eigenkapitalquote auf 43.1 % (Ende 2020: 42.3 %). Grund für die starke Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist neben der Bewertung der Derivatekontrakte insbesondere auch die im April nächsten Jahres fällige Obligationenanleihe über 200 Mio. CHF, die neu entsprechend als kurzfristige Verbindlichkeit ausgewiesen wird.

Die Finanzierungssituation der BKW präsentiert sich weiterhin solid. Die Nettoschulden (Finanzverbindlichkeiten abzüglich kurzfristiger Finanzanlagen und flüssiger Mittel) erhöhen sich zum Halbjahr zwar um 183 Mio. CHF auf 685 Mio. CHF. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA (LTM, letzte 12 Monate) beläuft sich auf rund 1.0 und befindet sich damit immer noch auf tiefem Niveau. Die BKW verfügt zudem nach wie vor über einen ungenutzten Konsortialkredit im Rahmen von 250 Mio. CHF. Der für die Umsetzung der Strategie und zur Wahrung der finanziellen und operativen Handlungsfreiheit notwendige Finanzierungsrahmen ist damit ausreichend und weiterhin jederzeit gesichert. Dies unter anderem auch mit Blick auf die Fälligkeit der Anleihensobligation über 200 Mio. CHF im nächsten April.

Energie: Gewinnwachstum kann vorjähriges Rekordergebnis des Handels nur zum Teil kompensieren

Das Geschäftsfeld Energie richtet sich konsequent auf die Chancen und Herausforderungen des veränderten Energiemarktes aus. Es umfasst die Produktion, den Vertrieb sowie den Handel mit Strom, Zertifikaten und energienahen Rohstoffen.

Gesteigerte Gesamtleistung, EBIT erwartungsgemäss tiefer

Mio. CHF

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2021

Veränderung in %

Gesamtleistung

623.9

677.2

9 % 

Energiebeschaffung

– 370.0

– 450.1

22 % 

Betriebskosten

– 98.5

– 95.9

– 3 % 

EBITDA

155.4

131.2

– 16 % 

Abschreibungen und Wertminderungen

– 36.8

– 37.8

3 % 

Ergebnis aus Assoziierten

9.2

10.7

16 % 

EBIT

127.8

104.1

– 19 % 

Anzahl Mitarbeitende 30.06.

840

780

Investitionen

11

38

Die Gesamtleistung des Energiegeschäfts liegt mit 677 Mio. CHF um 9 % über dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist insbesondere geprägt durch die im Vorjahresvergleich höher abgesicherten Strompreise sowie durch Mehrmengen im Verkauf (+ 10 %). In der Grundversorgung hat sich der Absatz witterungsbedingt leicht auf 1.2 TWh erhöht. Auch das Stromvertriebsgeschäft mit den KMU und Industriekunden erholte sich gegenüber dem durch die Corona-Situation beeinträchtigten Vorjahr und nimmt auf 2.8 TWh (+ 0.3 TWh / + 12 %) zu. Insgesamt beläuft sich der Umsatz aus dem Verkauf auf rund 280 Mio. CHF.

Das Bewirtschaftungs- und Handelsergebnis ist im ersten Halbjahr solid ausgefallen. Es liegt jedoch erwartungsgemäss deutlich unter dem hervorragenden Vorjahresresultat. Der markante Anstieg der Strompreise im ersten Semester 2021 war insbesondere durch den CO2-Preis getrieben. Das führte zu steigenden Energiebeschaffungskosten und damit zu einem tieferen Bewirtschaftungsergebnis. Der Aufwand für die Energiebeschaffung erhöht sich daher um 22 % auf 450 Mio. CHF. Auch die höheren Produktions- und Verkaufsmengen tragen zur Steigerung der Beschaffungskosten bei. Im ersten Semester 2021 produzierte die BKW insgesamt 4.4 TWh Energie (Vorjahr: 4.2 TWh). Zusammen mit dieser leichten Steigerung der Produktionsmenge hat sich auch der Produktionsmix für diesen Zeitraum leicht verändert. Die Produktionsmengen aus Wasserkraftwerken (1.7 TWh) und aus Windkraftwerken (0.9 TWh) liegen auf Vorjahresniveau. Der Windkraftwerkspark wurde aufgrund der Inbetriebnahme von drei zusätzlichen Windparks (Fosen) in Norwegen zwar weiter ausgebaut. Diese Mehrkapazität wurde jedoch durch Mindermengen aufgrund tiefen Windaufkommens kompensiert. Eine Reduktion der Produktionsmengen ergibt sich bei den nuklearen Kraftwerken mit einer Abnahme von 0.2 TWh auf 1.0 TWh. Hauptgrund dafür ist die im Juni gestartete Grossrevision des Kernkraftwerks Leibstadt. Demgegenüber verdoppelte sich die Produktion der fossil-thermischen Kraftwerke preisbedingt auf 0.8 TWh.

Das Betriebsergebnis liegt mit 104 Mio. CHF um 19 % unter dem starken, durch ein ausgezeichnetes Handelsergebnis gekennzeichneten Vorjahr. Die positiven Effekte aus den im Vorjahresvergleich höher abgesicherten Strompreise wurden auf EBIT-Stufe durch ein solides, aber deutlich tieferes Ergebnis aus dem Bewirtschaftungs- und Handelsgeschäft überkompensiert. Legt man dem Vergleich ein durchschnittliches Handelsergebnis zugrunde, ergibt sich auch im Energiebereich eine massgebliche Gewinnsteigerung.

Netze: stabile Ergebnisbeiträge und plangemässe Investitionen in die Erneuerung

Das Geschäftsfeld Netze baut, betreibt und unterhält das eigene Verteilnetz. Das Netz transportiert den Strom von den Kraftwerken zu den Verbrauchern, misst die Produktion und den Verbrauch, transformiert die Spannung, überwacht, analysiert und steuert die Lastflüsse und integriert dezentrale Produktionsanlagen wie Photovoltaik- und Windanlagen.

Höheres Ergebnis infolge gestiegener Durchleitungsmengen

Mio. CHF

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2021

Veränderung in %

Umsatz

270.0

274.0

1 % 

Aufwand Energietransporte

– 49.8

– 50.3

1 % 

Betriebskosten

– 93.6

– 92.0

– 2 % 

EBITDA

126.6

131.7

4 % 

Abschreibungen und Wertminderungen

– 42.5

– 44.0

4 % 

Ergebnis aus Assoziierten

8.9

15.8

78 % 

EBIT

93.0

103.5

11 % 

Anzahl Mitarbeitende 30.06.

600

610

Investitionen

56

52

Der im Umsatz enthaltene Ertrag aus Durchleitungsentschädigung (Netznutzung) erhöht sich um 6 % auf 243 Mio. CHF, wobei die Vorjahresperiode durch corona- und temperaturbedingt tiefere Durchleitungsmengen negativ beeinflusst war. Im ersten Halbjahr 2021 wird auf allen Netzebenen eine Zunahme des Verbrauchs gemessen. Dies infolge höherer Heizgradtage und der Normalisierung bezüglich der Corona-Situation. Der Umsatz bleibt mit insgesamt 274 Mio. CHF (+ 1 %) trotz der höheren Durchleitungsmengen stabil. Grund ist eine im Vorjahr erhaltene, einmalige Vergütung der Swissgrid in der Höhe von 9 Mio. CHF im Zusammenhang mit einer ElCom-Verfügung betreffend die im Jahr 2012 an die Swissgrid überführten Übertragungsnetzanlagen, welche den ausgewiesenen Umsatz positiv beeinflusst hatte.

Der Aufwand für Energietransporte, beinhaltend insbesondere die von der Swissgrid verrechneten Kosten, bleibt insgesamt stabil. Demgegenüber können die Betriebskosten dank weiterer Effizienzgewinne um 2 % reduziert werden.

Die Zunahme des Ergebnisses aus Assoziierten um 6 Mio. CHF ist begründet durch die Schätzungsanpassungen des Resultats der Swissgrid, welche die BKW zu jedem Bilanzstichtag vornimmt, da ihr die Abschlüsse der Swissgrid jeweils erst im Nachgang zur Abschlusserstellung vorliegen.

Der EBIT liegt mit 104 Mio. CHF um 11 % über dem durch die Corona-Situation mit der Lockdown-Phase sowie der einmaligen Vergütung der Swissgrid geprägten Vorjahr. Damit liegt er wiederum auf einem erwartet stabilen Niveau.

Weiterhin hohe Investitionen in die kontinuierliche Erneuerung des Verteilnetzes

Für den sicheren, effizienten und leistungsfähigen Betrieb ihres Verteilnetzes investiert die BKW jährlich deutlich über 100 Mio. CHF. Dies ist auch 2021 der Fall. Im ersten Halbjahr betrugen die Investitionen 52 Mio. CHF (Vorjahr: 56 Mio. CHF). Die Schwerpunkte der aktuellen Investitionstätigkeit betreffen Netzinfrastrukturen im Berner Oberland sowie im Seeland.

Dienstleistungen: Kompetenz-Netzwerk begünstigt profitables Wachstum

Das Geschäftsfeld Dienstleistungen umfasst im Wesentlichen BKW Engineering (Ingenieurplanung und -beratung), BKW Building Solutions (Gebäudetechnik) sowie BKW Infra Services (Dienstleistungen für Energie-, Wasser- und Telekommunikationsnetze). Das starke Netzwerk von spezialisierten Gesellschaften und ihren unterschiedlichen Kompetenzen ermöglicht es der BKW, eine relevante Anbieterin von umfassenden Dienstleistungen im Gebäude- und Infrastrukturbereich zu sein.

Margensteigerung erzielt

Mio. CHF

1. Halbjahr 2020

1. Halbjahr 2021

Veränderung in %

Umsatz

677.1

737.5

9 % 

Betriebskosten

– 625.0

– 669.0

7 % 

EBITDA

52.1

68.5

31 % 

Abschreibungen und Wertminderungen

– 28.7

– 31.5

10 % 

EBIT

23.4

37.0

59 % 

Anzahl Mitarbeitende 30.06.

7 940

8 510

Investitionen und Akquisitionen

12

80

Das Dienstleistungsgeschäft hat im ersten Halbjahr 2021 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der Umsatz kann um 9 % auf 737 Mio. CHF gesteigert werden, wobei alle drei Hauptbereiche im Dienstleistungssegment zu dieser Entwicklung beitragen. BKW Engineering baut ihren Umsatz vornehmlich dank organischen Wachstums um 5 % auf rund 190 Mio. CHF aus. Bei der BKW Infra Services erhöht sich der Umsatz um 14 % auf rund 170 Mio. CHF, wobei das starke Wachstum auch in diesem Bereich primär durch organisches Wachstum getrieben ist. BKW Building Solutions schliesslich steigert ihren Umsatz um 9 % auf rund 340 Mio. CHF. Diese Zunahme beruht insbesondere auf den Akquisitionen des zweiten Halbjahres 2020. Die Akquisitionstätigkeit im Dienstleistungsbereich hat im ersten Halbjahr wieder stark an Fahrt aufgenommen.

Im Vergleich zum Umsatz konnte der EBIT im ersten Semester 2021 überproportional um 59 % auf 37 Mio. CHF ausgebaut werden. Die Vergleichsperiode war durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt und das Resultat des Dienstleistungsgeschäfts entsprechend negativ beeinflusst. Mit dem erfreulichen, profitablen Wachstum in der Berichtsperiode realisierte das Dienstleistungsgeschäft nun wieder eine Marge auf dem Vor-Corona-Niveau. Das Geschäft hatte sich bereits in der zweiten Hälfte 2020 wieder rasch erholt und konnte 2021 die positive Entwicklung fortsetzen. Die EBIT-Steigerung wurde in erster Linie durch das organische Geschäft realisiert. Optimierte Organisationsstrukturen und die verstärkte Harmonisierung in der Administration trugen merklich zu dieser Steigerung bei. Die Marge wird somit trotz nach wie vor vorhandener akquisitionsbedingter Kosten verbessert. Aufgrund der branchentypischen, erheblichen Saisonalität (insbesondere bei BKW Infra Services und BKW Building Solutions) wird ein stärkeres zweites Halbjahr erwartet.

Gezielte Akquisitionstätigkeit zum Ausbau des Kompetenz-Netzwerks

Im Februar 2021 baute die BKW ihr Engineering-Netzwerk weiter aus und erwarb die R & P Ruffert GmbH. Die Gesellschaft erbringt an mehreren Standorten in Deutschland Ingenieur- und Gutachterleistungen, wobei ihr Hauptfokus auf dem Bereich Tragwerkplanung liegt. Mit dieser Akquisition erweitert BKW Engineering die Kompetenzen ihres Netzwerkes und stärkt ihre Position im Wettbewerb mit multidisziplinären Marktführern.

Im April 2021 wurde die Westschweizer Duvoisin-Groux Gruppe erworben und damit in doppelter Hinsicht ein bedeutender Ausbauschritt gemacht: Einerseits baut BKW Infra Services damit ihre Präsenz in der Romandie in ihren bestehenden Tätigkeitsbereichen im Energie-, Verkehrs- und Telekommunikationsmarkt deutlich aus, andererseits ist sie mit dem Fahrleitungsbau neu im wachsenden Markt für Bahninfrastrukturen tätig und stärkt damit ihre Position als schweizweit tätige Dienstleisterin für die Planung, den Bau sowie den Unterhalt für alle Arten von Netzinfrastrukturen.

Neben weiteren Akquisitionen hat BKW Building Solutions im ersten Halbjahr 2021 mit dem Erwerb der ngworx AG ihre Kompetenzen im zukunftsweisenden und technologiegetriebenen Wachstumsfeld IT-Netzwerke und Security gestärkt. Zusammen mit swisspro Solutions wird ngworx die IT-Sparte von BKW Building Solutions Richtung gesamtheitliche IT-Anbieterin für Kundinnen und Kunden ausbauen und Netzwerkberatung, Engineering und Integrationsdienstleistungen primär für Geschäftskunden in der ganzen Schweiz und in Europa anbieten.

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